Die erste Hochwassermarke des Rheins in Köln ist überschritten, der Parkplatz an der Bastei steht unter Wasser.
Parkplatz überflutetRheinpegel in Köln steigt über erste Hochwassermarke
Der Rheinpegel in Köln ist weiter gestiegen, nachdem er die erste Hochwassermarke am Donnerstag überschritten hatte. Wie die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) mitteilten, wurde am Freitag (20. Februar) um 11.30 Uhr ein Wasserstand von 6,30 Metern gemessen. Tags zuvor lag er noch zwei Zentimeter niedriger. Die Hochwassermarke I erreicht der Rhein bei 6,20 Metern.
Auch in den kommenden Tagen dürfte der Pegel weiter zulegen. Die Prognose der Bundesanstalt für Gewässerkunde sieht für Freitagabend 6,42 Meter vor. Am Samstag (21. Februar) soll der Pegel zunächst auf 6,23 Meter sinken, bevor er am Montag (22. Februar) wieder auf rund 6,24 Meter ansteigen könnte.
Hochwassermarke I in Köln erreicht: Was jetzt auf dem Rhein gilt
Mit dem Überschreiten der Marke von 6,20 Metern gelten erste Einschränkungen für die Schifffahrt. Flussabwärts fahrende Schiffe dürfen dann nicht schneller als 20 Kilometer pro Stunde unterwegs sein, um Wellenschlag und mögliche Schäden am Ufer zu vermeiden. Eine komplette Sperrung des Rheins ist erst bei 8,30 Metern vorgesehen.
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Die Stadt hat bereits in den vergangenen Tagen erste Maßnahmen ergriffen. So ist der Leinpfad am Rheinufer stellenweise gesperrt und eine kleine Hochwasserschutzzentrale wurde eingerichtet. Der Parkplatz an der Bastei ist bei 6,30 Meter vollständig überflutet. Ab einem Pegelstand von 4,50 Metern greifen vorbereitende Schritte des Hochwasserplans. Sollten sieben Meter erreicht werden, würden erste Schutzwände aufgebaut, etwa in Rodenkirchen.
Normalerweise liegt der Pegel des Rheins bei rund 3,21 Meter
Gemessen wird der Wasserstand am Pegel Köln alle 15 Minuten. Das Pegelhäuschen am Altstadtufer auf Höhe von Rheinkilometer 688 zeigt jedoch keine Uhrzeit an, sondern den aktuellen Wasserstand. Der Nullpunkt des Pegels liegt rund 35 Meter über dem Meeresspiegel. Ein Stand von „null Metern“ bedeutet dabei nicht, dass der Fluss ausgetrocknet ist, sondern dass in der Fahrrinne noch mindestens ein Meter Wassertiefe vorhanden ist.
Dass der Rhein im Frühjahr ansteigt, ist nicht ungewöhnlich. Schmelzwasser aus den Alpen und aus den Nebenflüssen lässt den Pegel regelmäßig klettern. Extreme Hochwasser mit Ständen von mehr als zehn Metern wurden in Köln 1926, 1993 und 1995 registriert. Der höchste bekannte Stand wurde am 1. Januar 1926 mit 10,69 Metern gemessen. Deutlich niedriger war der Rhein zuletzt im Oktober 2018, als der Pegel auf nur 69 Zentimeter fiel. Der mittlere Wasserstand liegt in Köln bei 3,21 Metern. (sbo)

