Oberbürgermeister Torsten Burmester sprach mit der Porz/Poller Vernetzung. Die Themen reichten von Verkehrssicherheit bis Sauberkeit.
Erster BesuchPorzer Bürgervereine diskutieren zentrale Themen mit Oberbürgermeister Burmester

Oberbürgermeister Torsten Burmester und Fachkräfte aus der Verwaltung trafen sich zum Gespräch mit Porz /Poller Bürgervereinen.
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Als Zeichen der Wertschätzung für bürgerschaftliches Engagement in den Stadtteilen werteten die „Vernetzte Gemeinschaft der Bürgervereine aus Porz und Poll sowie der Förderkreis rechtsrheinisches Köln“ den ersten Besuch eines amtierenden Kölner Oberbürgermeisters bei einem Treffen der Initiative. Oberbürgermeister Torsten Burmester brachte seinen persönlichen Referenten Simon Bujanowski, den Kölner Leiter des Ordnungsdienstes Thomas Frenzke sowie Jana Nicolas von den Abfallwirtschaftsbetrieben mit zum Gespräch.
Simin Fakhim, eine der beiden Sprecherinnen der Vernetzung, unterstrich in ihrer Begrüßung die Bedeutung des ersten solchen Treffens in der zehnjährigen Geschichte des Netzwerks. Die Bürgervereine präsentierten dem Stadtoberhaupt ein umfangreiches Dossier mit zentralen Anliegen aus den Veedeln. Ein wichtiger Vorschlag betrifft die Einrichtung einer festen Anlaufstelle innerhalb der Stadtverwaltung. Diese solle als direkter Ansprechpartner für Bürgervereine fungieren und helfen, Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung schneller zu klären. Ziel ist es, lange Wege durch verschiedene Ämter zu vermeiden.
Stadtsauberkeit und Verkehrssicherheit im Fokus
Breiten Raum nahmen die Themen Stadtsauberkeit und Verkehrssicherheit ein. Diskutiert wurde insbesondere die Anliegerreinigung rund um städtische Schulgrundstücke. In vielen peripheren Stadtteilen sei die Zuständigkeit häufig unklar, wodurch notwendige Reinigungsarbeiten teilweise ausblieben. Fakhim machte deutlich, dass es dabei nicht nur um ein gepflegtes Erscheinungsbild gehe, sondern um echte Gefahren für Fußgänger. Burmester berichtete von einem neuen Modell moderner Abfallbehälter mit innovativer Entleerungstechnik. Nach einer Pilotphase mit 100 dieser Behälter sollten auch Stadtteile wie Porz und Poll einbezogen werden.
Hans Baedorf, ebenfalls Sprecher der Vernetzung, kritisierte die Verkehrssituation bei kurzfristigen Straßensperrungen und forderte vorbereitete Umleitungskonzepte, um Verkehrschaos zu vermeiden. Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs beschäftigt die Bürgervereine. Die geplante Verlängerung der Linie 7 sieht Baedorf als Schlüsselprojekt, warnte aber davor, diese Erweiterung an zusätzliche Wohnbebauung zu koppeln. Schon jetzt sei die Kapazitätsgrenze in der Bahn erreicht.
Die Bürgervereine forderten mehr Beteiligung an der Gestaltung ihrer Stadtteile. Ob Baumnachpflanzungen, Marktplatzgestaltung oder kleinere Projekte – sie sehen sich als Partner mit lokalem Fachwissen. Fakhim und Baedorf betonten, dass die Vereine heute nicht mehr als Bittsteller auftreten, sondern Konflikte moderieren, den sozialen Zusammenhalt stärken und praxisnahe Ideen einbringen. Burmester sagte zu, die Anliegen an die Fachämter weiterzugeben.
