Wegen des hohen Verbrauchs fossiler Energien hat Deutschland seine Ressourcen für das ganze Jahr bereits aufgebraucht.
Leben auf PumpDeutschland hat seine Ressourcen für das ganze Jahr verbraucht

Der Erdüberlastungstag wird von der Organisation Global Footprint Network berechnet. (Handout)
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Rein rechnerisch hat Deutschland bereits an diesem Sonntag seinen Vorrat an natürlichen Ressourcen aufgebraucht, der für das komplette Jahr hätte reichen sollen. Die Organisation Global Footprint Network ermittelt diesen als Erdüberlastungstag bezeichneten Stichtag jedes Jahr für einzelne Staaten sowie für die gesamte Erde. Die globale Biokapazität wäre schon innerhalb des ersten Jahresdrittels aufgebraucht, falls die gesamte Weltbevölkerung einen Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß auf dem Niveau Deutschlands hätte.
Laut einer Mitteilung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist der exzessive Ressourcenverbrauch der Bundesrepublik hauptsächlich auf den intensiven Einsatz fossiler Energieträger zurückzuführen. Die Hauptverantwortung wird energieintensiven Industriezweigen, dem Gebäudebereich, dem Verkehr auf der Straße sowie der industriellen Tierhaltung zugeschrieben. Die Konsequenzen dieses Trends machen sich bereits bemerkbar, beispielsweise in Form von Trockenperioden, extremen Niederschlägen oder ansteigenden Temperaturen in urbanen Gebieten.
Kritik vom BUND: „Lebens- und Wirtschaftsstil nicht zukunftsfähig“
Olaf Bandt, der Vorsitzende des BUND, erklärte: „Unser aktueller Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig“. Er führte weiter aus: „Anstatt umzuschwenken auf Erneuerbare, setzen wir weiter auf Kohle, Öl und Gas.“ Im Gegensatz dazu würden Elektrizität aus Solar- und Windkraft, Wärmepumpen und zudem leichte, kompakte sowie effiziente Elektrofahrzeuge für Autonomie, verlässliche Planung und den Schutz des Klimas sorgen.
Terminverschiebung hat statistische Ursachen
Im Jahr 2025 wurde der deutsche Erdüberlastungstag am 3. Mai erreicht. Die diesjährige Verschiebung des Datums um eine Woche ist allerdings nicht auf eine umweltbewusstere Lebensweise zurückzuführen. Gemäß den Kalkulationen begründet sich die Verlegung des Termins hauptsächlich durch aktualisierte Datensätze und modifizierte Berechnungsmethoden. (dpa/red)
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