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Kölner Open AirBrings und Beethoven-Orchester auf dem Roncalliplatz – Das erwartet die Zuschauer

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Brings und das Beethoven-Orchester Bonn live auf dem Roncalliplatz - im August 2023 wird ein Jahr nach den Bläck-Fööss-Konzerten vor dem Dom populäre Klassik aufgeführt.

Die Sonne über Köln am Montag würden sie wohl nehmen, aber angesichts der Temperaturen konnte man sich ein Open-Air-Konzert zumal mit klassischen Instrumenten nur bedingt vorstellen. Trotzdem ist die Vorfreude groß: Brings und das Beethoven-Orchester Bonn werden im kommenden Sommer zwei gemeinsame Konzerte auf dem Roncalliplatz geben.

Brings und Beethoven-Orchester: Klassikkonzert der besonderen Art

Am 18. und 19. August 2023 werden jeweils 4905 Besucher in drei Blöcken auf Sitz- und Stehplätzen vor der Kulisse des Kölner Doms ein Klassikkonzert der besonderen Art erleben können. „Für uns schließt sich ein Kreis“, sagte Orchesterdirektor Michael Horn, den ersten Kontakt mit Christian Blüm und Veranstalter Martin Nötzel habe es bereits 2016 gegeben, die Zusammenarbeit sei „fantastisch. So haben Sie Brings noch nicht gehört – eine explosive Mischung“.

So haben Sie Brings noch nicht gehört – eine explosive Mischung
Michael Horn, Beethoven-Orchester

Vor etwas mehr als einem Jahr hatten die beiden Klangkörper das zusammen eingespielte Album „Alles Tutti“ im Domforum vorgestellt, jetzt wollen die fünf Rocker von Brings und die rund 60 Musiker des Orchesters unter der Leitung des Generalmusikdirektors Dirk Kaftan (der wegen Krankheit nicht anwesend sein konnte) ihre Musik auch live vorstellen. Dirigent Kaftan, der von der Zusammenarbeit sehr angetan war, hatte damals den Dialog und den Spaß der beiden so unterschiedlichen Gruppen hervorgehoben: „In der Musik gibt es nur gut und schlecht - ansonsten gibt es keine Grenzen.“

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Und auch wenn es bereits 2020 in kleinerem Rahmen ein erfolgreiches Konzert in Bonn gegeben hatte, ist Bassist Stephan Brings durchaus voller Respekt vor der kommenden Aufgabe: „Nach Weihnachten gehen wir erstmal in die Session, aber nach Aschermittwoch müssen wir mit den Proben anfangen. Da kommt echt ein Stiefel Arbeit auf uns zu.“

Mit einem Orchester zu spielen verlange eine ganz andere Genauigkeit, als wenn man sich nur auf die Bandkollegen einlassen müsse. „Zumindest ich muss alle grauen Zellen aktivieren“, sagt der Autodidakt grinsend.

Auch Schlagzeuger Christian Blüm spricht von einer „großen Herausforderung“, zumal er als einziger studierter Musiker bei Brings sozusagen der Verbindungsmann zu Dirigent Kaftan ist. „Das ist stellenweise echt anstrengend.“ Peter Brings erinnert sich an das erste gemeinsame Konzert mit Orchester, bei dem Brings in Schwarz und die Orchestermusiker im Brings-Karo auftraten. Bei „Hallelujah“ sprangen die Leute auf und sangen – ein bis dato nicht gekanntes Erlebnis für die Klassiker.

Auf der Domplatte spielen zu dürfen ist, wie wenn du als Kind an Weihnachten die Tür zum Wohnzimmer aufmachen durftest
Peter Brings, Sänger

„Auf der Domplatte spielen zu dürfen ist, wie wenn du als Kind an Weihnachten die Tür zum Wohnzimmer aufmachen durftest“, sagt der Sänger, der an den beiden Abenden den der Pandemie zum Opfer gefallenen 30. Bandgeburtstag nachfeiern will.

Neu arrangierte Lieder und Songs aus „Alles Tutti“

Gespielt werden in rund zwei Stunden einige neu arrangierte Nummern sowie die Songs aus dem „Alles Tutti“-Album, darunter eine Weltpremiere: Zum berühmten Walzer Nr. 2 von Shostakovich hat Peter Brings einen Text geschrieben: „Schlaf gut, mein Land“, eine Hymne für die Flüchtlinge dieser Welt und ihren Traum vom Glück.

Dank der Unterstützung von Sponsoren (Sparkasse Köln-Bonn, Dirk Müller) konnten die Ticketpreise in guter Brings-Tradition niedrig gehalten werden, schon ab 36 Euro gibt es Karten.

kunstrasen-bonn.de

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