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„Exzellent Köln“Unternehmen aus der Kölner Region planen Imagekampagne

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Die Vertreter der an der Initiative beteiligten Unternehmen signalisieren mit erhobenen Händen ihre Zustimmung zur Satzung

Einstimmig: Die Mitglieder stimmen bei der Gründungsversammlung von Exzellent Köln am 16. Juni 2026 im InnoDom Cologne über die Vereinssatzung ab.

Um die wirtschaftlichen Stärken Kölns in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, hat sich die Allianz „Exzellent Köln“ formiert. Sie will auch den Dialog mit der Politik suchen.

In der Kölner Wirtschaft hat sich eine neue Initiative formiert. Die Allianz unter dem Namen „Exzellent Köln“ wurde von den Unternehmen Messe Köln, Rhein-Energie, Netcologne und Igus angeregt und besteht zur Gründung aus insgesamt 25 führenden Unternehmen der Region. Die Idee: Kölns Stärken als Wirtschaftsraum sollen sichtbarer werden. Denn die würden „im öffentlichen Diskurs systematisch unterschätzt“, heißt es in einem Statement zum Auftakt des neuen Bündnisses.

Großer Teil der Kölner Technologieführer kaum bekannt

Der Zusammenschluss kann seine Ausgangsthese mit zwei Studien unterfüttern. So belege zum einen die IW-Untersuchung „Starke Wirtschaft. Starkes Köln“ aus dem Jahr 2024, wie viel ökonomisches Potenzial in der Stadt schlummert. Ein Resümee der Studien-Autoren: Wenn Politik und Verwaltung in Köln wirtschaftsorientierter agieren und so beispielsweise Ermessensspielräume besser nutzen würden, könnten erhebliche Wertschöpfungspotenziale in der Stadt gehoben werden. Köln sollte einen großen Wurf wagen und sich auf den Weg machen, das städtische Profil zu stärken und mehr Strahlkraft zu kreieren.

Zum anderen verweist Exzellent Köln auf eine aktuelle Analyse des in der Stadt ansässigen Marktforschungsinstituts Rheingold. Die kommt zu dem Ergebnis, dass nur ein kleiner Teil der wirtschaftlichen Fähigkeiten Kölns in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. So verbinden 94 Prozent der Befragten die Metropole in erster Linie mit Entertainment und Medien – während die breite Vielfalt an Unternehmen und die in der Region aktiven Hidden Champions und Technologieführer kaum bekannt seien.

Imagekampagne, Symposium, Dialogformate

Um das zu ändern, hat sich Exzellent Köln drei Tätigkeitsfeldern verschrieben: Exzellenz zeigen, Exzellenz fördern und Exzellenz entfalten. Dahinter verbergen sich Pläne für eine breit angelegte Imagekampagne, um dem Standort mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Konkret geplant sind auch ein Wirtschaftssymposium sowie eine Reihe weiterer Netzwerk- und Dialogformate. Auf diese Weise wollen die 25 Unternehmen Wirtschaftsvertreter, Politik, Verwaltung und Wissenschaft enger miteinander vernetzen. Letztlich soll ein stärkerer Dialog zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand dazu beitragen, „Köln schrittweise wirtschaftsfreundlicher zu gestalten“, heißt es von Exzellent Köln.

Formell ins Leben gerufen wurde die Initiative mit ihrer Gründung am vergangenen Dienstag. Im fünfköpfigen Vorstand sind die Initiatoren Frank Blase (Inhaber Igus), Messe-Köln-Chef Gerald Böse, Rhein-Energie-Chef Andreas Feicht und Netcologne-Chef Timo von Lepel vertreten sowie die Rewe Group, repräsentiert durch die Personal-Vorständin Daniela Büchel. Wer den Vorsitz innerhalb des Vorstands übernehmen soll, ist bislang noch nicht entschieden.

Initiative als „konstruktiver Sparringspartner für Stadt und Politik“

Messe-Chef Gerald Böse bekräftigte zum Start die Prämisse der Wirtschaftsallianz, dass Köln hervorragende Voraussetzungen habe, um sich „national und international noch stärker als innovative Exzellenzmetropole zu entwickeln“. Rhein-Energie-Chef Andreas Feicht beschrieb den Auftrag von Exzellent Köln so: „Wir verstehen uns als konstruktiver Sparringspartner für Stadt und Politik.“ Gemeinsam wolle man „Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region setzen“.

„Gerade junge Menschen, Talente und Start-ups sollen erleben, welche wirtschaftliche Dynamik und welche Zukunftschancen Köln und die gesamte Metropolregion bieten“, ergänzte Timo von Lepel. Um Köln „noch stärker als Ort zu etablieren, an dem Ideen wachsen“, brauche es „neue Plattformen“ und „ein Umfeld, das Wirtschaft und Unternehmertum aktiv willkommen heißt“.

Wir werden mit unserer Kampagne die Kölner und das Umland überraschen, was in ihrer Stadt alles passiert
Frank Blase, Igus-Inhaber

„Wir werden mit unserer Kampagne die Kölner und das Umland überraschen, was in ihrer Stadt alles passiert“, versprach Igus-Inhaber Blase. Daniela Büchel, schloss sich ihren Vorrednern an, indem sie die Region als eine der leistungsfähigsten Deutschlands beschrieb und den Willen unterstrich, gemeinsam mit den übrigen Unternehmen „Bedingungen in Köln für Talente und nachhaltiges Wachstum zu stärken“. Ein attraktiver Standort entstehe dort, wo Unternehmen erfolgreich sein könnten – und Menschen gerne arbeiteten und lebten.

Netzwerk soll wachsen

Exzellent Köln hat zur Gründung ein breites Spektrum von Unternehmen aus der Kölner Wirtschaft als Mitglieder gewonnen. Versicherer sind ebenso vertreten wie Unternehmen aus Industrie, Medien, Handel, Personalberatung, Finanzwesen oder der Immobilienbranche. Prominente Gründungsmitglieder sind etwa die beiden Kölner Sparkassen, der Tüv Rheinland, der Flughafen Köln/Bonn oder die börsennotierte Holding Indus mit Sitz in Bergisch Gladbach. Auch die städtische Wirtschaftsförderung Köln-Business ist mit an Bord.

Die Initiative präsentiert sich aber bewusst offen als Anlaufstelle für weitere Unternehmen, die sich im Sinne von Exzellent Köln engagieren wollen: „In den kommenden Jahren soll das Netzwerk kontinuierlich wachsen und weitere Unternehmen zusammenbringen, die Verantwortung für die Zukunft der Region übernehmen.“