Das Jugendzentrum „Rheinstein“ nutzt derzeit das ehemalige Kita-Außengelände hinter dem Gebäude in der Rheinsteinstraße – allerdings nur vorübergehend.
„Rheinstein“ in RaderbergPolitiker wollen, dass Jugendliche ihren Garten behalten

Stephanie Dornheck-Busscher ist froh, dass das Jugendzentrum das Außengelände hinter dem Gebäude derzeit nutzen kann.
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Für viele Kinder und Jugendliche in Raderberg ist das Jugendzentrum „Rheinstein“ in der Rheinsteinstraße ein wichtiger Treffpunkt im Alltag. Täglich kommen dort nachmittags 30 bis 40 Besucher vorbei, die meisten zwischen zehn und 16 Jahren alt. Sie kochen, backen, spielen, basteln, nutzen den PC-Raum oder verbringen einfach gemeinsam Zeit. In den Ferien öffnet die Einrichtung bereits am Morgen. Für viele ist das „Rheinstein“ ein zweites Zuhause.
Toberaum mit Matten als Ersatz für fehlendes Außengelände
Ein Manko gibt es allerdings bislang: Das Jugendzentrum verfügt über kein eigenes Außengelände. „Wir haben uns über die Jahre immer viele Gedanken gemacht, wie wir es bewerkstelligen können, dass sich die Jugendlichen trotzdem bewegen können, denn einige haben einen starken Bewegungsdrang. So haben wir zum Beispiel einen „Toberaum‘ mit Matten eingerichtet“, sagt Leiterin Stephanie Dornheck-Busscher.
Hinter dem Gebäude liegt zwar eine Außenfläche, diese gehörte jedoch zur städtischen Kita, die früher ebenfalls im Haus untergebracht war. Die Kita ist seit knapp drei Jahren geschlossen. Seit dem vergangenen Sommer darf das Jugendzentrum das Gelände vorübergehend nutzen, im Herbst folgte eine temporäre Nutzungsvereinbarung mit der Stadt.
„Darüber sind wir total froh. Wir haben zu Ostern hier eine große Eiersuche veranstaltet, können im Sommer unser Bastelangebot draußen machen, und die Kinder und Jugendlichen können Federball spielen und jede Menge Laufspiele machen. Das ist super“, sagt Dornheck-Busscher.
Außengelände für das Jugendzentrum
Die Nutzung ist allerdings nur auf Widerruf erlaubt. Deshalb haben sich die Rodenkirchener Bezirksvertreter in ihrer jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, dem Jugendzentrum zumindest einen Teil der Fläche dauerhaft zu überlassen. Einen entsprechenden Antrag brachten die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD sowie die Einzelmandatsträgerinnen von Die Linke und Volt ein.
Auch falls künftig wieder eine Kita in das Gebäude einziehen sollte, soll nach dem Willen der Antragsteller zumindest der nördliche Teil des Geländes dauerhaft vom Jugendzentrum genutzt werden können. Eine getrennte Nutzung sei möglich, da das Gelände sowohl über die Straße als auch durch das Gebäude erreichbar sei, erläutern sie. Außerdem soll das Jugendzentrum die Fläche künftig selbst gestalten dürfen. Derzeit stehen dort noch kleine Kletterhäuschen mit Rutschen aus Kita-Zeiten.
Zweites Wohnzimmer und erster Garten für Jugendliche in Köln
„Gerade weil viele Familien in der Umgebung keinen eigenen Garten haben, ist das Rheinstein für viele junge Menschen ein zweites Zuhause. Mit unserem Antrag machen wir einen wichtigen Schritt, damit es künftig nicht nur ein, zweites Wohnzimmer‘, sondern auch ein ,erster Garten‘ werden kann“, so die Antragsteller. Die Forderung wurde einstimmig angenommen, bei Enthaltung der CDU- und AfD-Fraktionen.
Im Jugendzentrum hofft man nun auf eine dauerhafte Lösung. „Für uns, für die Kinder und Jugendlichen, wäre das ein absoluter Gewinn, auch wenn es nur ein Teil des Außengeländes ist. Wir könnten Basketballkörbe aufhängen, ein Trampolin hinstellen, vielleicht Hochbeete anlegen. Es gibt so viele verschiedene Gelegenheiten, unterschiedliche Angebote draußen zu machen. Und draußen ist es im Sommer einfach viel schöner“, sagt Dornheck-Busscher.
