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Kühle mit NebenwirkungenDiese Risiken drohen durch Ventilatoren im Büro

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Ventilator am Arbeitsplatz

Ventilatoren schaffen kurzfristig Abhilfe. Doch sie haben auch Nachteile.

Ventilatoren verschaffen bei Hitze Abkühlung, bergen laut IG Metall aber auch Risiken wie die Verbreitung von Viren.

Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke verschaffen Ventilatoren Erleichterung. Ihre kühlende Wirkung entsteht durch die Beschleunigung der Schweißverdunstung. Allerdings wird der dadurch erzeugte Luftzug nicht von allen Menschen gut toleriert. Ein weiterer Nachteil ist die Aufwirbelung von Staubpartikeln und Pollen, was für Personen mit Allergien eine erhebliche Belastung darstellen kann.

Diese Hinweise stammen aus einer aktuellen Publikation der Gewerkschaft IG Metall zum Thema Arbeitsschutz bei hohen Temperaturen. Dem Ratgeber zufolge haben auch tragbare Klimaanlagen Nachteile: Neben einer oft hohen Lautstärke verursachen sie ebenfalls einen Luftzug. Dies kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie einem verspannten Nacken oder Erkältungsanzeichen führen.

Empfehlung: Nutzung auf Einzelbüros beschränken

Aus diesem Grund empfiehlt die Arbeitnehmervertretung, Geräte zur Luftumwälzung – also mobile Ventilatoren und Klimageräte – vorzugsweise in Büros für nur eine Person zu betreiben. Die Begründung liegt darin, dass solche Apparate die Luft im Raum ausschließlich zirkulieren lassen, ohne dabei den Frischluftanteil von außen zu steigern.

Befinden sich mehrere Menschen in einem Zimmer, entsteht dadurch eine zusätzliche Gefährdung. Durch die Luftbewegung können mit Viren belastete Aerosole im Raum verteilt werden. Zudem ist ein Transport von Tröpfchen über weitere Strecken möglich. Infolgedessen steigt das Ansteckungsrisiko für Infektionen der Atemwege.

Effektivere Alternativen für Großraumbüros

Die IG Metall legt nahe, stattdessen auf Vorkehrungen zurückzugreifen, welche die genannten negativen Effekte vermeiden. Hierzu zählt die Nutzung von Sonnenschutzvorrichtungen wie Jalousien und Rollläden. Diese sollten idealerweise auch nach Dienstschluss geschlossen bleiben, damit die Büros nicht aufheizen.

Ein durchdachtes Lüftungskonzept, beispielsweise das Öffnen der Fenster in der Nacht, kann die Raumtemperatur schon vor Beginn der Arbeitszeit senken. Des Weiteren kann überflüssige Wärmeentwicklung verhindert werden, indem man Elektrogeräte ausschließlich bei tatsächlichem Gebrauch aktiviert. (dpa/red)