Beim Unfall von Prinzessin Diana 1997 überlebte nur Bodyguard Trevor Rees-Jones. Wie der Personenschützer heute lebt und was geschah.
Todestag von DianaBodyguard überlebte Unfall – Was wurde aus Trevor Rees-Jones?

Trevor Rees-Jones, der einzige Überlebende des tödlichen Autounfalls von Prinzessin Diana in Paris, am 24. Januar 2008 vor dem High Court in London. (Archivbild)
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In der Nacht zum 31. August 1997 verunglückte der Wagen von Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed im Pariser Alma-Tunnel. Während Diana, Dodi und Fahrer Henri Paul starben, gab es einen einzigen Überlebenden: Bodyguard Trevor Rees-Jones.
Anlässlich des 29. Todestages erinnert unter anderem ein Bericht des US-Magazins „People“ an das dramatische Geschehen und zeigt, was aus dem Überlebenden wurde.
Rees-Jones war damals bei der Familie Al-Fayed angestellt. Die Zusammenarbeit mit Dodi Al-Fayed gestaltete sich oft schwierig, da dieser Pläne kurzfristig änderte und Details verschwieg. „Dodi war eine Nervensäge“, erinnerte sich der Personenschützer im Jahr 2000 in der Sendung „60 Minutes“. „Er wollte niemandem im Voraus sagen, wohin er gehen würde. Für einen Leibwächter war es deshalb schwer, für Sicherheit zu sorgen.“
Dianas Unfallnacht: Die verhängnisvolle Flucht vor den Paparazzi
Als am Unfallabend die Flucht vor den Paparazzi über einen Hinterausgang geplant war, bestand Rees-Jones dennoch darauf mitzufahren. Gegen 0.17 Uhr verließ die Limousine das Hotel Ritz, rund 15 Minuten später kam es im Tunnel zur Kollision mit einem Betonpfeiler.

Trevor Rees-Jones am 13. März 2000 in London bei der Vorstellung seiner Autobiografie „The Bodyguard's Story: Diana, the Crash and the Sole Survivor“ (in Deutschland später als „Der Leibwächter. Was geschah wirklich, als Diana starb?“ veröffentlicht), in der er über die Nacht des Unfalls und die Vorwürfe danach berichtet. (Archivbild)
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Rees-Jones überlebte mit schwersten Verletzungen. Sein Gesicht war sostark zertrümmert, dass Chirurgen es in einer elfstündigen Operation mithilfe von Hochzeitsfotos, über 30 Metallschrauben und Platten rekonstruieren mussten.
Vorwürfe von Al-Fayed: Kampf gegen Verschwörungstheorien und Mitschuld
In den Jahren nach der Katastrophe sah sich Rees-Jones mit Anschuldigungen von Dodis Vater, Mohamed Al-Fayed, konfrontiert. Dieser unterstellte ein Komplott und warf dem Personenschützer vor, seinen Gedächtnisverlust nur vorzutäuschen. Im Jahr 2000 wehrte sich Rees-Jones mit seiner Autobiografie „Der Leibwächter. Was geschah wirklich, als Diana starb?“.
Offizielle Ermittlungen sprachen ihn 2004 von jeder Mitschuld frei. Zu den Vorwürfen sagte er damals dem Magazin „People“: „Ich bin nicht verbittert gegenüber Herrn Al-Fayed. […] Aber ich würde mich schämen, wenn ich nicht eine Art moralische Verantwortung empfinden würde – man wäre kein Mensch, wenn man das nicht täte. […] Ich wurde dafür bezahlt, auf Dodi und seinen Gast aufzupassen, und sie starben während meiner Schicht. Das wird mich für den Rest meines Lebens begleiten.“
Neues Leben heute: Was Trevor Rees-Jones nach der Tragödie macht
Heute hat sich Trevor Rees-Jones weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Beruflich blieb er im Sicherheitssektor tätig und übernahm unter anderem Aufgaben für die Vereinten Nationen sowie für internationale Konzerne. Nach seiner Scheidung legte er den Doppelnamen ab und tritt wieder als Trevor Rees auf.
Zuletzt wurde er im August 2022 in der Öffentlichkeit gesehen: Britische Medien veröffentlichten damals Fotos, die ihn bei Alltagsbesorgungen auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Grafschaft Shropshire zeigten. Er soll heute als globaler Sicherheitschef für den Pharmakonzern AstraZeneca arbeiten. Er ist in zweiter Ehe mit einer Lehrerin verheiratet und lebt mit seiner Familie zurückgezogen in England. (jag)
