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Tipps unserer RedaktionVier Kultur-Highlights im April in Köln

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Die Leoniden werden zum Finale der c/o pop auftreten.

Die Leoniden werden zum Finale der c/o pop auftreten.

Der Frühling naht und in Köln gibt es im April viele gute Gründe, sich vor die Tür zu wagen. Wir stellen Ihnen vier Kultur-Events vor.

1. Führung zum Thema Restitution im Rautenstrauch-Joest-Museum

Behalten oder zurückgeben? Es gibt eine lebhafte Debatte über das Thema Restitution von Stücken aus deutschen Museen. Zum Beispiel über die Rückgabe von Hofkunstwerken an Nigeria, die 1897 von britischen Soldaten aus dem Königreich Benin geraubt wurden. Das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum besitzt die viertgrößte Sammlung in Deutschland, die es zum erstem Mal 2021 in einer Sonderausstellung präsentierte.

In der Ausstellungsreihe „I miss you“ soll nun jedes der 96 Werke in seiner besonderen Individualität inszeniert werden. Gleichzeitig wollen die Ausstellungsmacher und -macherinnen an den Schmerz, den Verlust und die Trauer erinnern, der mit diesen Stücken verbunden ist. In den Führungen zur Ausstellung haben die Museumsbesucher und -besucherinnen die Möglichkeit, sich mit dieser langen und vielschichtigen Geschichte der Benin Hofkunstwerke und der Debatte über die Rückgabe auseinander setzen. 

Die Ausstellung „I miss you“ ist ab dem 29. April im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum zu sehen. Führungen zum Thema Restitution gibt es schon vorher, zum Beispiel am Mittwoch, 24. April, von 16 bis 17 Uhr. Treffpunkt: Kasse. Zusammen mit dem Eintritt ist die Führung kostenlos. 

Alles zum Thema Museum Ludwig

2. Ausstellung zum 100. Geburtstag von Chargesheimer

In seinem Fotoband „Köln 5 Uhr 30“ zeigt Chargesheimer seine Heimatstadt nicht gerade von ihrer besten Seite. Und auch sonst kannte der Kölner Fotograf keine falsche Ehrfurcht vor „heiligen“ Motiven; 1957 machte ihn ein maskenhaftes Adenauer-Porträt in Deutschland bekannt.

Sehr viel freundlicher blickte er auf die Menschen im Kuniberstviertel, denen er 1958 sein Buch „Unter Krahnenbäumen“ widmete. Am 19. Mai 2024 wäre Chargesheimer, der eigentlich Karl Heinz Hargesheimer hieß, 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Museum Ludwig ab 27. April rund 50 Werke im Fotoraum, darunter auch weniger bekannte Aufnahmen und drei kinetische Skulpturen aus Plexiglas.

„Chargesheimer“, Fotoraum des Museum Ludwig, 27. April – 10. November 2024

3. c/o pop

Die c/o pop gehört seit vielen Jahren zu den Highlights im Kölner Kulturfrühling. Und auch in diesem Jahr ist das Programm des Festivals, das vom 24. bis 28. April stattfindet, vollgepackt mit Konzerten, Panels und Workshops. DieListe der Künstlerinnen und Künstler, die dabei sind, ist scheinbar endlos, auftreten werden unter anderem Majan unplugged, Baby B3ns, Leoniden, Wavvyboi, Ikkimel, TYM, Eli Preiss, Art School Girlfriend, Ivo Martin, Jembaa Groove, und Tränen.

Am Festival-Samstag und -Sonntag gibt es wieder Free-Shows, für die es keine Tickets braucht. Und weil das Festival immer wieder Neues präsentieren will, startet im Vorfeld der Fußball-EM ein Projekt namens FU24BA7L, das andere Perspektiven auf den Sport eröffnen möchte. Ach ja einen Bagger-Fahr-Workshop gibt es dieses Jahr auch noch.

Die c/o pop findet vom 24. bis 28 April auf mehr als 30 Bühnen statt. Tickets gibt über die Homepage.

4. Nacht der Vielfalt und Gegensätzlichkeiten in Mülheim

Auch wenn die Sanierung der Mülheimer Brücke den Stadtteil ab April fast abschotten wird, bleibt Mülheim kulturell relevant. Die Mülheimer Nacht lässt daran keinen Zweifel, in der sich die Kulturstätten von ihrer besten Seite zeigen und die Straßen mit Leben erfüllen.

Die 13. und bisher größte Ausgabe des Fests lädt Gäste dazu ein, die Vielfalt und Gegensätzlichkeit im Veedel hautnah mitzuerleben: Rapkonzert im Friseurladen, Kunstausstellung in der Tapasbar, mit Sekt in der Boutique stöbern und irische Skamusik aus den 60ern neben dem Nachtflohmarkt.

Nach dem Motto „alles kann, nichts muss“ können Teilnehmende ihre Route durch die Cafés, Theater, Ateliers, Kirchen und Kneipen Mülheims selbst wählen. Ein Shuttle kutschiert sie von der MüZe bis zur Zoobrücke.

Die 13. Mülheimer Nacht startet am Samstag, dem 20., um 19 Uhr. Ein Ticket, das jede teilnehmende Location vor Ort anbietet, kostet 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) und gewährt Eintritt zum gesamten Programm.

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