Gaming-Convention in KölnKlimaaktivisten unterbrechen Gamescom-Event mit Protestaktion

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Aktivisten der Letzten Generation während eines Protests auf der Gamescom.

Aktivisten der Letzten Generation während eines Protests auf der Gamescom.

Köln wird „nerdig“ und noch bunter: Die Gamescom 2023 ist gestartet. Im Newsblog informieren wir über alles rund um die größte Gaming-Messe.

Die weltgrößte Gaming-Messe Gamescom ist in Köln gestartet. Ab Mittwoch ist die Messe für Fachpersonal, ab Donnerstag auch für Hunderttausende Besucherinnen und Besucher geöffnet. Die wichtigsten Nachrichten und Informationen rund um die Gamescom 2023 im Überblick.

Weltgrößte Gaming-Messe

Die Kölner Gamescom 2023 in Bildern

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+++ Sonntag, 27. August +++

Letzte Generation stört E-Sports-Turnier auf der Gamescom durch Protestaktion

Aktivisten der Letzten Generation haben am Sonntagabend mit einer Protestaktion für eine Unterbrechung eines E-Sports-Turniers auf Gamescom, gesorgt.

Kurz vor Beginn der Siegerehrung betraten sie die Bühne und verteilten oranges Pulver in der Luft. Laut einer Pressemitteilung der Organisation wollten sie mit der Aktion „auf das kriminelle Handeln der Deutschen Regierung“ aufmerksam machen. „Die Regierung, die eigentlich ein Klimaschutzgesetz hat, an das sie sich halten müsste, setzt sich einfach darüber hinweg und schiebt diesen Leuten sogar noch Milliarden an Steuergeldern zu“, so einer der Beteiligten.

Den Veranstaltern der Gamescom wirft die Letzte Generation vor, mit ihrem Motto „Green is the new game” den Klimaschutz nur halbherzig zu unterstützen. „So schön es auch wäre: die Klimakatastrophe ist nichts, das sich erledigt, wenn man beim Ticketkauf einen kleinen Aufpreis zahlt und dafür irgendwo ein Baum gepflanzt wird“, wird ein Aktivist in einem Statement zitiert.

Besucherzahlen der Gamescom 2023 deutlich höher als im Vorjahr

Zu der weltgrößten Computerspiel- und Videospiel-Messe Gamescom sind in diesem Jahr deutlich mehr Menschen gekommen als 2022. Es seien rund 320 000 Besucher gezählt worden, teilten die Veranstalter am Sonntag zum Abschluss der fünftägigen Veranstaltung mit. Im Vorjahr waren es 265 000 gewesen.

Der bisherige Höchstwert war 2019 mit 373 000 erreicht worden, danach folgte eine coronabedingte Präsenzpause, in der die Gamescom nur online stattfand. Zu den Ausstellern gehörten unter anderem Anbieter wie Nintendo, Xbox, Tencent und Ubisoft sowie die Streamingdienste Netflix, Amazon Prime und Crunchyroll.

Die Games-Branche ist schon seit Jahren auf Wachstumskurs, deutsche Entwickler spielen hierbei aber nur eine Nebenrolle. Der Branche wird in Digitalisierungszeiten großes Potenzial bescheinigt, zumal ihre Entwicklungen auch Impulse in anderen Wirtschaftsbereichen setzen könnten, etwa mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Vituellen Realitäten (VR).

Mit einem Förderprogramm stützt der Bund die Games-Branche seit einigen Jahren. Angesichts von Sparzwängen will das Bundeswirtschaftsministerium 2024 aber weniger Geld bereitstellen als 2023 vom Bund kam, was zu Kritik aus der Branche führte: Die deutschen Firmen befürchten Nachteile im internationalen Wettbewerb. (dpa)

+++ Samstag, 26. August +++

Bis morgen! – Gamescom Veranstalter freuen sich auf Tag Fünf

See you tommorrow! - Wir sehen uns morgen, schreibt die Gamescom in ihrem letzten Beitrag des Tages. Auf dem dazugehörigen Video winkt ein Cosplayer mit einer Robo-Maske mit freundlichem Gesicht fröhlich in die Kamera. 

Gamescom sammelt die besten Cosplays in einem Videobeitrag

Habt ihr auch euren Lieblings-Cosplayer getroffen, fragt die Gamescom in einem Beitrag auf X und zeigt ein Video mit den verschiedensten kostümierten Fans aus den verschiedensten Spielewelten.

Gamescom warnt vor möglicher Sperrung der S-Bahn-Station Deutz

Am Abend teilt die Gamescom auf ihrem Account bei X, vormals Twitter, mit, dass die S-Bahn-Station Köln Messe-Deutz möglicherweise kurzzeitig gesperrt werden muss. Aufgrund eines Konzerts und Fußballspiels, heißt es in dem Beitrag. Andere User antworteten jedoch auf den Post des Veranstalters, dass die Haltestelle weiter offen blieb und Polizei und Sicherheitskräfte alles sehr gut im Griff hätten. 

Am Nachmittag und Abend verursachten die Fans des 1. FC Köln sowie Besucherinnen und Besucher auf dem Weg zum Helene Fischer-Konzert in der Lanxess-Arena viel Verkehr. Auch Gamescom-Besucher, die nach Hause wollten, oder sich eine Pause gönnten, waren unter den Menschenmengen. In der Folge waren viele Züge teils stark verspätet. 

Gronkh verbrachte den Tag auf der Gamescom

Am Vormittag kündigt die Gamescom an, dass der bekannte Youtuber „Gronkh“ den Tag auf der Messe am Bethesda-Starfield Truck verbringen werde. Dort traf er auch viele seiner Fans.

+++ Freitag, 25. August +++

Gamescom 2023: Parkplätze um Köln-Messe sind überfüllt

Großer Andrang bei der Gamescom 2023: Rund um die Köln-Messe gibt es keine Parkplätze mehr. Wie die Gamescom gegen 15.30 Uhr via X (Twitter) mitteilte, sind alle Parkplätze rund um das Messegelände voll. Die Messe bittet Besucherinnen und Besucher auf Parkplätze in der Umgebung auszuweichen und die Messe-Parkplätze nicht mehr anzufahren. Dies könnte auch ein Vorgeschmack auf das Wochenende sein, wenn neben der Gamescom auch Helene-Fischer-Konzerte stattfinden und der 1. FC Köln das erste Heimspiel gegen Wolfsburg hat, Köln droht ein Verkehrs-Chaos.

Game-Awards auf Gamescom 2023 verliehen

Auf der Gamescom 2023 werden auch wieder Auszeichnung für die besten Spiele verliehen. Gleich mehrere Awards holte der beliebte Titel „The Lgend of Zelda: Tears of Kingdom“, etwa für das beste Nintendo-Switch-Game. Zu den ausgezeichneten Games gehört unter anderem auch „Mortal Kombat 1“, „Sky: Children of Light“ oder „Pikmin 4“.

Freitag vorzeitig ausverkauft

Nachdem bereits vor dem Start der fünftägigen Veranstaltung keine Tickets mehr für den Samstag zu haben waren, ist mit dem Freitag ein weiterer Messetag vorzeitig ausverkauft. Schon jetzt deutet sich an, dass die Gesamtbesucherzahl von 265.000 in diesem Jahr übersprungen werden dürfte. Denn bei der Gamescom 2022 war nur der Samstag ausverkauft gewesen. Der bisherige Höchstwert ist von 2019 mit 373.000 Besucherinnen und Besuchern.

+++ Donnerstag, 24. August +++

Franziska Giffey sieht auch in Berlin Platz für die Gamescom

Franziska Giffey (SPD) versucht, die Gamescom nach Berlin zu holen. Jetzt nimmt sie in Köln an der Politikarena der Messe teil. Die Berliner Wirtschaftssenatorin diskutiert bei der „Debatt(l)e Royale“ mit NRW-Medienmenister Nathanael Liminski (CDU) über die Förderung der Gamesbranche, eigentlich deutschlandweit. Doch in die Debatte steigt Giffey bereits mit einer unterschwelligen Stichelei ein: „Wir wollen den Game-Standort Berlin nach vorne bringen.“ Liminski kontert: „Nordrhein-Westfalen ist der Place to be der Gamesbranche.“

Giffey sagte später weiter: „Berlin ist sehr, sehr offen, Game-Events oder Messen abzuhalten.“ Liminski konterte: „Ich habe die Kampfansage schon verstanden. Wir haben die Gamescom schon zum Beispiel gegen Frankfurt verteidigt, ich glaube, das wird uns auch bei Berlin gelingen. Einmal Köln, immer Köln.“

Tatsächlich auf die locker geplante Einstiegsfrage der Moderatoren gehen die anderen beiden Gäste ein: Welcher Spieltyp sind sie? Grünen-Geschäftsführerin Emily Büning antwortet wenig überraschend, sie möge Aufbauspiele: Gewinnen sollten die nachhaltigsten Welten.

Bijan Djir-Sarai (Generalsekretär der FDP) spiele gerne Simcity auf dem Tablet – die Begründung amüsiert das Publikum: „Da redet keiner dazwischen, wo der Flughafen hinkommt oder wie laut die Autobahn ist“.

Porträts: Das bunte Publikum der Gamescom

World of Warcraft, Legend of Zelda, Cult of the Lamb – wer sind die Menschen, die sich zur Gamescom entsprechend ihrer Lieblingsspiele kostümiert haben? Hier erfahren Sie es.

Cosplay-Quiz

Hunderte Verkleidete sind unter Zehntausenden von Besuchern auf der Gamescom unterwegs. Unser Quiz fragt: Wen stellen die Kostümierten dar? Testen Sie hier Ihr Wissen!

Netflix mit beliebten Serien vor Ort

Die Streamingplattform Netflix bespielt in diesem Jahr ein großes Areal der Gamescom. Stylistinnen schminken und frisieren Fans im Gothic-Stil der Serie „Wednesday“. Sie lassen sich anschließend mit Accessoires des nachgebauten Sets fotografieren.

Auch die Serie „The Witcher“, die auf dem gleichnamigen Erfolgsspiel basiert, bekam einen großen eigenen Aufbau. Neben einer Bestie, vor der Steinruine der Burg Kaer Morhen wartet ein ganz besonderes Motiv auf die Game- und Serienfans: Zwar steht dort nicht Henry Cavill, aber immerhin ein Hexer in Kostüm, mit dem die Besucher Fotos machen.

Zwar ist es nicht Henry Cavill, aber der „The Witcher“ ist auf der Gamescom 2023 dennoch ein beliebter Selfie-Partner. Wie hier mit Besucher Benjamin.

Zwar ist es nicht Henry Cavill, aber der „The Witcher“ ist auf der Gamescom 2023 dennoch ein beliebter Selfie-Partner. Wie hier mit Besucher Benjamin.

Benjamin ist einer von ihnen. Er ist Donnerstagmorgen aus Ludwigshafen gekommen. „Ich bin gar nicht der große Gamer“, sagt er. Trotzdem möchte er informiert bleiben, welche neuen Spiele auf den Markt kommen. Und er sagt: „Die Community auf der Gamescom ist klasse.“

Eindrücke zum ersten Tag der Gamescom 2023

Youtuber Felix „Tomatolix“ guckt sich neugierig auf der Messe um, Cosplayer präsentieren, woran sie monatelang gearbeitet haben und die Politik schaut auch vorbei: der Eröffnungstag der Messe im Video. 

Gamescom: Die Erfahrenen reisen mit Campingstühlen an

Der erste Besuchertag der Gamescom zieht wieder Massen an Gamern nach Köln. Seit 10 Uhr sind die Türen zu den Messehallen in Deutz geöffnet. In langen Schlangen stehen die Spielefans an den Ständen der Studios an, die in den kommenden Monaten neue Games auf den Markt bringen. Erfahrene unter ihnen reisten mit Campingstühlen an. Publikumsmagnet sind auch die Triple A-Spiele, der vergangenen Jahre.

Diren und Jan aus Köln beispielsweise schieben sich durch die vollen Gänge, um Eldenring zu spielen. So voll wie in der Vergangenheit empfinden sie den Donnerstag bis jetzt nicht. „Man kann sich noch bewegen“, sagt Jan.

Gamescom 2023: Gamer Fabian (22) testet an einem Hersteller-Stand Spiele aus, vorerst ist aber die Warteschlange angesagt.

Gamescom 2023: Gamer Fabian (22) testet an einem Hersteller-Stand Spiele aus, vorerst ist aber die Warteschlange angesagt.

Fabian (22) erlebte die Gamescom im vergangenen Jahr als „mittelmäßig“ und hofft, dass die Messe 2023 wieder an die Vor-Coronajahre herankommt. Er wartet am Donnerstagmorgen darauf, „Pay Day 3“ anzuspielen. Mit seinem Campingstuhl sitzt er vor dem aufwändigen Nachbau eines Gebäudes aus dem Pay Day-Universum. Auf der Gamescom übertrumpfen sich die großen Entwickler Studios regelrecht, die Atmosphäre ihrer Spielwelten zu errichten. Die Fans bekommen so den Eindruck vermittelt selbst in ihre Spiele einzutreten.

Berühmter Streamer MontanaBlack nutzt Auftritt für Rülps-Aktion

Der berühmte Streamer MontanaBlack hat am ersten Besuchertag der Gamescom 2023 einen Auftritt gehabt. Der bei den Fans als „Monte“ bekannte Gamer und Live-Streamer unterhält eine Millionen-Fangemeinde. Im vergangenen Jahr spazierte MontanaBlack unangekündigt über die Gamescom, eine Menschentraube hinter ihm war die Folge. Nun lief der Besuch deutlich geregelter, bei seinem Auftritt machte er unter anderem Werbung für seinen Energy-Drink und wollte gemeinsam mit seinen Fans eine „Rülps-Aktion“ machen. Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zu MontanaBlacks Auftritt 2023.

Marcel Eris alias MontanaBlack (Mitte, mit Mikrofon) gehört zu den größten Live-Streamern in Deutschland, bei der Gamescom 2022 zog er eine riesige Fan-Gruppe an. (Archivbild)

Marcel Eris alias MontanaBlack (Mitte, mit Mikrofon) gehört zu den größten Live-Streamern in Deutschland, bei der Gamescom 2022 zog er eine riesige Fan-Gruppe an. (Archivbild)

Gamescom 2023 öffnet für alle Besucherinnen und Besucher

Mit dem Donnerstag, 24. August, wird es voll in der Kölner Messe: Die Tore der Gamescom öffnen für alle Besucherinnen und Besucher. Bis Sonntag können die Gamerinnen und Gamer die neusten Spiele „anzocken“, über die weiten Messegelände schlendern und nach den beliebsten Gaming-Stars und Streamern Ausschau halten. Mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher werden erwartet, Tickets für Samstag sind bereits ausverkauft.

Wandelndes Meme: „Hide the Pain Harold“ auf der Gamescom

Wie groß die Bandbreite der Besucher auf der Kölner Gaming-Messe ist, zeigt auch, dass der als Meme bekannt gewordene „Hide the Pain Harold“ dort auftrat und mit anderen Besuchern Witzchen machte. „Hide the pain Harold“ heißt im echten Leben András Arató István und wurde durch Zufall zum Internetstar.  

+++ Mittwoch, 23. August +++

Astronautin Cristoforetti bekommt von Habeck Gamescom-Flagge

Esa-Astronautin Samantha Cristoforetti sagt bei der Eröffnung der Gamescom: „Viele der Technologien, die im All genutzt werden, haben ihre Wurzeln in Games.“ Im vergangenen Jahr schickte sie eine Videonachricht aus dem All an die Gamescom, diesmal sprach sie in Person bei der Eröffnung. Robert Habeck überreichte ihr anschließend die Flagge der Gamescom, die sie vergangenes Jahr im Hintergrund des Videos gezeigt hatte.

Robert Habeck, Hendrik Wüst und Henriette Reker auf der Gamescom

Politprominenz beim Messe-Opening: Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Gamescom 2023 am Mittwochabend politisch eröffnet. „Games sind nicht mehr nur eine Nische für Nerds, sondern ein großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Faktor“, sagte der Vize-Kanzler zum Start der Kölner Messe für Computer- und Videospiele. „Für den Erfolg von Games made in Germany braucht es eine verlässliche Förderung des Bundes. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen bleibt starker Partner der Branche.“

Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands Game, der die Gamescom mit der Kölnmesse ausrichtet, warb deutlich um mehr finanzielle Unterstützung der Politik. Das Förderbudget der Branche liegt aktuell bei 70 Millionen Euro, für kommendes Jahr plant das Bundeswirtschaftsministerium 48,7 Millionen Euro ein – zu wenig, sagt Falk. Ob die Ampelkoalition darauf eingehen wird, ist offen.

Bei NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) trifft der Verband hingegen auf offene Ohren: „Die Kürzungspläne der Ampel schaden der Innovationskraft der Branche.“ Wüst setzte sich während eines Rundgang in einen Heavy Duty-Simulator des deutschen Unternehmens Aerosoft, das PC-Simulationen entwickelt. Zur Standort-Debatte sagte er: „Es wäre gut, wenn der Bund ein klares Bekenntnis zum Games-Standort Deutschland abgibt.“

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst probierte auf der Gamescom einen Heavy Duty-Simulator des deutschen Unternehmens Aerosoft aus.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst probierte auf der Gamescom einen Heavy Duty-Simulator des deutschen Unternehmens Aerosoft aus.

Bei dem Rundgang verschaffte sich der Ministerpräsident mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) einen Überblick über die diesjährigen Gaming-Trends.

Tag für Fachbesucher: Erste Gamer fluten Kölner Messe-Hallen

Nach der Eröffnungsfeier am Dienstagabend hat die Gamescom 2023 am Mittwoch ihre Türen für Fach-Besucherinnen und -Besucher geöffnet. Bereits am ersten Besuchstag haben sich zahlreiche Gamerinnen und Gamer in den Kölner Messehallen eingefunden, um Neuigkeiten auszutesten, ihre Idole aus der Videospielwelt zu treffen oder einfach über die bunte und actionreiche Messe zu schlendern. Der große Besucheransturm kommt dann ab Donnerstag, wenn die Gamescom 2023 für alle geöffnet ist, Tickets für den Samstag (26. August) sind bereits ausverkauft.

Wüst fordert Bekenntnis zum Games-Standort Deutschland vom Bund

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat das Vorhaben des Bundeswirtschaftsministeriums kritisiert, der Games-Branche im kommenden Jahr weniger Fördergeld zur Verfügung zu stellen. „Die Kürzungspläne der Ampel schaden der Innovationskraft der Branche“, sagte der Christdemokrat am Mittwoch mit Blick auf die Kölner Computerspiele-Messe Gamescom, die am Vorabend begonnen hatte. „Es wäre gut, wenn der Bund ein klares Bekenntnis zum Games-Standort Deutschland abgibt.“ Für Mittwochabend war eine Rede von Wüst in den Kölner Messehallen geplant. 

Erster Messetag für Fach-Besucherinnen und -Besucher gestartet

Die weltgrößte Computerspiel-Messe Gamescom hat am Mittwochmorgen in Köln ihre Türen für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Der Andrang war groß, Entwickler, Händler und anderes Fachpersonal der Branche sowie Journalisten und einige ausgewählte Fans  kamen in die Kölner Messehallen. Von Donnerstag bis Sonntag darf dann jeder in die Hallen der Kölner Messe. Für Samstag ist die Veranstaltung bereits ausverkauft, am Sonntag geht die Messe zu Ende.

Die Messe wird Mittwochabend von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) eröffnet – Donnerstagmorgen schaut er sich auf einem Messerundgang Produkte rund um das Thema Computer- und Videospiele an.

11 Tipps: Was Gamescom-Besucher in Köln nicht verpassen sollten

So schön die Gamescom auch ist – ab und an will oder muss man das Messegelände dann doch mal verlassen. Vielleicht einfach nur, um frische Luft zu schnappen oder etwas zu essen. Oder auch, weil man in Köln nicht nur die neusten Games ausprobieren willl, sondern auch ein bisschen was von der Stadt erleben möchte. Wir haben elf Tipps für Gamescom-Besucher gesammelt – zum Essen und Trinken, zum Entspannen und Erleben, zum Hören und Sehen. Und zum Weiterspielen.

Umfrage: Jüngere geben mehr für Computerspiele aus

Die Ausgaben für Video- und Computerspiele steigen in Deutschland - insbesondere unter jüngeren Menschen. Das ergibt eine Umfrage, die der Digitalverband Bitkom – passend zum Start der Gamescom – am Mittwoch in Berlin veröffentlichte. Diejenigen, die Geld für Gaming ausgeben, investieren im Schnitt monatlich 26 Euro; nicht eingerechnet ist Hardware wie Computer, Konsolen oder Smartphones. Im vergangenen Jahr waren es noch durchschnittlich 23 Euro im Monat.

Je jünger, desto mehr geben die Befragten nach eigenen Angaben aus: Die 16- bis 29-Jährigen schätzen ihre monatlichen Ausgaben im Schnitt auf 30 Euro pro Monat, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 27 Euro, bei den 50- bis 64-Jährigen 23 Euro und bei der Altersgruppe ab 65 Jahren 15 Euro. Insgesamt geben 53 Prozent der Befragten ab 16 Jahren an, zumindest hin und wieder Video- und Computerspiele zu spielen.

Zudem zahlen immer mehr Gamerinnen und Gamer für sogenannte In-Game-Käufe, also für Objekte innerhalb eines Spiels wie Goldmünzen oder Rüstungen – oder dafür, im Spiel schneller voranzukommen. Während es im Vorjahr noch 37 Prozent waren, gibt jetzt knapp die Hälfte (46 Prozent) an, in den vergangenen zwölf Monaten derartige Käufe getätigt zu haben. Zugleich erklärten fast zwei Drittel (65 Prozent), sie bevorzugten Spiele, für die man einmal zahlt und bei denen während des Spielens keine weiteren Kosten anfallen.

+++ Dienstag, 22. August +++

Gamescom 2023 startet mit Show – Störer auf der Bühne

Mit einer Eröffnungsshow ist am Dienstagabend, 22. August, die diesjährige Gamescom gestartet. Nach einer Corona-Pause, in der es nur ein Digitalformat gegeben hatte, fand die Gamescom im vergangenen Jahr wieder statt. Damals kamen 265 000 Besucherinnen und Besucher. Das waren deutlich weniger als 2019, als die Messe den Rekordwert von 373.000 Besuchern erreicht hatte.

Die Show wurde unterbrochen vom Auftritt zweier junger Männer, die die Bühne mitten im Programm stürmten. Laut Nachrichtenagentur dpa handelt es sich bei einem von beiden um Justin Heine, der bereits eine Sendung von Stern TV gestört haben soll, als Dschungelkönigin Djamila Rowe zu Gast war.

Erst am Sonntag war der Mann aufgefallen, als er im Fußball-Talk „Doppelpass“ die Bühne geentert hatte. Er stürmte gemeinsam mit einem anderen Mann die Runde um Moderator Florian König. Experte und Ex-Profi Stefan Effenberg war gerade im Gespräch, als die Störer hereinplatzten, und etwas rund um das Spiel „Grand Theft Auto“ (GTA) riefen. Das Spiel GTA 6 wird von Fans erwartet.

Gamescom: Regisseur Zack Snyder Gast zum Start

In Köln trat US-Filmregisseur Zack Snyder („300“) am Dienstagabend auf der Bühne auf und sprach über seinen Netflix-Zweiteiler „Rebel Moon“, der Ende 2023 und 2024 herauskommen soll. Zu den Filmen soll es auch ein Spiel geben. Die „Opening Night Live“ ist unter Games-Fans ein großes Event, im vergangenen Jahr hatte die Live-Show im Internet nach Veranstalterangaben 13 Millionen Aufrufe.

Die Ausstellerzahl hat sich von 1135 auf 1227 aus 63 Staaten erhöht. Die Ausstellungsfläche ist um 10 000 auf 230 000 Quadratmeter gestiegen. Firmen wie Nintendo, Ubisoft, Netease oder Tencent präsentieren sich,b auch die Streamingdienste Netflix, Disney+, Crunchyroll und Amazon Prime sind dabei. 

Die deutsche Computerspielbranche hat rund 13 000 Beschäftigte. Der Markt wird von ausländischen Anbietern dominiert: Die deutschen Unternehmen kommen mit Spielen und Hardware auf einen Anteil von etwa vier Prozent.

Montana Black Teil des Gamescom-Programms

Seit Dienstag ist auch klar: MontanaBlack ist auf dem aktuellen Gamescom-Programm zu finden. Am Donnerstag, anstatt des besucherstarken Samstags, soll es zu zwei Auftritten kommen. Der Unterschied zum letzten Jahr außerdem: Marcel Eris wird es nicht erlaubt sein, über das Gamescom-Gelände zu spazieren und via Stream zum Mitlaufen zu animieren.

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