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TierlebenKröten wandern auch in Köln wieder – Nabu bittet um Rücksicht

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Auf einer Straße kauert eine Kröte, die eine andere auf dem Rücken trägt.

Erdkröten leben gefährlich, wenn sie eine Straße überqueren.

Im Frühling regen sich auch die Kröten: Der Nabu bittet daher Autofahrer vorsichtig zu sein und in Weihernähe besonders aufzupassen.  

Mit den steigenden Temperaturen erwachen Pflanzen und Tiere aus dem Winterschlaf. Es sprießt, grünt, kreucht, fleucht und hüpft auch manchmal: Amphibien haben den Weg in ihre Laichgewässer angetreten. Konkret handelt es sich vor allem um Erdkröten und Grasfrösche, die an ihren Hinterbeinen zu unterscheiden sind: „Frösche verfügen über lange, kräftige Hinterbeine, mit denen sie besonders weit springen und sich schnell im Wasser fortbewegen können“, schreibt Birgit Röttering vom Nabu. „Kröten hingegen haben deutlich kürzere und kräftigere Hinterbeine. Statt weiter Sprünge bewegen sie sich meist laufend oder in kleinen Hüpfern vorwärts.“

Radler übersehen Kröten auf dunklen Wegen – Nabu bittet um Vorsicht

Beim Kriechen und Hüpfen in Richtung Wasser kommen die Tiere allerdings leicht unter die Räder: „Sie müssen häufig Straßen überqueren, selbst auf schmalen Wegen rund um die Gewässer werden sie oft übersehen“, so Röttering. Der Nabu Köln bittet daher alle Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksicht.“ Auch Radler würden die Kröten und Frösche leider oft überfahren. Gerade auf dunklen Wegen seien die Tiere schwer zu erkennen.

Vor allem seien diese am Militärring in der Nähe der Weiher, wie beispielsweise dem Decksteiner Weiher, unterwegs, schildert Röttering. Ehrenamtliche Helfer und Helferinnen haben zum Schutz der Amphibien an mehreren Straßen in ganz Köln Schutzzäune errichtet, unter anderem an der Berrenrather Straße. Dort werden die Tiere an den Zäunen aus den Eimern gesammelt und sicher über die Straße getragen.

Laut Nabu kann man die Erdkröten und Grasfrösche an folgenden weiteren Merkmalen erkennen: Beide Arten werden bis zu elf Zentimeter groß. Erdkröten sind allerdings bräunlich gefärbt und mit einer Vielzahl von Warzen ausgestattet. Die Unterseite ist schmutzig-weiß und manchmal grau gesprenkelt. Die Grasfrösche sind hingegen gelb-, rot- bis schwarzbraun und besitzen häufig größere Flecken, welche die Grundfarbe fast verdecken können. Das Trommelfell ist auffallend dunkelbraun und fast so groß wie die Augen.

Radler und Autofahrende, die diese Tiere sehen und ihnen „Vorfahrt“ gewähren, können sich schon auf den Anblick des Nachwuchses freuen, wenn sich im Sommer am Decksteiner Weiher wieder Tausende Mini-Frösche und -Kröten auf den Rückweg machen.