„Werden den Killer töten“Selenskyj rechnet mit Ermordung Putins durch inneren Führungszirkel

Lesezeit 3 Minuten
Noch ist nichts Konkretes über Anschläge auf das Leben von Wladimir Putin bekannt geworden. Wolodymyr Selesnkyj allerdings glaubt, dass es ein Attentat geben wird.

Noch ist nichts Konkretes über Anschläge auf das Leben von Wladimir Putin bekannt geworden. Wolodymyr Selesnkyj allerdings glaubt, dass es ein Attentat geben wird.

Wolodomyr Selenskyj prophezeit den Tod von Wladimir Putin. Offen sei nur der Zeitpunkt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj glaubt, dass der russische Präsident Wladimir Putin von Vertrauten aus seinem inneren Führungszirkel getötet wird. Selenskyjs Aussagen stammen aus dem Dokumentarfilm „A Year“ des Journalisten Dmytro Komarow.

„Es wird sicherlich einen Moment geben, in dem die Zerbrechlichkeit von Putins Regime in Russland spürbar wird“, so der Präsident. „Sie werden einen Grund finden, den Killer zu töten. Wird es funktionieren? Ja. Wann? Ich weiß es nicht.“

Das Dokumentarprojekt „A Year“ des „World Inside Out“-Teams zeigt die Sicht von Autor Dmitry Komarov auf den Krieg – hautnah aus Butscha, Irpin, Kiew, Charkiw oder Cherson.

Wolodymyr Selenskyj glaubt an Attentat auf Wladimir Putin

Unter dem Angriffskrieg gegen die Ukraine und den westlichen Sanktionen leidet nicht nur die russische Wirtschaft, auch das Vermögen vieler Oligarchen ist in Gefahr. Berichte über Frustrationen in Putins innerem Kreis gab es in den vergangenen Monaten häufiger. Auch der ukrainische Geheimdienst hofft, dass sich enge Vertraute des Kremlherrschers irgendwann gegen Putin wenden.

Dass sich Putin mit seiner Politik Feinde im eigenen Land gemacht hat, ist dem russischen Präsidenten offenbar bewusst. Bereits kurz nach Kriegsbeginn wurden Berichte laut, Putin habe sich mit seinem eigenen Sicherheitsapparat überworfen. Damals machten Gerüchte die Runde, Mitglieder der russischen Elite könnten einen Mordanschlag auf den Präsidenten planen.

Attentat auf Wladimir Putin? Bislang nur Gerüchte

Im Mai 2022 gab Kyrylo Budanow, Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, an, dass es einen Attentatsversuch auf Putin gegeben habe, dieser aber gescheitert sei. Belege dafür konnte er jedoch nicht liefern. Die Vermutung, dass Putin von seinem inneren Zirkel eines Tages gestürzt werden könne, äußerten Experten seitdem regelmäßig. Bislang wurde seither jedoch nichts über Anschlagversuche bekannt.

Die Sicherheitsmaßnahmen hat der 70-Jährige seit Kriegsbeginn dennoch erhöht. Putin hält sich seit Kriegsbeginn weit weg vom Geschehen und fast nur noch im Kreml auf. Einst mit nacktem Oberkörper auf der Jagd oder als Judokämpfer bestens inszeniert, meidet Wladimir Putin inzwischen öffentliche Auftritte. An der Front oder bei einem Soldatenbegräbnis ließ er sich seit Kriegsbeginn nicht sehen.

Putin setzt auf erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Für Reisen aus Moskau in seine Ferienresidenzen nutzt der russische Präsident laut Berichten mehrerer russischer Medien seit rund anderthalb Jahren fast ausschließlich einen speziell für seine Zwecke angefertigten gepanzerten Sonderzug. Demnach vermeidet es Putin, mit dem Flugzeug zu reisen und somit auch geortet und möglicherweise angegriffen zu werden.

Laut Abbas Galljamow, Politikwissenschaftler und ehemaliger Redenschreiber des russischen Präsidenten, könnte auch das Militär für Putin zum Problem werden. Unter Umständen sei sogar ein Putsch möglich. Auch der Aufstieg von Jewgeni Prigoschin, der ohne offizielles Amt faktisch zu einem der wichtigsten Politiker des Landes geworden ist, habe Putins Machtvertikale zerstört und könne zu Problemen führen.

Wladimir Putin geht gegen Kritiker hart vor

Sollte Putin schwer erkranken oder sterben, würde laut der Verfassung Russlands Ministerpräsident die Geschäfte des amtierenden Präsidenten übernehmen. Um Aufstände im Keim zu ersticken, geht Putins Regime gegen Kritiker und Oppositionelle hart vor. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Kriegskritiker unter dem Vorwand der „Diskreditierung der russischen Armee“ zu langen Haftstrafen verurteilt.

Der Film „A Year“ war vergangenen Freitag (24. Februar) anlässlich des einjährigen Jahrestags des Ukraine-Krieges, veröffentlicht worden. (pst)

Nachtmodus
KStA abonnieren