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Musikalische Premiere
Klaus der Geiger gibt mit Enkelin Straßenkonzert in der Kölner Südstadt

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Mann, der mit Geige und Mikrofon vor einem Notenständer steht, im Hintergrund sieht man zwei weitere Musiker mit einer Gitarre und einer E-Gitarre.

Auf dem Konzert wird der 83-Jährige eigene Songs präsentieren.

Klaus der Geiger kennt sich aus mit Straßenmusik, er hat jahrzehntelang auf der Schildergasse gespielt. Das Konzert mit seiner Enkelin ist ein Novum.

Der bekannte Straßenmusiker Klaus der Geiger, der mit bürgerlichem Namen Klaus von Wrochem heißt, tritt am Samstag (3. Juni) zum ersten Mal zusammen mit seiner Enkelin Celina in der Kölner Südstadt auf. Das Straßenkonzert, auf dem unter anderem Lieder des Kölner Urgesteins gespielt werden, findet um 16 Uhr am Eierplätzchen auf der Mainzer Straße 37 statt.

Der mittlerweile 83-Jährige hat erst vor Kurzem sein erstes Album veröffentlicht, das vor allem rockig ist und einige politische Botschaften enthält. Er ist bereits mit mehreren seiner Kinder aufgetreten, die inzwischen selbst in Bands spielen. Das Konzert mit seiner Enkelin ist für den vielfachen Opa dagegen eine Premiere. Celina wurde schon mit fünf Jahren von ihrer Großmutter das Instrument beigebracht und dadurch früh Mitglied des „verrückten Hippie Geigenclans“ von Klaus dem Geiger, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Kölner Südstadt: Enkelin von Klaus dem Geiger startet mit Band durch

Ebenfalls auftreten wird Celinas Newcomer-Band „Lina Bó“, bestehend aus der Kölnerin und dem Flensburger Bo, der auch aus einer Musikerfamilie stammt. Das deutsche Retro-Pop-Duo mit südamerikanischen Einflüssen hat sich während des Studiums kennengelernt und im Februar und April 2023 seine ersten Singles „Weiblich“ und „Hallo Welt“ veröffentlicht. Der neue Song „Regen in der Wüste“ folgt am 30. Juni, eine stripped-down Version wird das Paar bereits am Samstag zum Besten geben gibt. 

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Klaus der Geiger hat in der Vergangenheit jahrzehntelang auf der Schildergasse gespielt und dabei immer wieder Anzeigen wegen verschiedener Ordnungswidrigkeiten erhalten.

Vor seiner Rückkehr nach Köln in den siebziger Jahren arbeitete Celinas berühmter Opa fünf Jahre lang als Komponist in den USA, wo er sich der Hippiebewegung und den Anti-Vietnam-Demonstrationen anschloss. Er ist bekannt für seine politischen Texte, zum Beispiel über die Klimakrise.