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„Werde langsam zum Brathähnchen“Stromausfall in Köln bei 33 Grad Hitze

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Auch in diesem Supermarkt fiel am Donnerstag der Strom aus.

Auch in diesem Supermarkt fiel am Donnerstag der Strom aus.

Ein Stromausfall im Kölner Norden sorgte bei 33 Grad für Ärger. Anwohner schwitzten, Supermärkte bangten um ihre Ware.

Im Kölner Norden ist am Donnerstagnachmittag großflächig der Strom ausgefallen. Anwohner und Geschäfte waren in mehreren Stadtteilen betroffen.

Nach Angaben des Versorgers Rheinenergie versagte der Strom unter anderem in Heimersdorf, Longerich und Chorweiler. Ausgelöst wurde die Störung durch einen Defekt in einem Umspannwerk sowie an einer Mittelspannungsleitung, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte.

34 Grad im Dachgeschoss

Bei Temperaturen weit über 30 Grad stellte der Stromausfall viele Kölnerinnen und Kölner im Norden der Stadt vor Probleme. Eine Leserin schilderte ihre Situation: „Bei uns in Heimersdorf gibt es seit 13 Uhr keinen Strom. Ich wohne im Dachgeschoss und werde langsam zum Brathähnchen. Hier sind aktuell 33,8 Grad.“ Auch andere Leserinnen und Leser berichteten von Einschränkungen.

Aus Longerich meldete sich Leser Niklas. In einem Supermarkt dort durften die Tiefkühlfächer nicht geöffnet werden, weil die Ware zu verderben drohte. Wird die Kühlkette unterbrochen, darf Ware nicht mehr in den Verkauf gelangen. Tiefkühlkost wie Fleisch und Fisch erfordert eine durchgehende Kühlung bei minus 18 Grad Celsius. Für frisches Fleisch muss eine Höchsttemperatur von vier Grad eingehalten werden, für Milch und Milchprodukte sind es acht Grad.

Zahlreiche Supermärkte verfügen über Notstromaggregate, um die Kühlung für eine gewisse Zeit aufrechtzuerhalten. Leserin Nina übermittelte ein Foto aus einem Geschäft im Kölner Norden. Die Hauptbeleuchtung war abgeschaltet, nur Notlichter brannten, und ein gelbes Warnschild stand im Gang. Der Laden war zwar geöffnet, doch das Einkaufen verlief an diesem Donnerstag nicht wie gewohnt.

Lüttich-Kaserne in Longerich von Stromausfall betroffen

Auch mehrere Verkehrsampeln sowie die Lüttich-Kaserne in Longerich waren von der Unterbrechung betroffen. Das Cellitinnen-Krankenhaus Heilig Geist blieb nach den Berichten hingegen vom Stromausfall verschont.

Techniker des Versorgers konnten die Störung am Nachmittag beheben. Laut Rheinenergie waren ab 15.15 Uhr alle Haushalte wieder mit Strom versorgt.