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„Kurzfristige Fertigstellung nicht möglich“Zeisbuschweg soll endlich für Schulweg sicher werden

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Der unbefestigte Weg entlang des Zeisbuschwegs

Der unbefestigte Weg entlang des Zeisbuschwegs

Eine Dünnwalder Initiative setzt sich lange dafür ein, dass der Zeisbuschweg sicherer wird. Die BV Mülheim unterstützt die Forderung erneut.

Dass die Überquerung des Zeisbuschwegs in Dünnwald und Höhenhaus problematisch ist, ist schon länger bekannt: Es gibt bereits mehrere Beschlüsse der Bezirksvertretung (BV) Mülheim sowie Bürgereingaben, die zum Ziel haben, die Querung auf Höhe der Straße Am Puffelskooche gerade für Kinder sicherer zu gestalten. Nun war das Thema erneut auf der Agenda der jüngsten Sitzung der BV.

Das Problem: Auf einer Straßenseite des Zeisbuschsweg, kurz vor Haus Haan, gibt es keinen Bürgersteig, sondern nur einen nicht befestigten Weg, der bei Regen zu einem Matschweg wird. Wer allerdings zum Bürgersteig auf der anderen Straßenseite möchte, muss dies ohne Zebrastreifen oder Ampel bewerkstelligen.

Zeisbuschweg führt durch Dünnwald und Höhenhaus

Die Initiative „Sicher durch Dünnwald“ setzt sich schon seit Jahren für die Verbesserung und Erhöhung der Sicherheit ein. „Es kann nicht einfach so bleiben, wie es gerade ist“, sagt Lisa Schmitt-Zeh von der Initiative. Ihr Sohn geht täglich den Weg über den Zeisbuschweg zur Rosenmaarschule, ihre Tochter wird dieses Jahr dort eingeschult. „Kinder wählen den schnellsten Weg, und dafür ist die Straße einfach zu befahren. Wir haben deshalb Angst, die Kinder den Weg alleine gehen zu lassen“, sagt die Mutter.

Meist würden sie und andere Eltern die Kinder zumindest beim Überqueren der Straße begleiten, eigentlich würde Schmitt-Zeh sich aber wünschen, dass die Kinder den gesamten Weg alleine gehen könnten. „Selbst zur Schule zu laufen, bringt den Kindern und allen so viel, sie werden selbstbewusster und sind an der frischen Luft, und der Elternverkehr wird reduziert.“ Eine Lösung müsse also her, sind die Mutter, die Initiative und auch die BV Mülheim also sicher. 

Der Verbindungsweg zwischen Zeisbuschweg und Am Puffelskooche

Der Verbindungsweg zwischen Zeisbuschweg und Am Puffelskooche

Zunächst war der Vorschlag, einen Zebrastreifen direkt am Puffelskooche einzurichten – auf die Beschlüsse hin ist aber nichts passiert. Deshalb wurde die Verwaltung zuletzt 2024 damit beauftragt, den Trampelpfad bis zum Zebrastreifen bei Haus Haan zu befestigen und eine sogenannte wassergebundene Wegedecke (zum Beispiel mit Schotter oder Splitt) anzulegen. Nun erinnerte die BV die Verwaltung an den alten Beschluss. Der Antrag stammte von den Fraktionen der Grünen, Linken und Einzelmandatsträger Philip Laue (Volt) und wurde einstimmig beschlossen.

Sicher durch Dünnwald: Initiative setzt sich für sichere Überquerung des Zeisbuschwegs ein

Damit fordert die BV die Verwaltung auch auf, Unterstützungsangebote aus der Bevölkerung, wo immer möglich, anzunehmen und, sofern die Förderbedingungen erfüllt werden können, sich mit dem Vorhaben bis zum 31. Mai 2026 für die Förderrichtlinie Nahmobilität zu bewerben. Gregor Randerath von der Initiative Sicher durch Dünnwald freut sich über den erneuten Beschluss: „Es muss endlich etwas passieren. Wir favorisieren zwar den Zebrastreifen, aber wenn der Trampelpfad befestigt wird, kann dieser wenigstens sicher und zuverlässig genutzt werden.“

Der Beschluss sei derzeit in Bearbeitung, gibt die Stadt Köln auf Anfrage dieser Zeitung an. Die Umsetzung erfordere allerdings eine umfassende planerische Betrachtung. Grund dafür sei, dass sich der Zeisbuschweg in einem Landschaftsschutzgebiet befinde. „Das bedeutet, dass jede Änderung an der Verkehrsfläche und jeder Eingriff in die Natur einer Bewertung und eines entsprechenden Ausgleichs bedürfen.“ Jede Planung sei laut Stadt daher aufwendig und langwierig.

„Kurzfristige Fertigstellung der Planung nicht möglich“

„Unter Berücksichtigung prioritätenmäßig anderer zu bearbeitender Aufgaben und Maßnahmen ist eine kurzfristige Fertigstellung der Planung nicht möglich“, gibt die Stadt an. „Die Verwaltung kann daher derzeit keinen konkreten Zeitpunkt benennen, wann eine Umsetzung erfolgen wird.“ Auch über mögliche Kosten könne die Stadt derzeit keine Angabe machen.

Aufgrund der gegebenen Sichtverhältnisse und der angeordneten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h sei die Situation aber laut Stadt als verkehrssicher zu betrachten. Das sieht die Initiative Sicher für Dünnwald jedoch anders. „Da der Trampelpfad auch optisch nicht wirklich abgetrennt ist, fahren da Busse teilweise sehr, sehr nah dran lang, und an die 30 halten sich auch viele nicht“, sagt Lisa Schmitt-Zeh.