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Iran mit GegenangriffRaketenwelle auf Israel gefeuert – 70 Tote bei Angriff auf iranische Schule

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Über der Bucht von Haifa explodiert am 28. Februar ein anfliegendes Geschoss. Der Iran hatte nach US- und israelischen Angriffen Raketen auf Israel abgefeuert.

Über der Bucht von Haifa explodiert am 28. Februar ein anfliegendes Geschoss. Der Iran hatte nach US- und israelischen Angriffen Raketen auf Israel abgefeuert.

Am Morgen beginnen die USA und Israel mit Angriffen auf den Iran. Zuvor war eine weitere Verhandlungsrunde ergebnislos verlaufen.

Nach Beginn gemeinsamer Angriffe der USA und Israels auf iranisches Territorium hat der Iran nach Angaben des israelischen Militärs Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Die israelische Luftabwehr sei aktiviert worden. Die iranischen Revolutionsgarden bezeichneten den Beschuss laut staatlicher Nachrichtenagentur Irna als „Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners“.

Tote bei Raketenangriff auf Schule in Hormusgan

Laut iranischem Staatsfernsehen zeigt das Bild die beschädigte Mädchenschule in der Provinz Hormusgan nach US- und israelischen Luftangriffen. Nach iranischen Angaben wurden 24 Menschen getötet.

Laut iranischem Staatsfernsehen zeigt das Bild die beschädigte Mädchenschule in der Provinz Hormusgan nach US- und israelischen Luftangriffen. Nach iranischen Angaben wurden 24 Menschen getötet.

Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 70 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichteten Staatsmedien. Rund 90 weitere Schülerinnen seien verletzt worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur.

Explosionen in Teheran und bei Isfahan – Israel ruft Ausnahmezustand aus

In der iranischen Hauptstadt Teheran kam es im Stadtzentrum zu Explosionen. Augenzeugen berichteten von Panik in der Millionenmetropole; viele Menschen versuchten demnach, die Stadt zu verlassen.

Von links: US-Präsident Donald Trump, Irans Revolutionsführer Ali Khamenei und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Die USA und Israel starteten am 28. Februar Angriffe auf iranische Ziele, Teheran reagierte mit Raketenbeschuss.

Von links: US-Präsident Donald Trump, Irans Revolutionsführer Ali Khamenei und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Die USA und Israel starteten am 28. Februar Angriffe auf iranische Ziele, Teheran reagierte mit Raketenbeschuss.

Iranische Staatsmedien meldeten zudem Explosionen am Rand der Stadt Isfahan. Südöstlich davon befindet sich ein Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr vom US-Militär im Zuge israelischer Angriffe bombardiert worden war.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, es handle sich um einen Präventivschlag zur Beseitigung konkreter Bedrohungen. Er rief den Ausnahmezustand aus. Der Luftraum über Israel wurde bis auf Weiteres geschlossen. Der israelische Zivilschutz veröffentlichte Verhaltensanweisungen für die Bevölkerung.

Trump kündigt „massiven und andauernden Einsatz“ an

US-Präsident Donald Trump sprach von einem „massiven und andauernden Einsatz“ gegen den Iran. Ziel sei es, sicherzustellen, dass der Iran „nie eine Atomwaffe haben“ werde. Er kündigte an, iranische Raketenstellungen zu zerstören und die Marine des Landes zu vernichten.

Menschen bringen sich in Tel Aviv in Sicherheit und flüchten in die U-Bahn-Stationen.

Menschen bringen sich in Tel Aviv in Sicherheit und flüchten in die U-Bahn-Stationen.

Trump hatte der iranischen Führung zuvor ein Ultimatum bis Anfang März gestellt. „Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich“, hatte er erklärt.

Der Militärschlag erfolgte zwei Tage nach einer weiteren ergebnislosen Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm in Genf. Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran Gespräche geführt, ehe Israel iranische Ziele angriff und die USA sich beteiligten. Der Iran reagierte damals mit ballistischen Raketen auf Israel.

Kliniken im Iran im Alarmmodus

Nach Beginn der Angriffe versetzte das iranische Gesundheitsministerium die Kliniken in einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Das meldete Irna. Landesweit sollen ausgewählte Apotheken Tag und Nacht geöffnet sein. Medizinisches Personal wurde in Bereitschaft versetzt. Kriegsverletzungen sollen kostenlos behandelt werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff. Die USA schlossen sich damals den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Iran feuerte daraufhin ballistische Raketen auf Israel ab. (jag/dpa)