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Management, Biologie oder JuraStudium in Köln mit mehr Hürden verbunden als im Rest NRWs

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16.10.2025, Köln: Das Hauptgebäude der Universität Köln.

Foto: Michael Bause

Das Hauptgebäude der Universität Köln. 

Der Numerus Clausus ist immer seltener entscheidend für einen Studienplatz. Die Chancen stehen gut wie nie – allerdings nicht in Köln. 

An den Kölner Hochschulen gelten für 42 Prozent aller angebotenen Studiengänge Zulassungsbeschränkungen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des CHE-Centrum für Hochschulentwicklung. Diese hat ergeben, dass in NRW insgesamt noch gut ein Viertel (25,5 Prozent) aller Studienangebote im anstehenden Wintersemester 2026/27 eine Zulassungsbeschränkung haben: etwa in Form eines Numerus Clausus, eines Eignungstests oder eines Bewerbungsgesprächs. Damit sank die Quote in NRW leicht um 0,7 Prozent (2025: 26,2 Prozent).

NRW bleibt damit unter dem aktuellen Bundesschnitt von 31,6 Prozent (2025: 32,5). Im Ländervergleich liegt NRW auf Platz 10. In Berlin ist mehr als jeder zweite Studiengang zulassungsbeschränkt (53,5). Zwischen den Städten in NRW mit mehr als 15.000 Studierenden variiert der Anteil stark.

37 Prozent der Teilstudiengänge an der Uni Köln zulassungsbeschränkt

Köln verhält sich wie in den Vorjahren entgegen den NRW-Trend. An der Universität zu Köln als größte Hochschule der Stadt sind von 365 Teilstudiengängen im kommenden Wintersemester etwa 136 zulassungsbeschränkt. Das sind 37 Prozent (2025: 45 Prozent).

Nach Angaben der Unisprecherin prüft die Uni Köln pro Studiengang und turnusgemäß, ob die Zulassungsbeschränkung weiterhin erforderlich ist. Die Uni bleibt damit weit über dem NRW-weiten Durchschnitt. Zu den Gründen teilt eine Sprecherin mit, dass die Studiengänge dann zulassungsbeschränkt sind, „wenn aufgrund der vergangenen Semester abzusehen ist, dass die Nachfrage die vorhandenen personellen Lehrkapazitäten übersteigt.“ Es liege nahe, dass die Angebote an der Uni Köln stärker nachgefragt werden. Aktuell studierenden 41.000 Personen an der Uni.

In Paderborn ist zum Beispiel nur ein Prozent der Fächer mit einer Zugangsbeschränkung belegt, eine gute bis sehr gute Abiturnote verliert hier bei der Bewerbung fast völlig ihre Bedeutung. 

Für Management-Bachelor an der Uni Köln 1,0 nötig

An der Uni Köln wird der Studienplatz zu 20 Prozent nach der Abiturdurchschnittsnote vergeben und zu 80 Prozent nach der sogenannten Hochschulquote, hier zählt unter anderem auch die Anzahl der Wartesemester.

Für den englischsprachigen Bachelor „Management, economics and social science“ galt zum Wintersemester 2025/26 ein NC von 1,0, mit Wartesemester 1,2, für Jura 1,2, mit Wartesemester 1,7. Auch für manche Fächer im Rahmen eines Lehramtsstudiums (Gymnasium/Gesamtschule) gilt eine Zulassungsbeschränkung: für Biologie etwa 1,3 und für Deutsch 1,6. Viele Fächer an Uni sind jedoch auch zulassungsfrei: darunter Philosophie, Kunstgeschichte oder Erziehungswissenschaften. An der TH Köln, der zweitgrößten Hochschule der Stadt, sind von rund 90 Studiengängen etwa ein Drittel zulassungsbeschränkt. Für Architektur brauchte man im vergangenen Wintersemester ein Abitur von 1,7, mit Wartesemestern 2,3, während Fächer wie Film, Angewandte Chemie oder Erneuerbare Energien zulassungsfrei sind.

In Köln gibt es zudem eine Reihe Hochschulen, für die man zunächst seine musikalische (Musikhochschule), künstlerische (Kunsthochschule für Medien) sowie sportliche Eignung beweisen muss (Spoho), bevor man ein Studium hier aufnehmen kann.