Ein Kettenbrief auf WhatsApp warnt vor einer KI, die alle Chats mitliest. Doch die Behauptung ist falsch.
KI-Panik auf WhatsAppKettenbrief warnt fälschlich vor Zugriff auf alle Chats

Panik im Gruppenchat? Ruhig bleiben. Kettenbriefe zu «KI liest alles mit» sind frei erfunden – Verbraucherzentralen raten: löschen, nicht weiterleiten.
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Eine Falschmeldung macht aktuell auf WhatsApp die Runde. Der vor allem in Gruppen geteilte Kettenbrief behauptet fälschlich, „ab Samstag KI auf WhatsApp verfügbar“ sei und diese dann „Zugriff auf alle Unterhaltungen“ habe. Diese Information ist unzutreffend und soll Nutzer verunsichern.
Tatsächlich ist die Funktion „Meta AI“ in Deutschland bereits seit Ende März 2025 in WhatsApp integriert. Die künstliche Intelligenz kann jedoch ausschließlich einzelne Mitteilungen verarbeiten, die ihr entweder direkt zugesendet werden oder wenn sie mit dem Befehl „@Meta AI“ explizit hinzugefügt wird. Sie erhält zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf vollständige Chatverläufe.
Meta widerspricht den Behauptungen
Meta unterstreicht dies in seiner WhatsApp-Hilfe: „Nur Nachrichten, in denen @Meta AI erwähnt wird oder die Personen mit Meta AI teilen, können von Meta gelesen werden. Meta kann keine anderen Nachrichten in deinen persönlichen Chats lesen.“ Alle anderen privaten Konversationen sind mittels einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert.
Auch die weiteren im Kettenbrief verbreiteten Annahmen, die KI könne Telefonnummern einsehen oder erlange Zugriff auf private Daten, sind haltlos. Die „Verbraucherzentralen“ empfehlen daher, solche Nachrichten zu löschen und nicht weiterzuverbreiten, um Panik zu vermeiden. Ihr Rat lautet: „Löschen Sie Kettenbriefe - auch die ungefährlichen -, ohne sie weiterzuleiten.“

Kurz durchatmen, dann weg damit: Wer so einen KI-Kettenbrief bekommt, muss nichts «ab Samstag» einstellen – am besten einfach löschen.
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Was steckt hinter dem „erweiterten Datenschutz“?
Als angebliches Gegenmittel schlägt der Kettenbrief die Aktivierung des „erweiterten Datenschutzes“ vor. Diese Einstellungsoption existiert seit April 2025 und kann für Gruppen- sowie Einzelchats verwendet werden.
Die Funktion blockiert den Export des gesamten Chatverlaufs, verhindert die automatische Sicherung von Medien in der Galerie des Geräts und deaktiviert KI-Anfragen an Meta AI im betreffenden Chat. Dies steht jedoch in keinem Zusammenhang mit dem fälschlich behaupteten globalen Zugriff der KI.
Der „erweiterte Datenschutz“ kann es zwar erschweren, dass Inhalte einen Chat verlassen, aber eine vollständige Verhinderung ist nicht möglich. Screenshots oder das Kopieren einzelner Inhalte sind weiterhin eine Option. Ob die Einstellung sinnvoll ist, müssen Anwender selbst abwägen. Die Argumentation des Kettenbriefs ist jedenfalls unbegründet.
Wie weit geht der Datenschutz wirklich?
Meta selbst nannte bei der Einführung der Funktion vor über einem Jahr ein Anwendungsbeispiel: Gruppen, in denen sich die Mitglieder nicht persönlich kennen, aber sensible Themen besprechen, wie es etwa in Selbsthilfegruppen der Fall ist.
„Netzpolitik.org“ kritisierte in diesem Kontext „den halbherzigen Ansatz von Whatsapp in Sachen Datenschutz und Privatsphäre“. Obwohl der Messenger eine durchgehende Verschlüsselung der Kommunikation bereitstellt, würden laut der Kritik von „Netzpolitik.org“ weiterhin signifikante Metadaten gesammelt. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.