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Begehrte KarnevalsticketsHunderte stehen vor Südstadt-Kneipe an – aber viele gehen leer aus

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Menschen stehen auf einem Bürgersteig in einer langen Schlange.

Für Weiberfastnacht-Karten standen die Menschen Schlange: Vor der Kneipe „Bagatelle“ in der Südstadt bildete sich am Sonntag (1. Februar 2026) eine lange Warteschlange.

Der Countdown für Weiberfastnacht läuft. Vor der bekannten Kneipe „Bagatelle“ in der Südstadt bildete sich eine riesige Schlange.

Trotz winterlicher Temperaturen haben Karnevalsfans in Köln ausgeharrt. Mehr als einhundert Personen standen am Sonntag (1. Februar) in der Südstadt vor der Kneipe „Bagatelle“ an, um Tickets für Weiberfastnacht zu bekommen. Die Warteschlange war außergewöhnlich lang.

Ein auf Facebook geteiltes Foto der Szene sorgte für Kommentare. „Sieht eher nach Anstellen zur Wohnungsbesichtigung aus“, scherzte ein Nutzer. Das Lokal „Bagatelle“ gilt als einer der beliebten Treffpunkte im Karneval.

Betreiber der Kölner Kneipe entschuldigen sich

Das Team der „Bagatelle“ äußerte sich am Montag (2. Februar) auf Facebook und bat um Entschuldigung. „Viele von euch haben gestern lange und umsonst für Karten angestanden. Wir hatten nicht mit solch vielen Menschen gerechnet, das war in den vergangenen Jahren anders, aber dieses Jahr scheinen alle karnevalistische Hummeln im Hintern zu haben“, hieß es in dem Beitrag.

Der große Andrang zeige sich auch in der hohen Anzahl von Anrufen und E-Mails. Das Team fügte hinzu: „Wir können selbst guten Stammgästen und engen Freunden keine Kontingente mehr geben, der Laden gibt nicht mehr her. Es tut uns ehrlich leid.“

Kölner Anwohnerin: „Da bin ich an Karneval anderes gewohnt“

Eine Anwohnerin, die das Foto der langen Schlange aufnahm, berichtete, so etwas in den vergangenen 26 Jahren noch nicht erlebt zu haben. „Natürlich waren die Wartenden nicht kostümiert und waren sehr ordentlich und ruhig. Da bin ich an Karneval anderes gewohnt.“ Ein Nutzer auf Facebook, der ab 14.40 Uhr anstand, machte den Vorschlag: „Nur noch drei Karten pro Person verkaufen.“

Daniel Rabe, der Betreiber der „Bagatelle“, zeigte sich von dem enormen Interesse überrascht. „Es ist dieses Jahr krass, das habe ich in 25 Jahren Karneval noch nicht erlebt“, erklärte er gegenüber „Köln0221“. Der Gastronom erwartet „überall ein sehr gutes Karneval“, hofft aber zugleich, dass sich die Feiernden nicht ausschließlich auf die Südstadt konzentrieren.

Am 11.11. hatte sich die Südstadt, insbesondere die Gegend um den Chlodwigplatz, neben dem Zülpicher Viertel zu einem weiteren Anziehungspunkt für junge Feiernde entwickelt. Dies führte zu Problemen wie großen Müllmengen und Wildpinkeln, woraufhin Anwohnerinnen und Anwohner protestierten.

Deswegen steht die Südstadt nun im Fokus von Polizei und Stadtverwaltung. Im Rahmen der Präsentation eines Sicherheitskonzeptes wurde angekündigt, dass unter anderem zusätzliche Toiletten und Abfalleimer bereitgestellt sowie mehr Sicherheitskräfte eingesetzt werden sollen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.