Abo

Live-Talk „100 Ideen für Köln“Warum ist Köln so dreckig, Herr Thalau?

3 min
AWB-Geschäftsführer Thomas Thalau

AWB-Geschäftsführer Thomas Thalau 

Der Chef der Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe, Thomas Thalau, und die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner sind zu Gast auf dem Podium.

Sie hat sich schon häufig lautstark über die Zustände in Köln beschwert, vor allen Dingen über Müll und Uringestank rund um den Dom: die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner, heute Präsidentin des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV). Und er ist kraft seines Amtes zuständig für die Sauberkeit in der Stadt: der AWB-Chef Thomas Thalau. Beide sind am Dienstagabend zu Gast beim ersten Live-Talk der preisgekrönten Serie „100 Ideen für Köln“ (18.30 Uhr) des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und diskutieren vor Publikum die Frage: Wie kann Köln sauberer werden? 

Auch ein AWB-Mitarbeiter wird zu Wort kommen. Er versucht täglich mit seinen Kolleginnen und Kollegen, die Stadt sauber zu halten. Was erlebt er da draußen? Was macht ihm das Berufsleben schwer? Und könnte ein Sonderbeauftragter für Sauberkeit helfen, die Situation zu verbessern? Auch darüber werden wir sprechen. 

Die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner

Die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner

Einen solchen Posten zu schaffen und den Sauberkeitsbeauftragten direkt dem Kölner Oberbürgermeister zu unterstellen, war eine von „100 Ideen für Köln“, die der „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Vorfeld der Kommunalwahlen im vergangenen Jahr von Leserinnen, Lesern und prominenten Persönlichkeiten der Stadt gesammelt hat. Für diese Serie hat die Lokalredaktion gerade den Deutschen Lokaljournalistenpreis erhalten, vergeben von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Der Live-Talk „100 Ideen für Köln“ ist die Fortsetzung der Serie. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ bleibt dran und verfolgt, was aus den Ideen wird. Welche können umgesetzt werden? Was ist möglich, um die Stadt noch lebens- und liebenswerter zu machen?    

Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, können mitdiskutieren. Wollten Sie den Kölner AWB-Chef schon immer mal fragen: Warum ist Köln so dreckig, Herr Thalau? Dann sind Sie am Dienstag herzlich dazu eingeladen, genau das zu tun. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion gibt es Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum. 

Kölns OB Torsten Burmester wählte die Idee des Sauberkeitsbeauftragten auf Rang zwei

Die Idee des Sauberkeitsbeauftragten stammt von Patrick Adenauer, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Kölner Bau- und Immobilienunternehmens Bauwens. Beim großen Ideen-Finale im vergangenen September wählten sechs der elf anwesenden OB-Kandidaten den Vorschlag unter die Top drei.

„Eine dreckige und an vielen Stellen verwahrloste Stadt ist ein Zeichen von Desinteresse und Kapitulation“, schrieb Adenauer zu seinem Vorschlag: „Man hat das Gefühl: Die Stadtverwaltung hat das nicht mehr im Griff und Politik wie Bürgern scheint es egal zu sein.“ Adenauer forderte eine deutlich höhere Reinigungs-Frequenz vonseiten der AWB und ein härteres und konsequentes Vorgehen des Ordnungsamtes gegen Müllsünder. „Darüber hinaus müsste sich aber auch das Bewusstsein der Kölnerinnen und Kölner ändern“, schrieb Adenauer. Ein Sonderbeauftragter Sauberkeit sollte seiner Ansicht nach 15 Minuten täglich an den OB berichten und eine Verbesserung der Situation vorantreiben. 

Den Live-Talk „100 Ideen für Köln“ veranstaltet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in Kooperation mit der Sparkasse Köln-Bonn. Es moderieren Julia Hahn-Klose und Susanne Rohlfing aus dem Kommunalpolitik-Team der Lokalredaktion. Er findet am 19. Mai um 18.30 Uhr in der Workstage des „Kölner Stadt-Anzeiger“, Amsterdamer Straße 192, 50735 Köln statt. Der Einlass startet ab 18 Uhr. Karten für eine Schutzgebühr von 5 Euro gibt es hier: rausgegangen.de

Zusätzlich verlosen wir 5x2 Karten für die Veranstaltung. Schicken Sie uns bis zum Montag, 18. Mai 2026, 10 Uhr, eine E-Mail mit Betreff „Sauberkeit“ an gewinner-koeln@kstamedien.de. Die Gewinner werden benachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.