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Längere Wartezeiten drohenHausärzteverband protestiert gegen Sparpläne der Regierung

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Hausarzt

Das Sparpaket soll die gesetzlichen Krankenkassen 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten - auch bei den Arztpraxen soll gekürzt werden. (Symbolbild)

Hausärzte protestieren gegen Sparpläne der Regierung. Sie warnen vor Praxis-Schließungen und längeren Wartezeiten.

Der Verband der Hausärztinnen und Hausärzte initiiert eine bundesweite Protestaktion gegen die Sparvorhaben der Bundesregierung im Gesundheitsbereich. Die Organisation warnt vor gravierenden Konsequenzen für die Patientenversorgung. „Die angedachten Kürzungen sind vollkommen plan- und wahllos“, erklärte die Co-Vorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth. Sie befürchtet weniger Praxen, eine schlechtere Betreuung und längere Wartezeiten. „Damit legt man die Axt ohne Rücksicht auf Verluste an die Wurzel der hausärztlichen Versorgung“, so Buhlinger-Göpfarth.

Im Rahmen der Kampagne ist eine E-Mail-Aktion vorgesehen, die es Patienten ermöglicht, sich direkt an die Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises zu wenden. Dafür werden die deutschlandweit circa 50.000 allgemeinmedizinischen Praxen mit Plakaten sowie Informationsblättern versorgt. Ein Textvorschlag für die Nachrichten an die Politik verdeutlicht die angespannte Situation: „Bereits jetzt arbeitet meine Praxis ständig am Limit. Durch die nun geplanten Kürzungen wird sich die Situation weiter verschärfen.“

Kassenentlastung von 16,3 Milliarden Euro als Ziel

Anlass für die Proteste ist ein vom Bundeskabinett verabschiedetes Sparpaket. Es zielt darauf ab, die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2027 um 16,3 Milliarden Euro finanziell zu entlasten. Damit soll ein erwartetes Defizit gedeckt und die Anhebung von Zusatzbeiträgen für Versicherte abgewendet werden. Die von Ministerin Nina Warken (CDU) erarbeiteten Maßnahmen umfassen unter anderem Ausgabenbegrenzungen für Praxen, Kliniken und die Pharmabranche. Ferner sind höhere Eigenbeteiligungen bei Medikamenten sowie Restriktionen bei der kostenfreien Mitversicherung von Ehepartnern geplant.

Der Hausärzteverband moniert insbesondere die beabsichtigte Streichung von Zusatzhonoraren, zum Beispiel für die Beratung zur Organspende. Überdies soll die erst kürzlich beschlossene Aufhebung der Honorarobergrenzen für Allgemeinmediziner teilweise wieder rückgängig gemacht werden, was auf erheblichen Widerstand stößt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.