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Eintritt für den Kölner DomDiese dänischen Touristen kaufen die ersten Tickets

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Henrik Kryger und Henriette Kryger sind die ersten, die am 1. Juli ein Ticket für den Dom gekauft haben.

Henrik und Henriette Kryger sind die ersten, die am 1. Juli ein Ticket für den Dom gekauft haben.

Ein Paar aus Dänemark schreibt Geschichte: Die Touristen haben die ersten kostenpflichtigen Tickets für den Kölner Dom gekauft.

Henrik und Henriette Kryger aus Dänemark sind die ersten, die vor Ort Tickets für den Kölner Dom gekauft haben. Am Mittwochmorgen bezahlten sie jeweils 12 Euro – so viel kostet seit dem 1. Juli der reguläre Eintritt für den Kölner Dom. Pünktlich um 9 Uhr betrat das Paar den neuen Ticketshop des Kölner Doms am Roncalliplatz 2, nachdem dieser von mehreren Mitarbeitern geöffnet worden war.

Überrascht sind die beiden nicht, dass sie für den Dom Eintritt bezahlen müssen – sondern eher davon, dass ihr Ticketkauf so viel Aufmerksamkeit bekommt. Aus anderen Städten wie beispielsweise Barcelona seien sie es gewohnt, Eintritt zu zahlen, erzählen sie.

Schule kann sich den Dom-Eintritt nicht leisten

Jara (18) ist am Mittwoch mit einem Schulausflug in Köln. Ihr Projektkurs wollte sich den Dom von innen anschauen und anschließend mit einer VR-Tour vergleichen. Über die Medienstelle ist die VR-Tour für sie und ihre Mitschüler kostenlos. Der Eintritt in den Dom nicht.

Den kann sich die Schule nicht leisten, sagt ihre Lehrerin Raija Kilian (57). Sie sieht das Problem der Finanzierung, findet aber: „Wer Kirchensteuer zahlt, müsste so reinkommen“. Jara ging schließlich über den Nordeingang in den Dom und konnte sich wenigstens einen kleinen Teil des Doms anschauen, während sie eine Kerze anzündete.

Schlange löste sich schnell wieder auf

Insgesamt war die Besucheranzahl am Morgen aber überschaubar. Lediglich kurz vor der Öffnung bildete sich eine lange Schlange vor dem Hauptportal des Doms, die sich jedoch schnell wieder auflöste. Vier Mitarbeitende bedienten die Ticketschalter, die jedoch noch nicht voll ausgelastet waren. So blieb genug Zeit, um einem Stadtführer eine Eselsbrücke für den neuen Eintritt mit auf den Weg zu geben: „Zwölf Euro – wie die zwölf Apostel.“

Der Preis gilt an den meisten Tagen und generell für alle Menschen ab 14 Jahren – es gibt aber auch Ausnahmen zu bestimmten Feiertagen. Zudem soll der Dom für Gottesdienstbesucher, Betende sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins über den Nordeingang demnach kostenfrei bleiben, während am Westeingang Eintritt kassiert wird.

Neben dem Ticketverkauf vor Ort können Eintrittskarten auch online erworben werden. In rund zwei Wochen hat der Kölner Dom bislang etwa 4000 Eintrittskarten verkauft, das sagte Domsprecher Markus Frädrich der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).