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Wassermangel im RheinlandKommunen stellen strenge Regeln auf – diese Strafen drohen

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Auch der Rhein führt ganz wenig Wasser nur och mit.

Der Rheinpegel bei Köln ist auch nur noch ganz niedrig. (Archivfoto)

Bei bis zu 38 Grad und anhaltender Trockenheit verschärft sich die Wassersituation in Köln dramatisch. Die Stadt und Wasserversorger warnen.

Bei Temperaturen von bis zu 38 Grad und anhaltender Trockenheit spitzt sich die Wassersituation in Köln und weiten Teilen Nordrhein-Westfalens zu. Die Hitzewelle treibt den Trinkwasserverbrauch in die Höhe und zwingt Versorger und Behörden zu drastischen Maßnahmen.

Wer gegen die geltenden Beschränkungen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen – in manchen Fällen bis zu 1.000 Euro, bei Entnahme aus Gewässern sogar deutlich mehr.

Wassernot in Köln: Bis zu 1000 Euro Strafe bei Verstoß gegen Sparregeln

In Köln gilt seit Mitte Juni ein Verbot der Wasserentnahme aus Bächen und anderen fließenden Gewässern im gesamten Stadtgebiet. Diese Maßnahme gibt es im Rechtsrheinischen eigentlich jeden Sommer. Die Allgemeinverfügung der Stadt untersagt das Pumpen oder Absaugen von Wasser aus Oberflächengewässern bis voraussichtlich Ende Oktober.

Betroffen sind vor allem Grundstückseigentümer, die bisher Bachwasser zum Gießen ihrer Gärten oder zum Befüllen ihrer Pools nutzten. Zuwiderhandlungen können mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Ausnahmezustand in Teilen von NRW ausgerufen

Auch bei der Trinkwasserversorgung aus der Leitung verschärft sich die Lage. In mehreren Regionen Nordrhein-Westfalens, darunter Teile Ostwestfalens, wurde bereits der „Ausnahmezustand” ausgerufen.

Dort sind nicht notwendige Nutzungen von Trinkwasser, wie das Waschen von Autos, das Reinigen von Terrassen, das Bewässern von Rasen und Gärten sowie das Befüllen von Pools und Planschbecken, verboten. Bei Verstößen dürfen die Ordnungsämter Bußgelder von bis zu 1.000 Euro verhängen.

In Köln und Umgebung appellieren die Stadtwerke und Behörden zwar noch vorrangig an die Freiwilligkeit, doch bei anhaltender Hitze könnten auch hier bald ähnliche Verbote folgen.

Kein Autowaschen, kein Rasensprengen: Hohe Strafen wegen Wassernot im Rheinland

Die Gründe für die Knappheit sind vielschichtig: Ein hoher Verbrauch durch Duschen, Gartensprengen und Kühlung lässt die Hochbehälter schneller leerlaufen, als Grundwasser und Flüsse nachspeisen können.

Gleichzeitig sinken die Pegelstände von Rhein, Erft und kleineren Bächen bedrohlich. Die Stadt Köln hat die Entnahme aus Gewässern bereits untersagt, um die Ökosysteme zu schützen und die Trinkwasserreserven zu sichern.

Es wird besonders kritisch, wenn Bürger die Verbote ignorieren. Die Behörden betonen, dass es nicht um symbolische Appelle geht, sondern um den Schutz der öffentlichen Versorgung. Trinkwasser muss vorrangig für Haushalte, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und die Feuerwehr verfügbar bleiben. Wer dabei erwischt wird, wie er nachts den Rasen sprengt oder einen Pool mit dem Schlauch befüllt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern trägt auch zur Überlastung des Systems bei. (mbr)