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Treffen mit MacronKönig Charles und Camilla sehen Teppich mit NS-Vergangenheit

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Emmanuel Macron, König Charles III. und Königin Camilla betrachten bei einer Vorbesichtigung im British Museum Teile des historischen Teppichs von Bayeux.

Emmanuel Macron, König Charles III. und Königin Camilla betrachten bei einer Vorbesichtigung im British Museum Teile des historischen Teppichs von Bayeux.

König Charles und Camilla bewundern den fast 1000 Jahre alten Teppich von Bayeux, der einst von den Nazis geraubt wurde.

Im British Museum haben König Charles III. und Königin Camilla einen außergewöhnlichen Kulturschatz in Augenschein genommen. Der beinahe 1000 Jahre alte Teppich von Bayeux kann damit erstmals nach dem 11. Jahrhundert wieder in Großbritannien betrachtet werden.

Bei einer exklusiven Vorbesichtigung inspizierten die Royals die geschichtsträchtige Stickarbeit zusammen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seiner Gattin Brigitte. Anwesend waren zudem der britische Premierminister Andy Burnham sowie seine Frau Marie-France van Heel.

Die Eroberung Englands auf 70 Metern Leinen

Bei dem Teppich von Bayeux handelt es sich genau genommen nicht um einen gewebten Teppich, sondern um eine Stickarbeit auf Leinen mit einer Länge von etwa 70 Metern. Das Kunstwerk aus dem Mittelalter schildert in 58 Einzelbildern die Geschehnisse, die zur Invasion Englands im Jahre 1066 führten.

Königin Camilla und der französische Präsident Emmanuel Macron treffen ein, um die Ausstellung zum Wandteppich von Bayeux im British Museum zu besuchen.

Königin Camilla und der französische Präsident Emmanuel Macron treffen ein, um die Ausstellung zum Wandteppich von Bayeux im British Museum zu besuchen.

Abgebildet sind beispielsweise König Harold, die Auseinandersetzung bei Hastings und Wilhelm, der Herzog der Normandie, welcher nachfolgend den Beinamen Wilhelm der Eroberer erhielt. Auf dem geschichtsträchtigen Textil sind über 620 Personen sowie Hunderte von Tieren verewigt.

Von den Nationalsozialisten konfisziert

Die Historie des Teppichs ist jedoch nicht nur von hohem Alter geprägt, sondern sie ist ebenfalls mit einer finsteren Epoche der deutschen Vergangenheit verknüpft. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs konfiszierten die Nationalsozialisten die Stickerei, brachten sie nach Paris und lagerten sie im Louvre ein.

Die Stickarbeit wurde dort jedoch nicht der Öffentlichkeit präsentiert, wie das Magazin „Town & Country“ meldet. Nach Beendigung des Krieges erfolgte die sichere Rückführung nach Bayeux.

Geheimer Transport nach Großbritannien

Der jüngste Transport des geschichtsträchtigen Kulturguts verlief ebenfalls unter außergewöhnlichen Bedingungen. Im Juli wurde das Werk von Frankreich aus nach Großbritannien überführt, wobei strikte Sicherheitsmaßnahmen galten.

Mithilfe eines Lkw wurde das Artefakt in einem klimatisierten Spezialbehälter mit stoßabsorbierender Vorrichtung durch den Eurotunnel transportiert. Die gesamte Operation blieb bis zur erfolgreichen Ankunft unter Verschluss. Das British Museum nahm die Lieferung am 10. Juli um 2.50 Uhr in Empfang.

Für die Öffentlichkeit wird das außergewöhnliche Werk ab dem 10. September zugänglich sein. Die Ausstellung im British Museum soll bis Juli 2027 laufen. Bei der Vorbesichtigung trug Camilla ein elfenbeinfarbenes Kleid von Anna Valentine – dasselbe Modell, das sie bereits bei einem Besuch im Weißen Haus getragen hatte.