Am 25. April findet die 15. Mülheimer Nacht im Veedel statt. Rund 40 Lokalitäten sorgen für ein buntes Programm.
Kulturelle Vielfalt im StadtteilMülheimer Nacht 2026 bietet wieder vielfältiges Programm

Am 25. April 2026 findet die 15. Mülheimer Nacht im Veedel statt. (Archivbild)
Copyright: Murad Ghanaimy
Zum 15. Mal dürfte am 25. April ein Ausnahmezustand im Stadtteil herrschen, denn ab 19 Uhr findet die Mülheimer Nacht statt. Sie zieht nicht nur seit Jahren etliche Besucherinnen und Besucher aus der Nachbarschaft in die Lokalitäten, sondern auch Linksrheinische auf die Schäl Sick. Besucherinnen und Besucher können für zehn Euro, ermäßigt acht Euro, eine große Vielfalt an Kultur erleben.
Das Konzept sei das gleiche, erzählt Sarah Plückthon vom Kulturbunker, der das Stadtteilfest organisiert. Das Team schafft den Rahmen für das Event, und kümmert sich unter anderem um die Kommunikation, Flyer, Plakate und die Website. Vergangenes Jahr sei wieder ein Erfolg gewesen, weshalb sich wenig ändere. „Die neue Busroute hat super funktioniert, deshalb wird diese wieder gefahren“, sagt Plückthon. Der kostenlose Bus fährt also wieder im 30-Minuten-Takt die Stationen Kunstwerk, Auenweg, Danzierstraße, Wiener Platz, Keupstraße, Kulturbunker und Bürgerpark Mülheim ab.
Am 25. April findet die 15. Mülheimer Nacht statt
Auch dass ein Euro pro Bändchen sowie 10 Prozent aller Einnahmen an eine lokale, eine nationale und eine internationale Organisation gespendet werden, sei wieder der Fall. Anders sei bloß wieder das Programm in den einzelnen Locations sowie die Liste der Teilnehmenden. In rund 40 Mülheimer Lokalen wird es Ausstellungen, Konzerte lokaler Bands, Inszenierungen, Partys und weitere diverse Aktionen geben. An drei Orten gibt es zudem Essen.
Diverse Lokalitäten sind seit Jahren bei der Mülheimer Nacht dabei und bieten auch diesmal eigene Programme an. Einige pausieren, viele öffnen erneut ihre Türen. So auch das Zoch’s Bistro, das vergangenes Jahr von vielen nicht gefunden wurde. Es liegt im Bezirksrathaus am Wiener Platz und zeigt eine Fotoausstellung des Fotokollektivs Bezirk 9 sowie Konzerte.
Mülheimer Nacht soll kulturelle Vielfalt des Stadtteils zeigen
Und es sind auch wieder einige neue Lokalitäten und Organisationen dabei. So bietet etwa der Kiss e. V., der sich für sexuelle Selbstbestimmung von FLINTA*-Personen einsetzt, am Samstagabend Konzerte, Siebdruck und Karaoke an. Der Graffiti‑Künstler Onkel Dose zeigt neben seiner Atelierausstellung Live‑Art. Auch neu mit dabei ist das Töpferstudio Wabi Sabi, wo es neben einer Töpfer-Session Konzerte und ein DJ-Set geben wird. Im neuen Café Bau gibt es Konzerte, Portraitzeichnungen und Drinks. Bei Korientation, einem Verein für asiatisch-deutsche Perspektiven, wird es den ganzen Abend Karaoke geben.
„Alle rücken mehr oder weniger von ihren alltäglichen Angeboten ab“, sagt Plückthon. Voraussetzung sei, „einmal im Radius zu sein“ und ein kulturelles Programm anzubieten. Die Mülheimer Nacht soll die Vielfalt des Stadtteils zeigen. „Wir organisieren das Event“, sagt Sevgi Demirkaya, „aber es geht um die kulturelle Vielfalt des Stadtteils.“
