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Bauprojekt in RodenkirchenBezirksrathaus-Neubau – die gleichen Fehler wie am Maternusplatz?

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Bei sonnigem Wetter heizt sich der Maternusplatz stark auf – Schattenplätze gibt es kaum.

Bei sonnigem Wetter heizt sich der Maternusplatz stark auf – Schattenplätze gibt es kaum.

Der Neubau des Bezirksrathauses in Rodenkirchen hat endlich begonnen. Bereits jetzt bemängelt die Lokalpolitik eine mögliche, klimaunfreundliche Gestaltung. 

„Fassen sie Beschlüsse und handeln sie schnell.“ Mit diesem Tipp an die Lokalpolitiker war Beigeordneter Markus Greitemann in die Bezirksvertretung in Rodenkirchen gekommen, um aus seinem Amt, Planen und Bauen, zu berichten. Eine der Fragen, die neugierig machten, waren Fragen rund um den Neubau des Bezirksrathauses. Die waren schon dezidierter. Die Planung ist bekannt.

Im März 2025 war Spatenstich, die Stadt gibt an, den Neubau Ende 2027 zu übergeben. Viele Passanten unkten in letzter Zeit, dass sich „wenig bis nichts tue“. Die Stadt hat das Gesamtunterfangen „Abriss und Neubau“ in drei Bauphasen unterteilt. Zwei Phasen sind abgeschlossen, das Generalunternehmen hat für die dritte und letzte Phase die Arbeit aufgenommen. Diese beginnt, wie die Stadt mitteilt, mit der Erarbeitung der Ausführungsplanung.

Baufortschritt und Parkplatzsperrung bis 2027

Kurz zurückgeblickt: In der ersten Phase wurde eine Schadstoffsanierung durchgeführt und das alte Gebäude abgerissen. In Phase zwei ging es in den Untergrund. Die Baugrube, inklusive Tiefgarage, wurde ausgehoben und der unterirdische Abbruch abgeschlossen. Zwischenzeitlich wurde der Bauzaun erweitert, eine Hofanlage aus dem 19. Jahrhundert gefunden, zunächst der Parkplatz an der Barbarastraße, dann jener an der Oststraße gesperrt.

Es geht los mit dem Neubau des Bezirksrathauses in Rodenkirchen

Es geht los mit dem Neubau des Bezirksrathauses in Rodenkirchen

Denn an der Oststraße 12 ist ein Fluchttreppenturm vorgesehen. Dazu Pressesprecherin Jutta Doppke-Metz: „Hierzu ist die Sperrung des gesamten Parkplatzes notwendig. Diese wird bis zur im zweiten Quartal 2027 vorgesehenen Baufertigstellung andauern.“ Ein solcher Fluchttreppenturm sei für den Brandfall notwendig.

Jetzt geht es in vier Schritten Richtung Neubau, der mit der Errichtung des Mittelteils der Tiefgarage abgeschlossen wird. Zum Mittelteil gehört auch die Gestaltung des Vorplatzes, ein Thema der Sitzung. Insbesondere befürchten die Lokalpolitiker, dass Fehler, wie eine fehlende Möglichkeit, den Maternusplatz zu kühlen, wiederholt werden könnten. Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller bat deshalb um Ausführungen zur Gestaltung des Vorplatzes unter Klimaaspekten. Beim benachbarten Maternusplatz ringt die Politik bereits seit längerer Zeit darum, etwa ein Fontänenfeld, einzurichten, um den Platz bei Hitze herunterzukühlen.

Auch Greitemann hielt eine Verschattung oder Befeuchtung des Maternusplatzes für sinnvoll. Schnell schimmerte allerdings auch das Thema Geld in den Ausführungen durch. Als Beispiel nannte Greitemann eine vergleichbare Anlage am Harry-Blum-Platz, die laufende Kosten erzeuge.

Neben der angespannten Haushaltslage, sei die Planung schon fortgeschritten und im Hinblick auf den Vorplatz des Bezirksrathauses komme nach den Ausführungen Greitemanns ein weiteres Problem hinzu: Die Gebäudewirtschaft habe Bedenken zur Befeuchtung aus hygienischen Gründen in den Raum gestellt.

Forderung nach Fontänenfeld – Kritik an Kostenargumenten

„Ein Fontänenfeld könnte die Aufenthaltsqualität deutlich steigern und zugleich ein sichtbares Signal für innovative und klimafreundliche Stadtentwicklung setzen“, äußerte darauf die Fraktion FDP/KSG. Greitemann versprach, das Thema „Wassernebelduschen“ erneut in die Sitzung zu nehmen. „In anderen europäischen Städten geht das ja auch“, räumte er ein.

Bei den Grünanlagen, die an der Oststraße entstehen sollen, soll ebenfalls eine Wasserfläche geprüft werden. Dem Austausch mit Greitemann folgte eine kritische Stellungnahme zum Tipp des Beigeordneten. „Wir können hier beschließen, was wir wollen, wenn immer sofort auf Geld und Umplanungskosten hingewiesen wird“, fasste die Bezirksbürgermeisterin den Austausch zusammen.