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Stichtag im JanuarKöln hinkt beim Führerschein-Umtausch hinterher – Hunderttausende betroffen

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Diesen rosa Papierführerschein sollten Sie nur noch als Andenken haben – als Dokument ist er ungültig und Sie hätten schon längst einen neuen beantragen müssen.

Diesen rosa Papierführerschein sollten Sie nur noch als Andenken haben – als Dokument ist er ungültig und Sie hätten schon längst einen neuen beantragen müssen.

Der nächste Stichtag naht – und viele Kölnerinnen und Kölner dürften ihn verpasst haben. Wer jetzt nicht handelt, riskiert mehr als Ärger.

In Köln läuft die Uhr für tausende Autofahrerinnen und Autofahrer: Am 19. Januar 2026 (Montag) endet die Umtauschfrist für Führerscheine, die zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurden.

Der Umtausch ist kein freiwilliger Service, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die seit 2013 ein einheitliches und fälschungssicheres Führerscheindokument vorschreibt. Bis spätestens 2033 müssen alle vor 2013 ausgestellten Führerscheine ersetzt sein – gestaffelt nach Geburts- oder Ausstellungsjahr.

Wer zu spät kommt, wird im Ernstfall zur Kasse gebeten

Ein Blick auf die Zahlen zeigt: In Köln ist noch viel zu tun. Seit Beginn der Umtauschaktion im Jahr 2022 wurden laut Stadt 85.865 Führerscheine ersetzt (Stand: 8. Januar 2025). Rechnerisch müssten es rund 233.900 sein.

Die Stadt relativiert diese Lücke jedoch ein wenig. Die Statistik bilde nicht die vollständige Realität ab, etwa wegen Umzügen oder Namensänderungen, die nicht mit dem Führerschein verknüpft seien. Eine genaue Auswertung sei „datenschutzrechtlich nicht zulässig“. Trotzdem wird klar: Viele Kölner haben den Umtausch bislang aufgeschoben – oder schlicht vergessen.

Den Antrag kann man online oder im Kundenzentrum stellen

Wer nach Ablauf seiner Frist weiter mit dem alten Führerschein unterwegs ist, begeht zwar keine Straftat, muss aber mit einem Verwarngeld von zehn Euro rechnen. Vor allem bei Verkehrskontrollen kann das schnell auffallen.

Offizielle Stellen raten deshalb dringend, nicht bis zum letzten Moment zu warten. „Die Stadt empfiehlt, sich frühzeitig im Jahr vorm Fristablauf um den Umtausch zu kümmern“, heißt es aus der Pressestelle. Ein weiterer Punkt: Die neuen EU-Führerscheine sind nur noch 15 Jahre gültig. Wer sehr früh umtauscht, muss also auch früher wieder ran.

Der Umtausch ist in Köln sowohl per Online-Antrag als auch persönlich in den Kundenzentren möglich. Dort sind aber derzeit keine Termine mehr verfügbar. Mit Blick auf die anstehende Frist ist der Andrang spürbar gestiegen. Aus dem Rhein-Sieg-Kreis heißt es bereits: „Kurz vor dem diesjährigen Stichtag zum Führerschein-Umtausch wird unser Straßenverkehrsamt von entsprechenden Anträgen regelrecht geflutet – das Terminkontingent ist bis auf Weiteres erschöpft.“