Die Bezirksvertretung Innenstadt fordert von der Stadt Nachbesserungen.
Beschluss der PolitikSuchthilfezentrum in der Kölner Innenstadt soll ansprechend gestaltet sein

Das erste Kölner Suchthilfezentrum (SHZ) soll auf einer Fläche am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße entstehen.
Copyright: Arton Krasniqi
Die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt hat am Donnerstag von ihrer Seite aus den Weg für das neue Suchthilfezentrum im Pantaleonsviertel freigemacht – fordert aber von der Stadt Köln Nachbesserungen. Die Verwaltung will wie berichtet auf einem Spielplatz an der Wilhelm-Hoßdorf-Straße ein zweistöckiges Gebäude errichten, um dort schwerstsuchtkranke Menschen zu betreuen und ihnen eine Gelegenheit zum Konsum außerhalb der Öffentlichkeit zu bieten. So soll der Neumarkt entlastet werden.
Ausgleich für Spielplatz schaffen
Die BV beschloss allerdings auch einen Ergänzungsantrag der Grünen, den SPD, Linke, Volt und FDP unterstützten. Die CDU enthielt sich, die AfD stimmte dagegen. In dem Papier geht es vor allem darum, die Sorgen der Anwohner aufzunehmen, die teilweise den Standort für das Suchthilfezentrum ablehnen. So soll die Stadtverwaltung sicherstellen, dass das Zentrum eine „qualitätsvolle architektonische Gestaltung“ erhält. Das Sozialdezernat soll zudem die Auswirkungen auf den öffentlichen Raum und das direkte Umfeld evaluieren und der Politik die Ergebnisse erstmals ein Jahr nach dem Start vorlegen.
Weiterhin soll die Stadt ein Konzept für sichere Schulwege im Pantaleonsviertel entwickeln – insbesondere mit Blick auf die KVB-Haltestellen – und einen Ausgleich für den wegfallenden Spielplatz schaffen. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob im Umfeld genug Toiletten zur Verfügung stehen und wie ein Aufklärungsprogramm für die umliegenden Schulen und Kitas aussehen kann.
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Offene Drogenszene zurückdrängen
Keinen Zweifel gab es in der BV daran, dass sich die Situation der Drogenszene am Neumarkt verändern muss. „Wir müssen als Politik dringend und geschlossen handeln“, sagte Bezirksbürgermeisterin Julie Cazier (Grüne). Der öffentliche Raum müsse entlastet werden. Es gehe aber auch darum, den Konsumenten ein Stück weit ihre Würde zurückzugeben. Sozialdezernent Harald Rau, der das Konzept während der Sitzung erklärte, verwies ebenfalls darauf, dass es darum gehe, einerseits den Suchtkranken zu helfen und andererseits den öffentlichen Raum zu befrieden und die offene Drogenszene so weit wie möglich zurückzudrängen.
Der Stadtrat wird sich am kommenden Donnerstag, 5. Februar, mit dem Thema beschäftigen.


