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Palast bestätigtKronprinzessin Mette-Marit hat neue Lunge erhalten

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Kronprinzessin Mette-Marit mit Sauerstoffgerät.

Kronprinzessin Mette-Marit hat neue Lunge erhalten. (Archivbild)

Die Frau von Kronprinz Haakon wurde im Rikshospitalet in Oslo operiert.

Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat sich einer Lungentransplantation unterzogen. Das teilte der Königspalast am Mittwoch in einer offiziellen Pressemitteilung mit. Der Eingriff wurde im Rikshospitalet in Oslo durchgeführt. Laut dem Leiter der dortigen Thoraxchirurgie, Arnt Fiane, verlief die Operation bisher erfolgreich.

Mette-Marit wird nun noch mehrere Wochen in der Klinik verbleiben. Dies sei eine übliche Routine, um die Medikamente anzupassen, mögliche Komplikationen zu behandeln und mit Rehabilitationstrainings zu beginnen, erklärte der Leiter der Lungenabteilung. Kronprinz Haakon wird sein offizielles Programm anpassen, um seiner Ehefrau in dieser Zeit beizustehen. Ein nächstes Update zum Gesundheitszustand soll erst nach der Entlassung der Kronprinzessin folgen.

Hintergrund und Geheimhaltung zum Spenderschutz

Wann genau die Operation stattfand, behält der Hof aus rechtlichen Gründen für sich. Da Kronprinz Haakon bereits am vergangenen Freitag Termine absagte, liegt die Vermutung nahe, dass der Eingriff in der letzten Woche erfolgte. Die strikte Geheimhaltung des Datums dient in dem dünn besiedelten Land dem Schutz der Anonymität, damit keine Rückschlüsse auf aktuelle Unfälle oder Sterbefälle und somit auf die Identität des Spenders gezogen werden können.

Kronprinzessin Mette-Marit winkt im April bei einem Empfang im Königlichen Schloss für die norwegischen Athleten der Paralympischen Spiele in Mailand und Cortina 2026.

Kronprinzessin Mette-Marit winkt im April bei einem Empfang im Königlichen Schloss für die norwegischen Athleten der Paralympischen Spiele in Mailand und Cortina 2026.

Die chronische Lungenfibrose der Kronprinzessin, die sie im Jahr 2018 öffentlich gemacht hatte, hatte sich zuletzt drastisch verschlechtert. Nachdem der Hof bereits im Dezember mitgeteilt hatte, dass Ärzte eine Transplantation ins Auge fassen, gab Oberarzt Are Holm am 5. Juni auf einer Pressekonferenz bekannt, dass die Situation ernst sei. Mette-Marit wurde daraufhin auf die offizielle Warteliste gesetzt. Nun ging alles sehr schnell.

Massive Welle der Solidarität in Norwegen

Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon während der Feierlichkeiten zum norwegischen Nationalfeiertag auf dem Balkon des Königlichen Schlosses

Solche Bilder hatten zuletzt große Sorge ausgelöst: Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon während der Feierlichkeiten zum norwegischen Nationalfeiertag auf dem Balkon des Königlichen Schlosses. (Archivbild)

Die dramatische Entwicklung rund um die Kronprinzessin hatte in Norwegen im Vorfeld der Operation eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB unter Berufung auf die nationale Stiftung Organspende berichtete, registrierten sich nach der Bekanntgabe der Listung rund 12.000 Menschen neu als Spender. Dies entsprach fast dem 180-fachen Wert des Vormonats – eine Steigerung von beinahe 18.000 Prozent.

Die Kriterien für die Aufnahme auf die Warteliste sind streng: Ein solcher Schritt wird in der Regel erst eingeleitet, wenn die Lebenserwartung ohne ein neues Organ bei etwa einem Jahr liegt. Zuletzt war Mette-Marit im Alltag bereits auf ein Sauerstoffgerät angewiesen.