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Tag der offenen TürJugendferienhaus in Krekel ist ein beliebtes Reiseziel für Gruppen

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Die beiden Frauen sitzen nebeneinander auf einer Bank an einer Feuerstelle.

Zu einem Tag der offenen Tür laden Birte Lauts (r.) und Claudia Deits in das Jugendferienhaus in Krekel ein.

Obwohl sich das Jugendferienhaus in Krekel über viele Besucher freuen kann, ist es in der Region kaum bekannt. Das soll sich jetzt ändern.

Früher waren dort Ordensfrauen untergebracht, heute verbringen an dem Platz Kinder und Jugendliche ihren Urlaub. Die Rede ist vom Jugendferienhaus in der Barbarastraße in Krekel, das in der Region kaum bekannt ist, sich aber für Gruppen und Organisationen zu einem beliebten Reiseziel in der Eifel entwickelt hat. Für Samstag lädt die Einrichtung von 11 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür mit vielen Aktionen für Kinder und Jugendliche ein.

Wie Alice Gempfer von der Gemeinde Kall mitteilt, war das Jugendferienhaus 1960 von Ordensfrauen aus Bad Münstereifel als Altersresidenz für Mitschwestern errichtet worden. Später wurde daraus ein Jugendferienhaus mit Bildungsstätte. 1986 kaufte dann der Diözesanverband Aachen der Pfadfinderinnenschaft St. Georg das Gebäude. Nach Anpassungen an die Brandschutz- und Hygieneverordnungen wurde das Haus 1987 eröffnet.

Seit 2001 gab es Pläne für einen barrierefreien Umbau und eine Erweiterung. Doch es dauerte bis zum November 2006, bis die Baugenehmigung vorlag und das Projekt angegangen werden konnte. Im Mai 2014 konnten die Baumaßnahmen dann abgeschlossen werden.

Verein kümmert sich um die Verwaltung des Hauses

Um die Finanzierung zu sichern, wurde der Verein „Jugendferienhaus Krekel der Pfadfinderinnenschaft St. Georg Diözesanverband Aachen“ gegründet. Der Verein ist für die Verwaltung des Hauses zuständig.

Heute stehen im Jugendferienhaus regulär 44 Betten in zwölf Zimmern zur Verfügung. Es gibt Zimmer mit einem, zwei, vier, sechs oder acht Schlafmöglichkeiten. Auch kleinere Gruppen ab 15 Personen sind willkommen.

Für Gruppenaktivitäten und Tagungen stehen mit einem Kubus (rund 120 Quadratmeter), dem Wohnzimmer und der Kapelle (beide je 40 Quadratmeter) mehrere Räume zur Verfügung, die je nach Bestuhlung unterschiedliche Kapazitäten bieten. Außerdem sind ein Tischtennisraum, Kickertische und eine Industrieküche vorhanden. Im barrierefreien Garten gibt es darüber hinaus einen überdachten Außenbereich, zwei Feuerstellen, Korbschaukel, Hängematte und eine Rollstuhlwippe.

Buchungsvorlauf von bis zu anderthalb Jahren

Ein Besuch des Jugendferienhauses sollte aber frühzeitig geplant werden. „Wir haben einen Buchungsvorlauf von einem bis anderthalb Jahren“, berichten Vorstand Birte Lauts und Geschäftsführerin Claudia Deist vom Verein Krekel, der das Jugendferienhaus betreibt. Geringe Kapazitäten gebe es für 2026/27 noch montags bis freitags. Das Gebäude kann als Selbstversorgerhaus oder mit Mahlzeiten gebucht werden.

„Ich bin schon als Kind immer zu Freizeiten nach Krekel gefahren und mit diesem Haus aufgewachsen“, berichtet Lauts, die in Aachen lebt. Deist kümmert sich vor Ort um den Betrieb und wird dabei vom früheren Ortsvorsteher Hans-Dieter Schäfer unterstützt, der das Haus im Unruhestand als Hausmeister betreut. Schäfer kann sich auch noch an die Zeit erinnern, als Nonnen das Gebäude bewohnten.

Genutzt wird die Einrichtung heute vor allem von Pfadfindergruppen, Schulklassen, Tagungsgruppen und Bildungsfahrten, aber auch für Ferienfreizeiten von Sozialverbänden wie etwa Lebenshilfe oder Caritas. „Die Gäste kommen ja alle von außerhalb, weshalb wir hier direkt vor Ort gar nicht so bekannt sind“, berichtet Birte Lauts. Alle Gruppen, auch kleinere, haben das Haus komplett für sich alleine.

Zum Tag der offenen Tür am Samstag von 11 bis 17 Uhr sind insbesondere Familien, Schulen und karitative Einrichtungen aus der Umgebung eingeladen. Ein Lagerfeuer, Stockbrot, eine Hüpfburg, eine Slackline, Kinderschminken und verschiedene Mitmachaktionen warten auf die Besucher.

„Als zertifizierter Sternenparkgastgeber bieten wir auch einen Infostand zu dem Thema an“, so Lauts. Auch kulinarisch werden die Gäste versorgt. „Dabei achten wir sehr auf Anbieter und Produzenten aus der Region – am liebsten direkt aus dem Gemeindegebiet“, sagt Claudia Deist.