Ein möglicher Blindgängerfund beschäftigt derzeit Behörden in Köln. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf hat bei Bauarbeiten im Umfeld der Sozialbetriebe Köln (SBK) in Riehl einen Verdachtsfall entdeckt. Noch ist offen, ob dort tatsächlich eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegt. Das sollen weitere Untersuchungen klären, die derzeit laufen.
Ordnungsamt, Feuerwehr und Hilfsorganisationen treffen bereits jetzt Vorbereitungen für den Fall, dass sich der Verdacht bestätigt. Handelt es sich um einen noch zündfähigen Blindgänger, müsste der Bereich für die Entschärfung evakuiert werden.
Blindgänger-Verdacht in Riehl: Evakuierung der SBK möglich
Geplant ist die mögliche Evakuierung für Donnerstag (5. November). Vorsorglich wurde sie gemeinsam mit den Sozialbetrieben vorbereitet. Im Ernstfall wären rund 130 Anwohnende betroffen, hinzu käme ein Teil des SBK-Geländes selbst.
Eine Räumung würde allerdings nicht alle Gebäude des Seniorenzentrums treffen. Wer in einem der betroffenen Pflegeheime lebt, könnte innerhalb des Geländes verlegt werden. Für die Mietenden der Seniorenwohnungen stünden dagegen Busse bereit, die zum Dreikönigsgymnasium an der Escher Straße 247 fahren würden. Dort entstünde im Evakuierungsfall in der Aula eine Anlaufstelle für bis zu 250 Menschen.
Welche Straßen bei einem Blindgänger gesperrt werden würden
Auch beim Verkehr würde sich eine Entschärfung bemerkbar machen: Betroffen wären Teile des Niehler Gürtels und des Niehler Hafens sowie der linksrheinische Bereich der Mülheimer Brücke. Fahrgäste der KVB müssten sich auf Einschränkungen der Linien 13 und 18 einstellen, voraussichtlich auch der Buslinie 140.
Wie es in Riehl weitergeht, will die Stadt Köln mitteilen, sobald feststeht, ob es sich tatsächlich um einen zündfähigen Blindgänger handelt. Erst dann soll auch eine Karte mit dem konkreten Evakuierungsradius veröffentlicht werden. (red)

