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BezirksligaTrainer aus dem Fußballkreis Euskirchen hadern mit der Treffsicherheit

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Luka Bungart dringt mit Ball am Fuß in den Strafraum ein.

Zwei Tore von Luke Bungart (l., hier gegen Ahrem) reichten der JSG Erft 01 nicht.

Erftstadt-Lechenich holt einen Punkt, JSG Erft und Bessenich verlieren. Alle drei Mannschaften ließen erstklassige Chancen aus.

SpVg Frechen 20 II – SC Germania Erftstadt-Lechenich 1:1 (0:1). „Ich bin megastolz – und wir sind megaplatt“, lautet die Kurzzusammenfassung von Germania-Trainer Karsten Kochems. Unter der Woche sei wegen einer Erkältungswelle im Team nur eine Trainingseinheit möglich gewesen. Die Auswirkungen spürte Erftstadt-Lechenich nach der Pause, als die Kräfte schwanden.

Kochems sah zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten traf sein Sohn Kevin zur 1:0-Führung (12.). Danach hatten die Gäste zweimal Pech, als das Aluminium (einmal Pfosten, einmal Latte) eine höhere Führung verhinderte. „Wenn es hier 2:0 oder sogar 3:0 gestanden hätte, hätte es nur einen Sieger gegeben“, ist sich Karsten Kochems sicher.

Allerdings gelang es Erftstadt-Lechenich nicht, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Stattdessen erzielte Jan Peterek nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich für Frechen. Die Gäste hatten zwar noch eine Chance auf den Treffer zum Sieg. Doch der wäre laut Kochems nicht verdient gewesen, da die Gastgeber in der zweiten Halbzeit dominiert hatten. Die wichtigste Erkenntnis sei aber: „Die Germania lebt!“ Und am Freitag, im Heimspiel gegen Lendersdorf, wolle man sich belohnen.

Die JSG Erft 01 hat sich die Niederlage selbst zuzuschreiben

Viktoria Birkesdorf – JSG Erft 01 Euskirchen 3:2 (3:1). Die positive Erkenntnis, die JSG-Trainer Chris Kockerols aus dieser Niederlage mitnimmt: Sie kam nicht deshalb zustande, weil der Gegner überlegen war. „Ich habe den Jungs nach dem Spiel gesagt, dass wir zu 100 Prozent selber dran schuld sind: Sowohl die Dinger, die wir kassieren, als auch die Dinger, die wir vorne nicht machen“, fasst es Kockerols zusammen.

Denn es sei eigentlich eine Partie zweier gleichwertiger Gegner gewesen und seine Mannschaft habe eine gute Leistung gezeigt. Jakob Kutheus hatte Birkesdorf früh in Führung gebracht (6.), Luke Bungart glich in der 12. Minute aus. Bis zur Halbzeit erhöhten Jonas Schneider (2:1, 25.), und Julian Perse (3:1, 36.). Bungart gelang in der 77. Minute noch der Anschlusstreffer. „Tobi und Luke hätten locker noch das Unentschieden retten können“, sprach der Trainer über Chancen, die der Doppeltorschütze und Tobias Rick ausgelassen hatten.

Bessenich läst Chancen liegen, Lövenich/Widdersdorf nicht

SV Lövenich/Widdersdorf – SV Rhenania Bessenich 3:0 (1:0). Rhenania-Trainer Can Celik hadert – wie Kollege Kockerols – mit der Treffsicherheit seiner Mannschaft. „Es ist eine bittere Niederlage, wir haben viel gearbeitet, einen guten Ball gespielt und waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Aber wir machen einfach vorne die Dinger nicht.“

Ganz im Gegensatz zu Lövenich/Widdersdorf. Mit der ersten Chance erzielte Maurice Wieting die Führung für die Gastgeber (15.). Viel mehr Chancen zählte Can Celik für den Gegner bis zum 2:0 durch David Strack (63.) nicht mehr. Beim dritten Tor durch Lukas Tobias Kollek (80.) sei bei seiner Mannschaft „die Luft raus gewesen, wenn man so gut spielt und dann vorne die Tore nicht macht“. Zu dem Zeitpunkt war Bessenich nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl.

Nun gelte es, das Spiel abzuhaken und am kommenden Wochenende wichtige Punkte gegen Sindorf, das Schlusslicht der Bezirksliga, zu holen.