Christina Eckstein hat den Honeyball Club gegründet: Sie organisiert in Watch-Partys für Frauen und Flinta-Personen in Kölner Lokalen. Nächster Termin: Freitag, 5. Juni im Päff.
„Es gibt einfach kein Angebot“Diese Kölnerin will mehr Frauensport in Kneipen zeigen

Christina Eckstein will Frauensport in die Kneipen bringen und mit Frauen schauen. Erstes Honeyball Club Event in Kölner Gastronomie im April.
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Wenn die Fußballweltmeisterschaft der Männer demnächst startet, werden die Kneipen und Restaurants wieder voll sein, überall wird dann gemeinsam geschaut. Die Euphorie ist deutlich geringer, wenn die Fußballfrauen ein Turnier spielen. Anderer Frauensport, Handball oder Basketball hingegen finden in Kneipen so gut wie gar nicht statt.
Das stört die Kölnerin Christina Eckstein, die mit ihrem neu gegründeten Honeyball Club nun sogenannte „Watch-Partys“ in Kölner Cafés und Kneipen organisiert, um Frauensport gemeinsam zu erleben. „Letzten Herbst habe ich ganz viele Studien dazu gelesen, dass vier von fünf Frauen Sport in Gemeinschaft schauen wollen. Aber es gibt einfach kein Angebot“, sagt sie dieser Redaktion.
Gute Resonanz nach erster Watch Party des Honeyball Clubs Köln
Diesen Freitag, 5. Juni ab 19 Uhr kann man in der Kneipe Päff am Friesenwall dabei sein: Dann wird das Länderspiel der Frauen gegen Norwegen übertragen. Am Dienstag, 9. Juni, trifft sich der Honeyball Club um 17 Uhr im Dopamine Concept Store in der Alteburger Straße zum Länderspiel der Frauen gegen Slowenien. Der Name „Honeyball Club“ ist eine Hommage an die britische Frauenrechtsaktivistin Nettie Honeyball, die 1894 einen der ersten Frauenfußballclubs Englands gründete und ein Jahr später ein Spiel vor über 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauern organisierte.

Christina Eckstein will Frauensport in die Kneipen bringen und organisiert Watchpartys mit Frauen.
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Damit bewies sie, dass Frauensport und speziell Frauenfußball von Anfang an ein Publikum hatte, so Eckstein. „Nach unserer ersten Watchparty im April in einer Kölner Weinbar haben mir ganz viele Frauen aus ganz Deutschland geschrieben, dass sie es toll finden, dass es das gibt, und wann es denn in ihren Städten auch mal stattfindet“, so die Kölnerin.
„Ab der kommenden Saison wollen wir regelmäßig Frauen-Bundesligaspiele zeigen, ich bin dafür im Austausch mit dem 1. FC Köln. Die FC-Männer werden in jeder Veelskneipe gezeigt, das Spiel der FC-Frauen nirgendwo. Das möchte ich gern ändern“, sagt die 32-Jährige. Doch auch andere Frauensportarten sollen eine Rolle spielen: Im September steht die Basketball-WM der Frauen an. „Es gibt viele Anlässe, um die Leistung von Sportlerinnen zu honorieren.“ Eckstein ist bereits auf einige Lokale zugegangen, die offen für das Konzept seien. „Man muss sie nur darauf aufmerksam machen.“
Eckstein hat ssich mit ihrer Plattform Honeyball Club selbstständig gemacht. Sie hat Sportmanagement in Köln studiert und als Werkstudentin bereits beim 1. FC Köln Erfahrungen gesammelt. Von 2019 bis 2026 arbeitete sie bei dem Düsseldorfer Start-Up Ada Learning. „Dieses Jahr habe ich mich dazu entschieden, mich meiner Leidenschaft zu widmen: dem Frauensport.“
