Anmeldeverfahren GrundschulenDas plant die Stadt Köln zur Unterstützung der i-Dötzchen mit weiten Wegen

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Kinder mit Ranzen gehen eine Schultreppe hoch.

Noch nicht alle künftigen Kölner Grundschüler haben Bescheid bekommen, dass sie einen Platz haben.

Die Stadt zieht Zwischenbilanz: Die meisten Kinder haben einen Platz an ihrer Wunschschule. Andere bekommen Unterstützung.

Die Stadt hat eine vorläufige Zwischenbilanz für das Anmeldeverfahren an den Grundschulen gezogen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 9.917 Kinder an den Kölner Grundschulen angemeldet. Von diesen erhielten 9.565 Kinder einen Platz an ihrer Wunschschule.

352 Kölner Familien gingen an ihrer Wunschschule leer aus und erhielten einen Vorschlag für einen Platz an einer anderen Grundschule. Allerdings haben ein halbes Jahr nach Beginn des Anmeldeverfahrens immer noch nicht alle Kölner Familien ihre Annahmebescheide: An Grundschulen, an denen Eltern Widerspruch gegen die Ablehnung eingelegt hätten, verzögert sich nach Angabe der Stadt der Versand der Aufnahmebescheid für alle Kinder weiter. Darauf habe die Stadtverwaltung keinen Einfluss.

Übernahme von Taxikosten für Kölner Kinder mit weiten Schulwegen

Wie viele Kinder nun im neuen Schuljahr als Erstklässler weite Wege zurücklegen müssen, sagte die Stadt nicht. Auch deshalb, weil das Verfahren wegen der Widersprüche noch nicht abgeschlossen ist. Es seien aber „einige wenige“.

Die Familien der Kinder, die nun Schulwege haben, die länger als 30 Minuten dauern oder nur mit Umstiegen zu bewältigen sind, bekommen nach Angaben der Stadt nach einer persönlichen Beratung individuelle Hilfsangebote je nach Lebenssituation. Diese könnten etwa in einer Freifahrtberechtigung oder einer Übernahme von Taxikosten bestehen.

Unklar ist derzeit, für wie viele Kinder noch Plätze geschaffen werden müssen. Für das Schuljahr 2023/24 hatte die Stadt nämlich 10.735 Familien benachrichtigt und zur Anmeldung aufgefordert – nur 9.917 waren der Aufforderung nachgekommen. Die Stadt hat nun rund 300 Familien, deren Kind noch an keiner städtischen Grundschule angemeldet wurde oder die später nach Köln gezogen sind, nochmals aufgefordert, die Anmeldung umgehend vorzunehmen.

Grundschulen: Fast 600 Kölner Erstklässler müssen wiederholen

Wie viele Kinder nun aktuell noch zu versorgen sind, sei daher derzeit noch unklar und könne erst nach Ablauf der Rückmeldefrist ermittelt werden. Viele Eltern hätten auch deshalb nicht auf das Anschreiben reagiert, weil sie inzwischen nicht mehr in Köln lebten.

Hinzu kommen außerdem in diesem Jahr rund 590 Kinder, die die erste Klasse wiederholen werden. Für diese müssen Plätze geschaffen werden, die damit für die neuen Schulanfängerinnen und -anfänger fehlten. Auch deshalb waren die ursprünglich bestehenden 10.446 Plätze, die für Kölner Erstklässler zur Verfügung stehen, nicht ausreichen.

Neben den vier zusätzlichen Klassen, die bereits vor dem Anmeldeverfahren eingerichtet worden waren, hat die Stadt nun an sieben weiteren Grundschulen je eine zusätzliche Eingangsklasse gebildet.

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