Für die Kölner Schifffahrt gibt es auch im September keine Ruhe. Der Rheinpegel soll weiter drastisch sinken.
Laut PrognosenRheinpegel in Köln soll weiter drastisch sinken

Anfang August stand der Rheinpegel in Köln bei 69 Zentimetern, danach stieg er wieder. (Archivbild)
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Bei rund 108 Zentimetern stand der Rheinpegel in Köln am Donnerstagmorgen (3. September). Bis zum Freitag soll er laut Vorhersage unter die Ein-Meter-Marke fallen, und dann noch weiter.
Am Mittwochmorgen gegen 5 Uhr waren es noch 118 Zentimeter, über einen Tag verlor der Rheinpegel also bereits zehn Zentimeter. Laut der Vorhersage und den Prognosen von „Elwis“, dem Online-Dienst der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, wird sich dieser Negativtrend fortsetzen.
Köln: Rheinpegel soll weiter drastisch fallen
Am Donnerstag fällt der Rheinpegel demnach bereits in den Abendstunden unter die Ein-Meter-Marke und sinkt bis Samstagmorgen noch deutlich auf 89 Zentimeter.
Wie die Werte dann bis zum Montag aussehen sollen, ist Teil der Abschätzung von Elwis. Am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr soll der Rheinpegel in Köln jedoch bei 87 Zentimetern stehen und am Montagmorgen dann bei nur noch 83 Zentimetern.
Kölner Pegel: Eine Entspannung ist noch nicht in Sicht
Innerhalb von weniger als einer Woche hätte der Pegel gemäß dieser Schätzung fast 40 Zentimeter verloren. Wie sich der Trend danach weiter fortsetzen wird, ist derzeit noch unklar. Experten rechnen jedoch nicht mit einer kurzfristigen Entspannung.
Bis es eine solche „substanzielle Entspannung“ gibt, könne es „Anfang Oktober“ werden. Einen historischen Tiefstand hatte der Rheinpegel bei rund 45 Zentimetern Mitte August erreicht. Das Jahresmittel (zwischen 2010 und 2020) lag normalerweise jedoch bei fast drei Metern.
Niedrigwasser erschwert Schifffahrt in Köln, macht sie aber nicht unmöglich
Für die Schifffahrt in Köln heißt das aber nicht, dass keine Schiffe mehr fahren können. Der Rheinpegel in Köln misst zwar die Tiefe des Rheins ab einem festgelegten Nullpunkt, nicht aber die der Fahrrinne.
Die Schiffscrew entscheidet selbst, ob sie bei dem Niedrigwasser noch fahren können oder nicht. Ein behördliches Fahrverbot gibt es nicht. Viele Schiffe reduzieren jedoch ihre Ladung und fahren dann nur noch mit einem Bruchteil der eigentlich möglichen Güter.
