Köln – Anfang des Jahre kündigte die Veranstalter für Köln noch das „Konzertjahr der Superlative an“ und ein Stelldichein der Weltstars an. Seit der Einigung von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der 16 Bundesländer vom Mittwoch ist das Makulatur. Bis zum 31. August sind alle Großveranstaltungen untersagt, zudem bleiben Opern, Theater, Museen, Kinos, Freizeitparks vorerst dicht.
Stadionkonzert Wie in den Vorjahren sollte die fußballfreie Sommerzeit im Rheinenergie-Stadion mit Konzerten überbrückt werden. „Wir sind natürlich sehr traurig, dass die Konzerte von Iron Maiden, Kasalla und den Fantastischen Vier nicht wie geplant stattfinden können“, sagt Lutz Wingerath, Chef der Kölner Sportstätten. Man habe bereits seit Längerem damit gerechnet und seit Mittwoch nun Gewissheit. Man sei im engen Austausch mit den Veranstaltern und suche nach Lösungen, damit die Konzerte nachgeholt werden könnten. „Ob das klappt und wann das sein könnte, kann man aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.“ Es ist aber davon auszugehen, dass zumindest das weitgehend in Eigenregie organisierte Konzert von Kasalla im kommenden Jahr nachgeholt wird – dafür waren schon rund 40 000 Tickets verkauft worden.
Lanxess-Arena In Europas größter Multifunktionshalle werden rund 70 Veranstaltungen ausfallen, zu denen mehr als 800 000 Besucher erwartet wurden. Betroffen sind Konzerte von Weltstars wie Sting, Billie Eilish und Alicia Keys, aber auch Sportveranstaltungen wie die Finalspiele der europäischen Champions League im Handball – diese sollen nun am 28. und 29. Dezember stattfinden. Arena-Chef Stefan Löcher befürchtet für dieses Jahr einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe.
Gamescom Das weltgrößte Games-Event findet rein digital statt – die Besucherbereiche in den Messehallen kann es 2020 nicht geben. Neben bewährten Formaten wie „Opening Night Live“ oder „Gamescom now“ wird derzeit mit Hochdruck am Ausbau dieser und der Einführung zusätzlicher Module gearbeitet. Auch die Entwickler-Konferenz devcom wird ausschließlich digital stattfinden. Erste konkrete Informationen dazu werden Mitte Mai bekanntgegeben.
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Copyright: Matthias Heinekamp/Nikolas Janitzki/Tobias Hahn
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Fest steht, dass nicht nur den Besuchern die bereits bezahlten Tickets erstattet, sondern auch den Ausstellern die an die Kölnmesse geleisteten Zahlungen zu 100 Prozent zurückerstattet werden. Messe-Geschäftsführer Oliver Frese: „Als Veranstalter schmerzt uns diese Entscheidung genauso, wie es die halbe Million Fans der gamescom trifft, die jedes Jahr nach Köln kommen, um gemeinsam Games zu feiern.“
Kölner Lichter Noch schwankt Werner Nolden als Veranstalter der Kölner Lichter (18. Juli) zwischen einer Absage und einer Verschiebung. Ein neuer Termin für dieses größte Höhenfeuerwerk Deutschlands müsse ja auch mit den „Rhein in Flammen“-Veranstaltungen in Bonn und Koblenz abgestimmt werden, die ebenfalls neue Termine suchten. Nolden: „Überall sind ja dieselben 55 Personenschiffe im Einsatz.“
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