„Köln engagiert“Die Gewinner des diesjährigen Ehrenamtspreises der Stadt Köln stehen fest

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Das Bild zeigt die Ehrenamtspaten Tuğba Tekkal und Toni Schumacher zusammen mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Die Ehrenamtspaten Tuğba Tekkal und Toni Schumacher verleihen zusammen mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Kölner Ehrenamtspreis.

Ausgezeichnet sind unter anderem zwei Projekte zur Erinnerungskultur und der ehrenamtliche Richter Haksun Gülcicek.

Mit dem Ehrenamtspreis „Köln engagiert“ möchte die Stadt Köln jedes Jahr die Bedeutung von besonderen Beiträgen zur Gesellschaft hervorheben. Das Preisgeld beträgt insgesamt 13.000 Euro. Für dieses Jahr hat die unabhängige Jury sechs Preisträger aus den 124 Bewerbungen ausgewählt.

Parallel dazu wurde auch der „Miteinander-Preis Köln“ vergeben, der ehrenamtliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund würdigt. Die Preisverleihung findet am Sonntag (18. August) im Historischen Rathaus statt. Überreicht werden die Preise von Henriette Reker und den beiden Ehrenamtspaten Tuğba Tekkal und Toni Schumacher.

Zwei Projekte setzen sich für die Erinnerungskultur ein

Als Einzelpersonen hat die Jury Ulrike Demmig und Petra Pluwatsch-Oehlen ausgezeichnet. Demmig engagiert sich seit 30 Jahren bei dem Verein „Rat und Tat“, der sich für Angehörige von psychisch kranken Menschen einsetzt. Mit ihrer Arbeit als Vorsitzende des Vereins hat sie für ein öffentliches Bewusstsein der Herausforderungen dieser Personen gesorgt.

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Pluwatsch-Oehlen arbeitet seit vier Jahren ehrenamtlich für das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln. Darüber hinaus hat sie das Buch „Verfolgt und nicht vergessen – Geschichten hinter den Stolpersteinen“ geschrieben. Der Band versammelt Lebensläufe, die den verschiedenen Opfergruppen des Nationalsozialismus zugeordnet werden können. Er basiert in Gänze auf ehrenamtlicher Arbeit.

Der Kölner Jugendring engagiert sich für Demokratiebildung

Des Weiteren wurden zwei Vereine mit dem Ehrenamtspreis gewürdigt. Der Verein Kölner Jugendring setzt sich dafür ein, dass Köln eine kinder- und jugendfreundliche Stadt wird. Als Zusammenschluss von insgesamt 22 Jugendverbänden aus Köln legt der Jugendring einen besonderen Fokus auf die Demokratiebildung junger Menschen, unter anderem mit dem Demokratiefestival „Turn Up in CGN“.

Auch für den Verein Zweitzeugen ist die Arbeit mit jungen Menschen ein zentrales Anliegen. Ihm geht es darum, die Erzählungen von Shoah-Überlebenden zu erhalten. Damit die Zeitzeugen nicht verstummen, erzählen die Vereinsmitglieder als Zweitzeugen deren Geschichten weiter.

Auch die Preisträger des Miteinander-Preises stehen fest

Ebenfalls Preisträger sind die Eduard-Mörike-Schule und die Wohnungsbaugesellschaft GAG. Die Schülerinnen und Schüler der Porzer Förderschule organisierten selbständig einen Spendenlauf für Menschen im Kriegsgebiet der Ukraine. Die GAG Immobilien AG vermietet in Köln rund 45.000 Wohnungen. Etwa die Hälfte davon ist öffentlich gefördert.

Im Rahmen des „Miteinander-Preis Köln für Demokratie und Vielfalt“ ist der ehrenamtliche Richter Haksun Gülcicek und der Verein Promo Guinée Afrika ausgezeichnet worden. Gülcicek arbeitet seit 30 Jahren als Fußballtrainer für Kinder. Seit 2020 ist er vereidigter Schiedsamtsleiter von Köln-Porz und damit der erste türkischstämmige Schiedsmann in Köln.

„Promo Guinée Afrika“ unterstützt seit 2015 die Bemühungen von Geflüchteten aus Guinea und angrenzenden Ländern Westafrikas. Dazu gehören individuelle Beratung, die Begleitung zu Behörden und Ärzten sowie zahlreiche Orientierungsseminare. Ein Großteil der Hilfe kann in den Muttersprachen der Geflüchteten angeboten werden.

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