An der KVB-Haltestelle Bayenthalgürtel soll das Queren sicherer werden. Die Bezirksvertretung beschloss dazu einen gemeinsamen Vorstoß.
VerkehrssicherheitLokalpolitiker fordern Verbesserungen am Bahnübergang Bayenthalgürtel

Am Bahnübergang an der Haltestelle „Bayenthalgürtel“ soll die Bedarfsampel künftig schneller auf Grün für Fußgänger und Radfahrer springen.
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Der Bahnübergang an der KVB-Haltestelle „Bayenthalgürtel“ am Rheinufer birgt nach Ansicht der Lokalpolitiker Gefahren für Fußgänger und Radfahrer. In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Ende Juni wurde deshalb über mögliche Verbesserungen beraten. An der Haltestelle verkehren die Stadtbahnlinien 16 und 17 in dichtem Takt.
Ausgangspunkt war ein Antrag der FDP/KSG‑Fraktion. Nach deren Auffassung sollte der Übergang durch zusätzliche Maßnahmen wie eine Lichtsignalanlage oder andere geeignete Vorrichtungen besser gesichert werden. Der Bereich sei bislang nur teilweise durch ein Drängelgitter abgegrenzt, so die FDP/KSG-Vertreter Torsten Ilg und Karls Wolters. Wer von der Haltestelle aus in Richtung Bayenthalgürtel unterwegs sei, müsse zunächst die Bahngleise und anschließend die Straße Oberländer Ufer queren. Zeige die Fußgängerampel Grün, bestehe die Gefahr, dass Menschen die Grünphase noch erwischen wollten und dadurch eine einfahrende Stadtbahn nicht rechtzeitig bemerkten. Auch ein akustisches Warnsignal gebe es dort nicht, so Ilg und Wolters.
Schneller Grün für Fußgänger und Radfahrer
Auch die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD sehen an dieser Stelle Handlungsbedarf, schlugen jedoch einen anderen Lösungsansatz vor. In einem Änderungsantrag regten sie an, die Schaltung der dortigen Bedarfsampel zu überprüfen. Diese schaltet den Autoverkehr auf dem Oberländer Ufer erst dann auf Rot, wenn Fußgänger oder Radfahrer die Querung per Knopfdruck anfordern. Nach Angaben der Antragsteller beträgt die aktuelle Wartezeit auf das Grünsignal bis zu 90 Sekunden. Künftig solle die Wartezeit nach dem Drücken des Anforderungstasters möglichst auf maximal 30 Sekunden begrenzt werden, fordern sie. „Oft sieht man, an der Bismarcksäule stehend, die Stadtbahn aus der Ferne kommen, an der Haltestelle stoppen, und nach dem Fahrgastwechsel wieder abfahren. Man steht immer noch an der Lichtsignalanlage und wartet auf das Freigabesignal (grün)“, heißt es in dem Antrag von Grünen und SPD.
Die lange Wartezeit führe immer wieder dazu, dass Menschen die Fahrbahn unerlaubt querten. Dadurch steige das Unfallrisiko zusätzlich.
Aufstellfläche an der Ampel zu klein
Zudem soll geprüft werden, so die Grünen und die SPD, ob die Aufstellfläche zwischen Haltestelle und Fahrbahn vergrößert werden kann. Die Aufstellfläche sei zu klein für die zunehmende Anzahl von Fahrgästen, und die zunehmende Anzahl an Radfahrenden und Lastenrädern verschärfe die Situation.
Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben zu den Vorschlägen bereits Stellung genommen. Nach Angaben des Unternehmens sind die Stadtbahnfahrer angewiesen, die Rasselglocke zu betätigen, wenn sich unaufmerksame Personen im Bereich des Überwegs aufhalten. Zudem verweist die KVB auf die Sanierung der Bahnsteigoberflächen, die ebenfalls zu einer Verbesserung der Sicherheit beitragen soll.
Der Antrag war zuvor bereits im Runden Tisch ÖPNV behandelt worden. Dort wurde festgehalten, dass die rechtliche Situation am Bahnübergang Bayenthalgürtel abgesichert sei. Auffälligkeiten seien bislang von den Stadtbahnfahrern nicht bestätigt worden. Ein zusätzliches Drängelgitter wird kritisch gesehen, weitere Anregungen sollen jedoch geprüft werden.
Am Ende verständigten sich die Lokalpolitiker auf den Änderungsantrag von Grünen und SPD. Dieser wurde einstimmig beschlossen. Die AfD enthielt sich bei der Abstimmung.
