Die Stadtwerke haben auf eine Beschwerde reagiert und die Haltestellenfahne so gedreht, dass sie die Anzeigetafel nicht mehr verdeckt.
NahverkehrFreie Sicht auf die Fahrgastinfotafel am Stadtbahnhof in Hürth-Hermülheim

Die Sicht auf die Fahrgastinfotafel am Stadtbahnhof in Hermülheim ist wieder frei. Die Stadtwerke haben die Haltestellenfahne um 180 Grad gedreht.
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Die Beschwerde über eine verdeckte digitale Fahrgastinformationstafel am Stadtbahnhof in Hermülheim zeigt Wirkung. Die Stadtwerke haben eine einfache Lösung gefunden: Die Haltestellenfahne an der Bushaltestelle an der Hans-Böckler-Straße wurde nach hinten gedreht. Dadurch besteht nun freie Sicht auf die Anzeigetafel.
Seit Anfang 2025 haben die Stadtwerke im Rahmen des Projekts „digitale Haltestelle“ 210 neue Haltestellen-Stelen mit digitalen Displays aufstellen lassen. FDP-Ratsherr Christian Karaus, früher Geschäftsführer des Hürther Stadtverkehrs, bemerkte, dass eine Stele am Stadtbahnhof in Hermülheim so ungünstig platziert war, dass die Haltestellenfahne aus einigen Blickwinkeln die Sicht auf die dahinterliegende digitale Tafel verdeckte.
Hürth: Fahrgastanzeiger ist jetzt auch von der Stadtbahn aus sichtbar
Gerade für Fahrgäste, die von der Stadtbahn in den Bus umsteigen und auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der Schranke vor dem Fußgängerüberweg warten müssen, seien die Anschlussverbindungen kaum abzulesen, kritisierte Karaus, der selbst häufig mit Bus und Bahn unterwegs ist.
Eine Versetzung der Stele lehnten die Stadtwerke zwar ab, sagten aber eine Prüfung zu, wie die Sicht verbessert werden könne. „Nach intensiver Abstimmung mit der bauausführenden Firma und dem Hersteller konnte geklärt werden, dass die Haltestellenfahne gedreht werden kann“, teilte eine Sprecherin der Stadtwerke auf Anfrage mit. „Die Maßnahme wurde umgehend umgesetzt, so dass der Fahrgastanzeiger nun auch aus dem Sichtfenster von der Stadtbahn aus sichtbar ist.“
„Das ist die naheliegende Lösung“, sagte Karaus. Er wundere sich allerdings, dass dafür so viel Aufwand nötig gewesen sei. Noch besser wäre aus seiner Sicht, den Anzeiger auf den Bahnsteig zu versetzen: „Die Fahrgäste müssen dort informiert werden, wo sie ankommen.“ Nach Angaben der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft war vor der Inbetriebnahme der Anzeigetafel auch ein Standort auf dem Bahnsteig geprüft, wegen des technischen Aufwands aber verworfen worden.
