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Zwei Moderatoren im VisierOliver Pocher übt scharfe Kritik an ARD und ZDF

2 min
Oliver Pocher in Wiesbaden, 2026

Oliver Pocher sprach mit deutlichen Worten über zwei öffentlich-rechtliche Moderatoren. (Archivbild)

Oliver Pocher kritisiert ARD und ZDF scharf und fordert radikale Reformen. Auch die Moderatoren Klamroth und Böhmermann geht er an.

Der Kölner Comedian Oliver Pocher hat in einem Podcast den öffentlich-rechtlichen Rundfunk scharf kritisiert und dabei auch über zwei Moderatoren der Sender ARD und ZDF gesprochen.

Neben einer Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk generell richtet er sich damit vor allem gegen Jan Böhmermann, sowie Louis Klamroth. Zuletzt war bekanntgeworden, dass Böhmermanns Sendung „ZDF Magazine Royale“ zum Jahresende eingestellt wird.

Oliver Pocher übt scharfe Kritik an ARD und ZDF

In dem „Tomorrow Business Podcast“ bemängelte Pocher insbesondere das „Framing“ bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Seiner Meinung nach könnte man ARD, ZDF sowie die dritten Programme „schon längst einstampfen“. Auch die vielen Radiostationen seien entbehrlich, da künstliche Intelligenz deren Programmgestaltung übernehmen könne.

Er begründete dies damit, es sei „überall dasselbe“. Eine Fusion von ARD und ZDF erachtet er deshalb als naheliegend. Pocher prognostiziert zudem: „Und mittelfristig wird irgendwann auch der politische Druck so hoch werden, dass auch da an die Gebühren rangegangen wird“.

Unabhängigen Journalismus bezeichnet Pocher zwar als wichtig, sieht diesen bei den öffentlichen-rechtlichen Sendern aber nicht. „Ich sehe ja nichts Unabhängiges, ich sehe nur eine Richtung“, erklärt er. Es sei erforderlich, die Bevölkerung ernster zu nehmen und ihre Perspektiven zu berücksichtigen.

Auch klare Worte gegenüber Moderator Louis Klamroth

Als „Schwierig“ bezeichnete Pocher die Tatsache, dass Louis Klamroth als Moderator für Formate wie „Hart aber fair“ zur besten Sendezeit auftritt, wie er im Podcast erklärte.

Klamroth auf einer Juliläumsfeier im Juni 2026

Mit seiner Kritik richtet sich Pocher auch gegen den ARD-Moderator Louis Klamroth.

Als Grund dafür nennt Pocher Klamroths Beziehung zu Luisa Neubauer. Sie ist eine bundesweit bekannte Klimaaktivistin und gehört der Partei Bündnis 90/Die Grünen an.

„Kann normalerweise auch nicht funktionieren, und ein bisschen Neutralität musst du schon haben“, urteilt der Kölner Comedian. Offenbar werde das jedoch toleriert. Pocher spekulierte, dass eine Verbindung Klamroths mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel hingegen nicht akzeptiert würde.

Pocher hielt Böhmermann-Ende im ZDF für absehbar

Noch schärfer fiel Pochers Urteil über Jan Böhmermann aus. Dessen Format habe vor langer Zeit vielversprechend begonnen, sich jedoch in eine negative Richtung entwickelt. Die jüngst mitgeteilte Einstellung der Sendung sei daher „überfällig“ gewesen und es war absehbar, „dass es irgendwann knallt“.

Pocher meint: „Der hat ja Qualitäten, aber irgendwann ging’s nur noch darum, wirklich Leute fertigzumachen und plattzumachen“. Zahlreiche dieser Attacken seien unbegründet gewesen, nur weil „man die doof fand“.

Er ist überzeugt, dass das ZDF sich von Böhmermann schon länger distanzieren wollte. Im vergangenen Jahr war schon die Anzahl der Folgen reduziert worden. „Das Pendel ist einfach in die andere Richtung gekippt, und dann war’s eine Frage der Zeit“, so die Einschätzung des Komikers. (red)