- Über Köln und die Kölner kann unser Autor Peter Berger manchmal nur den Kopf schütteln – oder schallend lachen.
- In seiner satirischen Köln-Kolumne „Die Woche”, in der er die Nachrichten der vergangenen sieben Tage humoristisch verarbeitet.
- Warum die Kölner sich schon jetzt auf das 49-Euro-Ticket freuen.
Köln – Bloß gut, dass die KVB unserer Vorfreude auf das 49-Euro-Ticket noch rechtzeitig einen Dämpfer verpassen.
2021 haben sich viel mehr Menschen über Verspätungen beschwert als im Jahr zuvor, als sich wegen des Lockdowns kein Mensch auf die Straße traute und die Züge gähnend leer durch Kölle fuhren.
Wer nicht fährt, sich nicht beschwert. Diese bahnbrechende Erkenntnis verdanken wir dem neuen Qualitätsbericht der KVB und können uns schon denken, wie der in Zukunft ausfällt, sollte der Scholzomat das Klimaticket ab 1. Januar tatsächlich ausspucken.
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Wenn sich die Gummizüge unserer FFP2-Masken ineinander verheddern und man die grimmigen Gesichtszüge ihrer Träger trotzdem nur erahnen kann, kriegt das Wort Nahverkehr eine ganz neue Bedeutung.
Alle Menschen in Köln werden sich auf die KVB stürzen
Aber wir wollen nicht unken. Es wird alles anders kommen. Die Kölner werden in einer Mischung aus Klimabewusstsein und Heimatliebe ihre Autos stehenlassen, sich auf ihre KVB stürzen und alles dafür tun, dass sie nicht länger daran schuld sind, wenn sich die Pünktlichkeit weiter verschlechtert.
Sie nicht. Sondern ihre Autos, die am Straßenrand derart knapp an den Schienen parken, dass die Bahn nicht mehr weiterkommt. Oder konsequenterweise gleich im Gleisbett.
Weil es in Köln entgegen der vielen blauen U-Bahn-Schilder, die das suggerieren mögen, eben gar keine U-Bahn gibt, sondern nur eine Straßenbahn, die zum Teil unterirdisch ist.
Und damit das auch so bleibt, werden die Kölner ihre Art von Nahverkehr weiter ausbauen, die Züge und Bahnsteige verlängern, von Osten nach Westen und dann immer weiter in alle Himmelsrichtungen. Bis im Qualitätsbericht keine Verspätungsstatistik mehr erscheint.
Weil alles stillsteht.


