Den Haag – Wegen des heftigen Sturmes sind in den Niederlanden zum ersten Mal in der Geschichte alle fünf großen Sturmflutwehre geschlossen worden. „Das hat es noch nie zuvor gegeben“, twitterte die Wasserbehörde am Mittwoch. Sie infomrierte überdies in einem Liveblog.
Um Überschwemmungen bei extremem Hochwasser zu verhindern, wurden die massiven Wehre geschlossen.
Die „Oosterscheldekering“ in der südwestlichen Provinz Zeeland ist das größte und bekannteste Wehr der Niederlande. Es ist neun Kilometer lang und wird bei Hochwasser ab drei Meter vorsorglich geschlossen. Zuletzt war das bei einem Herbststurm 2014 notwendig. Auch die großen Wehre an der Ijssel, der Maas und am Ijsselmeer wurden geschlossen.

Die Maeslant-Flutwehr im New Water Way bei Rotterdam. Das gigantische Bauwerk soll die Stadt Rotterdam vor dem Wasser der Nordsee schützen.
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Gut ein Drittel der Niederlande liegt unter dem Meeresspiegel. Bei Hochwasser drohen gut 60 Prozent des Landes überflutet zu werden. Dagegen soll ein ausgeklügeltes System von Deichen, Dämmen, Kanälen und den Sturmflutwehren schützen.
Flüge gestrichen, Züge ausgefallen
Seit dem Morgen sorgt der erste Sturm des Jahres für erhebliche Verkehrsprobleme. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden am Mittwoch vorsorglich knapp 200 Flüge gestrichen.

Bewegliche Barriere der Oosterschelde-Sturmflutwehr soll die Provinz Zeeland vor Hochwasser schützen.
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Auch der Zugverkehr war von dem heftigen Wind mit bis zu 130 Kilometer pro Stunde betroffen. In den Küstengebieten fielen Intercitys aus. Deiche und Brücken waren für den Autoverkehr gesperrt worden. (dpa)
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