WM-Auftritt in der Krise: Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus vertreten das norwegische Königshaus beim Turnier in den USA.
Royale AblenkungPrinzessin Ingrid Alexandra feiert norwegischen WM-Sieg

Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen und ihr Bruder, Prinz Sverre Magnus, auf der Tribüne des „New York New Jersey Stadium“ in East Rutherford. Vor dem WM-Gruppenspiel gegen den Senegal zeigten sich die royalen Geschwister gut gelaunt in den USA.
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Das norwegische Königshaus durchlebt turbulente Zeiten, doch die Hoffnung ruht nun auf der nächsten Generation. Prinzessin Ingrid Alexandra (22) rückt nach schweren Monaten für die royale Familie zunehmend in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.
Am Montagabend (Ortszeit) zeigte sie sich gemeinsam mit ihrem Bruder, Prinz Sverre Magnus (20), beim WM-Spiel der norwegischen Nationalmannschaft gegen den Senegal in East Rutherford, New Jersey. Der Auftritt, den die Geschwister mit einem 3:2-Sieg der Norweger feierten, gilt in Oslo als Signal für eine neue, aktivere Rolle der künftigen Königin.
WM 2026: Prinz Sverre Magnus und Prinzessin Ingrid Alexandra feiern norwegische Fußballer
Der Besuch des Fußballspiels war kein reiner Freizeittermin, sondern Teil eines offiziellen Programms in den USA, bei dem die Geschwister das Königshaus vertreten. Geplant ist unter anderem auch der Besuch einer norwegisch-amerikanischen Fußballschule im New Yorker Stadtteil Brooklyn.
Die verstärkte Präsenz der 22-Jährigen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Königshaus in Oslo unter erheblichem Druck steht. Kronprinzessin Mette-Marit (52) befindet sich nach einer Lungentransplantation in der Klinik, weshalb Kronprinz Haakon (52) sein Pensum reduziert hat, um seine Ehefrau zu unterstützen.
Zudem belasten die Inhaftierung von Mette-Marits ältestem Sohn, Marius Borg Høiby (29), sowie frühere Berichte über Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein das Ansehen der Krone. König Harald (89) und Königin Sonja (88) absolvieren zwar weiterhin Termine, sind jedoch zunehmend auf Entlastung angewiesen.
Mette-Marit und Marius Borg Høiby: Krisen erschüttern norwegisches Königshaus
Eigentlich studiert Ingrid Alexandra seit August 2025 Sozialwissenschaften an der University of Sydney in Australien, kehrte jedoch aufgrund der Erkrankung ihrer Mutter nach Norwegen zurück. Beobachter beschreiben die Prinzessin als bodenständig, nahbar und pflichtbewusst.

Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen und ihr Bruder, Prinz Sverre Magnus, auf der Tribüne des „New York New Jersey Stadium“ in East Rutherford.
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Laut der norwegischen Adelsexpertin Caroline Vagle vom Magazin „Se og Hør“ bringt sie die notwendigen Qualitäten mit, um der Monarchie in dieser Phase Stabilität und Zuversicht zu verleihen.
Ingrid Alexandra wird seit ihrer Geburt auf das Amt vorbereitet. Dank einer Reform des Thronfolgegesetzes aus dem Jahr 1990 gilt in Norwegen die absolute Primogenitur, wonach das erstgeborene Kind unabhängig vom Geschlecht die Nachfolge antritt. Sie wird damit die erste regierende Königin des Landes seit Jahrhunderten werden.
Bereits im Herbst könnte sich ihr offizieller Status weiter festigen. Am 3. November stimmt das norwegische Parlament über eine Verfassungsänderung ab. Sollte diese angenommen werden, könnte Prinzessin Ingrid Alexandra künftig offiziell als Regentin einspringen, falls König Harald und Kronprinz Haakon gleichzeitig verhindert sein sollten. Dies soll die Handlungsfähigkeit des Staatsoberhauptes auch in Krisenzeiten lückenlos garantieren.

