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Verkehrsausschuss Sperrung der Zülpicher Straße wird wohl verlängert

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Die Zülpicher Straße bleibt gesperrt.

Köln – Die Indizien mehren sich, dass die Zülpicher Straße auf Höhe der Universität dauerhaft gesperrt bleiben könnte. Der Verkehrsausschuss hat die weitere Sperrung der Zülpicher Straße auf der Höhe zwischen Uni-Mensa und Wilhelm-Waldeyer Straße beziehungsweise Meister-Ekkehart-Straße zugestimmt – zunächst ohne zeitliche Befristung.

Fahrradstraße an der Uni-Wiese

Erste bauliche Maßnahmen könnte darauf hindeuten, dass es um eine langfristige Lösung handelt. Denn einerseits soll der Bereich zwischen Universitätsstraße und Paula-Kleinmann-Weg an der Uni-Wiese als Fahrradstraße ausgewiesen werden.

Andererseits soll der Straßenbelag, aus dem derzeit radunfreundliche Pflastersteinen herausragen, saniert werden. Letztlich beschloss der Ausschuss, dass Planungen zur Umgestaltung des Bereichs zwischen Universitätsstraße und der Bahnunterführung Dasselstraße in Auftrag gegeben werden sollen – mit Varianten mit und ohne Auto-Verkehr. Christoph Schmidt vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) würde eine Sperrung freuen. 

Alles zum Thema ADFC

„Es wäre ein Traum, wenn die Zülpicher Straße einmal bis zum Ring gesperrt würde“, sagte der dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Eine Sperrung bis zur Dasselstraße sei aber auch eine gute Alternative.

Aufwertung der Zülpicher Straße

Das sieht Ratsherr Dirk Michel (CDU) nicht anders: Die Sperrung sei sinnvoll, weil damit die Zülpicher Straße sowie der Bahnhof Süd stark aufgewertet würden. Das sei gut für Radfahrer und Fußgänger, für die Geschäftsleute vor Ort, für die Universität und den Grüngürtel, der an dieser Stelle zusammenwachsen könnte.

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Die umliegenden Straßen wie Luxemburger Straße, Lindenstraße und Bachemer Straße hätten genug Kapazität, um die 5500 Autos, die täglich über die Zülpicher Straße fahren, aufzunehmen. „Die Zülpicher Straße ist keine Hauptstraße für den Autoverkehr“, so Michel. Das zeigt auch eine Untersuchung der Stadt, die Anfang des Jahres vorgestellt wurde.

Keine Gefahrenstellen

Mittlerweile liegen auch Einschätzungen von Polizei und Feuerwehr vor. Gefahrenstellen konnten die Behörden nicht ausgemacht werden, Fußgänger und Radfahrer nutzten ohne Probleme die Zülpicher Straße zwischen Universitätsstraße und Mensa, schreibt die Polizei in einem Erfahrungsbericht. Aus Sicht der Polizei ist „die hier vorhandene Sperrung ein Sicherheitsgewinn“. Auch die Feuerwehr teilt grundsätzlich diese Einschätzung, schränkt aber ein, dass sich Feuerwehrfahrzeuge mitunter durch enge Nebenstraße wie den Zülpicher Wall und die Otto-Fischer-Straße einen Weg bahnen müssten.

Auch die Auswertung einer Info-Veranstaltung für die Bürger ergab, dass eine Mehrheit die Sperrung befürwortet: Von 192 Rückmeldungen an die Stadt waren 78 positiv, 39 negativ und 75 neutral. Zuvor hatte die Bezirksvertretung Lindenthal der erneuten Sperrung zugestimmt.