Elli Bachem aus Euskirchen belohnt sich für ihren hohen Trainingsaufwand mit dem dritten Platz im Sprint-Triathlon in ihrer Altersklasse.
Erfolgreiche EuskirchenerinElli Bachem holt bei deutscher Meisterschaft Bronze

Von April bis September trainiert die Euskirchenerin fast täglich auf dem Rad. Ihr nächstes großes Ziel ist die WM 2027 in Hamburg.
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Elisabeth Bachem aus Euskirchen hat bei den deutschen Meisterschaften im Sprint-Triathlon den dritten Platz in der Altersklasse 65 belegt. Am Steinhuder Meer bei Hannover holte sie ihre zweite Medaille bei nationalen Titelkämpfen – nach Silber 2025 in Dresden.
Der Wettkampf fand im Rahmen der „Finals 2026“ statt. Unter diesem Begriff wurden in 24 Sportarten die neuen Champions ermittelt. Das Steinhuder Meer ist ein See in der Nähe von Hannover, dem Hauptaustragungsort der „Finals“.
750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radeln und 5 Kilometer Laufen
Bachem, die viele unter dem Namen Elli kennen, startet für den LC Euskirchen (LCE). Der Sprint-Wettkampf besteht aus 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Die 66-Jährige, die die beste Schwimmzeit hingelegt hatte, kam nach 1:22:45 Stunden ins Ziel, knapp dreieinhalb Minuten hinter der Siegerin Angela Boczek (TuS Rotenburg) und 2:21 Minuten hinter der Zweiten Marieluise Hermanns (DLRG Wetzlar).
Die Medaillengewinnerinnen hatten einen deutlichen Vorsprung vor den übrigen Athletinnen. So betrug der Rückstand der Vierten Petra Knoop (LC Bingen) auf die Siegerin bereits 12:02 Minuten. Das Feld bestand aus acht Frauen. „So ist das in dieser Altersklasse. Da bleiben nicht viele übrig“, sagt Bachem, von Beruf Fachärztin für Allgemeinmedizin. Den Spaß am Triathlon hatte sie als 49-Jährige entdeckt. Nach einiger Zeit beim Tri-Team Merzbach wechselte sie vor etwa drei Jahren zum LCE.
Jedes Jahr eine andere Welt- oder Europameisterschaft
Seit der Europameisterschaft in München 2022 hat sie jedes Jahr mindestens einen großen internationalen Wettkampf bestritten. Zu den Weltmeisterschaften in Hamburg 2023 und Malaga 2024 trat sie ebenso an wie zu den Europameisterschaften in Istanbul (2025) und Tarragona (2026). Istanbul habe sie in besonderer Erinnerung, sagt Bachem: „Geschwommen sind wir im Bosporus. Und die Radstrecke führte über die Autobahn Istanbul-Ankara. Die hat man extra für uns gesperrt.“

Elli Bachem vom LC Euskirchen.
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Bei ihren EM- und WM-Starts habe sie Mittelfeldplätze belegt, erzählt die LCE-Athletin, die betont, dass sie Triathlon als Hobby betreibe, den Sport also in den Alltag integrieren muss.
Bereits um 6.45 Uhr geht Elli Bachem in Firmenich schwimmen
Der Aufwand ist groß. Ihre Lauf- und Radeinheiten summieren sich von April bis September auf rund zehn Stunden in der Woche. Das Triathlon-Training ist nicht alles: Hinzu kommen vier Stunden Tennis und auch noch so manche Stunde im Segelboot auf dem Rursee.
„Ich schwimme seit 40 Jahren regelmäßig, im Rursee auch in dunklem Wasser. Für viele ist das im Wettkampf eine Herausforderung, ich habe mich schon früh daran gewöhnt“, sagt Bachem, die ein- bis zweimal wöchentlich um 6.45 Uhr zum Training in die Eifel-Therme Zikkurat in Firmenich fährt. „Das ist in der Umgebung die einzige Möglichkeit zum Frühschwimmen.“
Am 6. September nimmt Elli Bachem am Köln-Triathlon teil
Ihr nächster Wettkampf ist der Triathlon in Köln am 6. September. „Mit Schwimmen im Rhein von der Hohenzollernbrücke bis zum Tanzbrunnen und einer schönen Laufstrecke am Dom vorbei“, freut sich die unermüdliche Euskirchenerin, die bereits ihren nächsten WM-Start plant, im September 2027 in Hamburg: „Das Zimmer ist schon gebucht.“ Vorher, im Juni, wird sie vielleicht bei der Europameisterschaft in Kitzbühel an den Start gehen.
Ob sie Chancen sieht, bei einer der nächsten deutschen Meisterschaften mit Gold ihren Medaillensatz zu komplettieren? „Das dürfte schwer werden, weil jedes Jahr jüngere Konkurrentinnen in meine Altersklasse nachrücken“, sagt Elli Bachem und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Abwarten, wie es aussieht, wenn ich in die AK 70 gewechselt bin.“
