Kölns Problem-Baustelle nähert sich laut Stadt dem Ende, zumindest was den reinen Bau angeht. Ob die Häuser auch funktionieren, ist noch offen.
Bühnen-SanierungKölner Schauspielhaus ist zu 99 Prozent fertig

Blick in den Opernsaal Anfang Oktober.
Copyright: Arton Krasniqi
Das Kölner Opernhaus am Offenbachplatz ist seit Ende Oktober nach rund 13,5 Jahren zu 100 Prozent baulich fertiggestellt. Das hat die Stadt Köln in ihrem Bericht zur Sanierung für die Monate August bis Oktober am Dienstag mitgeteilt. Demnach sind nur noch einzelne Mängel bis Ende November zu beseitigen.
Das Schauspielhaus ist zu 99 Prozent fertiggestellt, Kinderoper und Kleines Haus zu 94 Prozent. Die Arbeiten an den beiden letzteren sollen bis Ende des Jahres beendet sein, am Schauspielhaus bis Ende November. Damit liegt das Projekt im zuletzt avisierten Zeitplan.
Der Projektsteuerer schreibt: „Die im Juli 2024 eingeleiteten Maßnahmen zur Fertigstellung des Gebäudeensembles am Offenbachplatz laufen weiterhin planmäßig.“ Damals übernahmen Baudezernent Markus Greitemann und der externe Projektleiter Jürgen Marc Volm vom damaligen Sanierungschef Bernd Streitberger und organisierten die Baustelle neu.
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Die Baustelle der Bühnen am Offenbachplatz.
Copyright: Arton Krasniqi
Dass die Häuser baulich fertiggestellt sind, bedeutet aber nicht, dass dort direkt Aufführungen stattfinden können (wir berichteten mehrfach). Das Bauaufsichtsamt hat am 22. Oktober das sogenannte Baukontrollverfahren eingeleitet. Es soll sicherstellen, dass das Bauprojekt den Vorschriften entspricht.
Eröffnungsfest geplant
Ab Anfang des neuen Jahres beginnt die Inbetriebnahme. Wichtig ist, ob die technischen Anlagen, etwa beim Brandschutz, miteinander wie geplant harmonieren und funktionieren. Das soll bis voraussichtlich April 2026 abgeschlossen sein, danach erfolgen die Abnahmen durch die Behörden und später ziehen Oper und Schauspiel aus ihren Interimsspielstätten im Rechtsrheinischen zurück an den Offenbachplatz.
Anfang Oktober hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass die vier Häuser nach 14 Jahren Sanierung am 19. und 20. September 2026 mit einem Fest für die Bevölkerung öffnen sollen. Vier Tage später, am 24. September, soll der feierliche Festakt folgen.
Die Kosten für Bau, Interim, Planung und Finanzierung betragen rund 1,465 Milliarden Euro. Die reinen Baukosten sind mit 798,6 Millionen Euro angegeben, es waren mal 253 Millionen Euro geplant. Ob die knapp 800 Millionen Euro reichen, ist offen. In allen Bereichen der Baustelle fordern die Firmen laut Stadt mehr Geld.

