Vor Schule in WiddersdorfAuch Kasalla spielt Protestkonzert beim Kölner AfD-Parteitag am Sonntag

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Bastian Campmann, Sebastian Wagner, Florian Peil, Rene Schwiers und Nils Plum (v.l.) im Kasalla-Sprinter.

Bastian Campmann, Sebastian Wagner, Florian Peil, Rene Schwiers und Nils Plum (v.l.) im Kasalla-Sprinter.

Zuvor hatten Planschemalöör ein Protestkonzert am 16. Juni vor dem Gymnasium in Widdersdorf angekündigt, wo die Kölner AfD ihren Kreisparteitag abhält.

Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Neue Sandkaul wehrt sich vehement gegen den geplanten Kreisparteitag der AfD am 16. Juni in den Räumlichkeiten der Schule – nun haben nach der Kölner Band Planschemalöör auch Kasalla auf Instagram angekündigt, während des Kreisparteitags ein Konzert vor dem Schulgelände zu spielen. „Wir unterstützen aus vollem Herzen die friedliche Demo vor dem Gymnasium Neue Sandkaul in Widdersdorf gegen den Parteitag der AfD und werden auch vor Ort sein und ein paar Lieder spielen und Worte sagen“, schreibt die Band in einem Instagram-Post.
„Lasst uns mehr zuhören und niemanden sofort ausschließen, der sich gerade eben nicht gehört fühlt und deshalb vielleicht mit dem Gedanken spielt, „jetzt mal die zu wählen“. Sondern versuchen zu verstehen und abzuholen. Aber das gilt nicht für die Köpfe dieser in weiten Teilen rassistischen und rechtsextremen Partei.“

Planschemalöör-Frontsänger Juri Rother sagt in einem Video, das die Band kürzlich auf dem Sozialen Netzwerk gepostet hat: „Wir wollen der AfD keinen Platz bei uns in der Stadt bieten.“ Sie wollen am 16. Juni vor der Schule ein Konzert spielen, das so laut ist, „dass es schwer ist, sich drinnen im Gebäude über die deutsche Leitkultur zu unterhalten“. Um 9 Uhr soll am Sonntag die Demonstration vor der Schule beginnen, ab 10.30 Uhr spielen dann Planschemalöör, heißt es in einem neuen Video von Montagabend. 

Planschemalöör hatte bereits im vergangenen Jahr ein Konzert bei einem Schulfest vor der Gesamtschule Lindenthal angekündigt, in der die Kölner AfD zeitgleich ihren Kreisparteitag abhalten wollte. Die Partei sagte den Kreisparteitag letztlich ab, weil eine „ordnungsgemäße Durchführung“ aufgrund einer „Bedrohungslage durch linke Gegendemonstranten“ und eines Schulfests nicht gewährleistet sei, wie es in einer Begründung der AfD hieß.

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Auch gegen den Kreisparteitag am Gymnasium Neue Sandkaul regt sich Widerstand: Elternvertreter hatten einen Offenen Brief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker geschrieben und die Schulgemeinschaft übergab kürzlich eine auch an Reker adressierte Petition mit 10.000 Unterschriften.

Die Stadt hatte gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklärt, sie sei bei der Vergabe von städtischen Räumen an Recht und Gesetz gebunden. Sie berief sich dabei auf Paragraf fünf des Parteiengesetzes: Werde eine Schule für politische Veranstaltungen genutzt, bestehe im Rahmen der Gleichbehandlung ein Anspruch auf Zugang zu dieser Einrichtung. In diesen Fällen stehe der Verwaltung kein Ermessen zu. (anm)

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