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„Die Wälder brennen“Tausende demonstrieren bei „Globalem Klimastreik“ in Köln

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Teilnehmer der „Fridays for Future“-Bewegung im September 2020 in Köln

  1. Die Klimabewegung „Fridays for Future“ demonstriert am Freitag zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder in großem Stil auf der Straße.
  2. In Deutschland sind rund 400 Aktionen angekündigt – in Köln nehmen mehrere tausend Menschen teil.
  3. So läuft der „Klimastreik“ in Corona-Zeiten auf Kölns Straßen.

Köln – Deutlich mehr als die vorab 3000 angemeldeten Menschen haben bei der Demonstration „Globaler Klimastreik“ von Fridays for Future am Freitag in Köln für organisatorische Herausforderungen angesichts der Corona-Schutzbedingungen gesorgt. Ab 12 Uhr versammelten sich so viele Teilnehmer zu der Veranstaltung, dass der gesamte Hohenzollernring bis zum Friesenplatz und darüber hinaus mit Menschen gefüllt war.

Die Organisatoren hatten mit Kreide Quadrate auf dem Asphalt markiert, auf denen sich jeweils Gruppen aufhalten sollten. Es wurde immer wieder von Ordnern auf die Einhaltung des Mindestabstands und auf die Maskenpflicht hingewiesen.

Bevor sich der Zug mit Sprechchören, Musik, zahlreichen Bannern und Forderungen für mehr Umweltschutz und Klimagerechtigkeit gegen 13.30 Uhr in Bewegung setzte, sprachen Redner zu den Demonstranten. „Die Wälder brennen, das Eis schmilzt, die Meeresspiegel steigen und überall auf der Welt verlieren tausende Menschen ihre Lebensgrundlagen“, sagte Paulina Brünger von Fridays for Future Köln. „Dagegen müssen wir alle gemeinsam etwas tun – und zwar heute, nicht erst morgen.“

Die Demonstration führte über den Hansaring in Richtung Hauptbahnhof und anschließend aus der Innenstadt bis circa 16 Uhr über die angemeldete Strecke durch das Kuniberts- und das Ursulaviertel zurück zum Rudolfplatz. Die Polizei begleitete den Umzug, entlang der Route kam es wegen der Sperrungen vor allem auf den Ringen zu Behinderungen im Verkehr.

Nach Schätzungen von Fridays for Future gab es in Köln nach der Berliner Demo mit 21.000 Menschen die zweitgrößte Veranstaltung des Tages in Deutschland. „Es ist ein starkes Zeichen, dass wir heute hier von Köln und den zahlreichen anderen Klimastreik-Demos aus setzen“, sagte Fridays-for-Future-Sprecherin Ela Wisselinck. „Wir freuen uns, dass sich auch die Kirchen und andere Organisationen mit unserer Bewegung solidarisieren – denn das Problem geht ja alle etwas an.“ Das Kölner Stadtdekanat und das Domforum hatten im Vorfeld zur Unterstützung des Klimaprotests aufgerufen.

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Die Kölner Fridays-for-Future-Sprecherin Ela Wisselink

Tatsächlich beteiligten sich Menschen aus lokalen und überregionalen Initiativen, Vereinen sowie Gewerkschaften und Parteien an der Demo. Abstände wurden weitgehend eingehalten, die Teilnehmer achteten darauf, ihre Masken nur selten abzuziehen. Laut Polizei verlief die Demonstration friedlich und ohne Zwischenfälle. „Eine Teilnehmer-Obergrenze, die zum Abbruch der Veranstaltung führen würde, gibt es bei Einhaltung der Auflagen nicht“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Mit Livemusik und Sprechbeiträgen endete die Veranstaltung mit einer Kundgebung gegen 16.30 Uhr an der Bühne am Rudolfplatz. Die Sperrungen der Straßen wurden anschließen abschnittsweise wieder aufgehoben.

www.fridaysforfuture.org