Abo

Navigation

KStA PLUS abonnieren

Abo-Angebote

Artikel teilen

Schriftgröße ändern

Artikel zur Merkliste hinzugefügt

Rückgangig

Artikel von der Merkliste entfernt

Sie folgen nun

Rückgangig

Sie folgen

Baubeginn wohl erst 2024 Verwirrung um Sanierung der Kölner Zentralbibliothek

Das Bild zeigt Besucher, die sich vor der Zentralbibliothek am Josef-Haubrich-Hof aufhalten.

Die Sanierung der Zentralbibliothek dauert länger als geplant. 

Mehr als eine Million Besucher kommen üblicherweise in die Kölner Zentralbibliothek. Doch nun brauchen sie mehr Geduld als gedacht, die Sanierung des Hauses von 1979 verzögert sich weiter.

Die Sanierung der Kölner Zentralbibliothek dauert laut eines am Montagmorgen von der Stadt veröffentlichten Bericht länger als geplant. Darin nennt die Stadtverwaltung das vierte Quartal 2027 als Zeitspanne, in der das Haus am Neumarkt an die Bibliothek übergeben wird. Das wäre demnach Oktober bis Dezember in fünf Jahren.

Da sanierte Häuser von der Fertigstellung bis zur tatsächlichen Eröffnung noch für den Betrieb hergerichtet werden müssen, ist zumindest davon auszugehen, dass die Bibliothek erst 2028 eröffnet. Ende des vergangenen Jahres war die Stadt noch von Anfang des Jahres 2027 ausgegangen.

Im zweiten Quartal 2023 soll der Generalunternehmer für das Projekt den Auftrag erhalten, 2024 der Bau beginnen. Das bedeutet: Die Sanierung inklusive neuer Haustechnik und Fassade beginnt laut des Berichts neun Jahre, nachdem der Stadtrat die Planung 2015 genehmigt hatte und sechs Jahre nach dem Baubeschluss im Jahr 2018. Die Kosten gibt die Stadt mit 81,5 Millionen Euro an.

Alles zum Thema Neumarkt

Das bedeutet: Die Sanierung inklusive neuer Haustechnik und Fassade beginnt neun Jahre, nach dem der Stadtrat die Planung 2015 genehmigt hatte und sechs Jahre nach dem Baubeschluss im Jahr 2018. Zwischen Baubeschluss und Eröffnung liegt rund ein Jahrzehnt, das liegt auch daran, dass sich die Bibliotheksleitung mitten im Verfahren ein neues Nutzungskonzept gewünscht hatte. Das kostete Zeit und Geld. Das städtische Großbauprojekt hat es damit ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes geschafft als Beispiel für besonders drastische Fälle von Steuergeldverschwendung.

Am Nachmittag teilte die Stadt überraschend mit: „Aufgrund eines internen Übertragungsfehlers wurde ein Bericht übermittelt, der nicht der aktuellen Indexierung entspricht.“ Es gelte weiterhin 2026 als Bauende. Das ist umso bemerkenswerter, weil die neuen Daten im Vergleich zum vorigen Bericht in roter Schrift hinterlegt und verändert waren. Mehr Klarheit als den einen Satz brachte die Verwaltung nicht in die Angelegenheit.

Das Bild zeigt ein Straßenschild mit der Aufschrift „Hohe Straße“, zusätzlich sind viele Passanten sowie Geschäftshäuser zu sehen.

Rechts im Bild ist die gelante Interimsheimat der Zentralbibliothek zu sehen, in dem Haus befindet sich auch der Lego-Laden. 

Die Verzögerung hätte Konsequenzen für viele Kölnerinnen und Kölner. Üblicherweise kommen jährlich mehr als eine Million Menschen in das Gebäude am Josef-Haubrich-Hof. Doch es stammt aus dem Jahr 1979 und ist in die Jahre gekommen.

Als Interimsheimat lässt die Stadt gerade ein Geschäftshaus in der Hohe Straße umbauen, es steht 800 Meter von der Zentralbibliothek entfernt, aktuell läuft der Rückbau. Eigentlich sollte das Interim 2023 eröffnen. Ob dieser Zeitplan gehalten werden kann, galt am Montagmorgen als fraglich.