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Wohngemeinschaften unbeliebtIn NRW lebt jeder dritte Studierende noch bei den Eltern

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WG, Wohnheim, eigene Mietwohnung oder doch noch im Elternhaus: Wie Studierende wohnen hängt auch stark vom Standort der Hochschule ab. (Symbolbild)

WG, Wohnheim, eigene Mietwohnung oder doch noch im Elternhaus: Wie Studierende wohnen hängt auch stark vom Standort der Hochschule ab. (Symbolbild)

In kaum einem anderen Bundesland bleiben so viele Menschen während des Studiums zu Hause wohnen wie in NRW. 

In Nordrhein-Westfalen lebt fast jeder dritte Studierende noch bei den Eltern – ein höherer Prozentsatz als in den meisten anderen Bundesländern. Laut einer Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung ist der Anteil der Studenten und Studentinnen im „Hotel Mama“ nur in Rheinland-Pfalz mit 32,8 zu 32,5 Prozent noch etwas höher als in NRW.

Wohngemeinschaften weniger beliebt als anderswo

Gleichzeitig leben in NRW mit seinen mehr als 50 Hochschulstandorten weniger Studierende in einer Wohngemeinschaft als im bundesweiten Durchschnitt. Während bundesweit rund jeder vierte Student WG-Mitbewohner hat, ist es in NRW etwas mehr als jeder Fünfte. Unbeliebter sind WGs nur noch in Brandenburg (14,8 Prozent), dem Saarland (17,6 Prozent), Hamburg (20,6 Prozent) oder Rheinland-Pfalz (20,7 Prozent). 

Mit 29,3 Prozent ist dagegen der Anteil der Studenten, die während des Studiums eine private Mietwohnung bewohnen, leicht über dem bundesweiten Durchschnitt. Im Wohnheim leben NRW-Studenten dagegen mit einem Anteil von 13,1 Prozent eher selten.

Viele Studenten pendeln zur Hochschulstadt

Auch bei der Frage nach der Entfernung zur Hochschule zeigt die Datenauswertung, für die das CHE bundesweit mehr als 87.000 Studierende in den vergangenen drei Wintersemestern befragt hat, regionale Unterschiede: Zwar lebt mit einem Anteil von 58,3 Prozent eine Mehrheit der Studenten direkt am Hochschulort, aber ein deutlich geringerer Anteil als in vielen anderen Bundesländern. 

Weniger sind es nur im Saarland (43,3 Prozent), in Brandenburg (52,5 Prozent), Rheinland-Pfalz (56,9 Prozent) und Hessen (57,2 Prozent). Zum Vergleich: In Mecklenburg-Vorpommern leben 88,3 Prozent der Studierenden vor Ort, der Bundesschnitt liegt bei 63,2 Prozent. 

Auto als Transportmittel vergleichsweise häufig in NRW

In Nordrhein-Westfalen werden die Wege zur Hochschule dabei etwas seltener zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt als im Bundesschnitt, dafür etwas häufiger mit dem ÖPNV und deutlich häufiger auch mit dem Auto. 31 Prozent der Befragten gaben demnach an, regelmäßig mit dem Pkw oder einem Motorrad zur Hochschule zu kommen. Mehr Autonutzer gibt es nur in Rheinland-Pfalz mit 39,4 Prozent. (dpa)